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    MELLRICHSTADT

    Leerstehende Häuser sind kaum zu haben

    Die Innenentwicklung voranzutreiben ist ein Wunsch, der häufig an die Stadt herangetragen wird. Doch dabei lauern einige Hürden, wie der Bürgermeister deutlich machte.

    Die Innenentwicklung voranzutreiben ist ein Wunsch, der häufig von Bürgern an die Stadt herangetragen wird. Daher hat die Verwaltung im vergangenen Jahr die Erfassung aller Leerstände im gesamten Stadtgebiet vorangetrieben. Die betroffenen Eigentümer wurden angeschrieben und gebeten, einen Fragebogen zu beantworten und an die Stadt zurückzuschicken. Damit wollte die Stadt abklären, wer bereit ist, sein altes Haus zu verkaufen und einen Neubau zuzulassen.

    „Die Ergebnisse sind ernüchternd“, sagte Bürgermeister Eberhard Streit in der Stadtratssitzung. Um Baulücken in Stadt und Stadtteilen schließen zu können, wurden 95 Eigentümer angeschrieben. 53 haben geantwortet, aber nur 15 würden ihr Grundstück zum Verkauf oder Tausch anbieten. Was leer stehende Häuser in Stadt und Stadtteilen betrifft, wurden 91 Eigentümer angeschrieben und gefragt, ob sie verkaufen würden. Nur 17 Eigentümer haben mit ja geantwortet, 74 wollen nicht verkaufen. „Die Möglichkeiten der Stadt sind also sehr begrenzt“, so Streit. „Eine Verdichtung in den Orten wird Wunschdenken bleiben.“

    Markus Groenen merkte an, dennoch mit den Eigentümern, die verkaufen wollen, Gespräche zu führen. „Vielleicht lassen sich gute Projekte verwirklichen, die Signalwirkung auf andere haben, auch zu verkaufen.“ Das sei selbstverständlich, so der Stadtchef, die Innenentwicklung müsse das Ziel bleiben. Doch die Stadt könne nicht selbst die Leerstände kaufen, sondern nur die Vermittlerrolle übernehmen. „Wir alle sind die Stadt, nicht nur der Stadtrat, wir müssen diese Projekte zusammen angehen“, appellierte er zum Umdenken an die Hausbesitzer.

    Mellerschter Wasser für Mühlfeld

    Die Mühlfelder hatten Ende April für den Anschluss an den Wasserzweckverband Mellrichstädter Gruppe gestimmt. 148 Bürger hatten sich dafür ausgesprochen, nur 13 Bürger wollten die eigene Wasserversorgung behalten. Die Mitglieder des Stadtrats haben nun beschlossen, das Ingenieurbüro Hahn, auch Wunschpartner der Wasserfreunde, zu beauftragen, die Planungen für den Anschluss des Stadtteils so schnell wie möglich voranzutreiben. Wie Bürgermeister Eberhard Streit anführte, könnten dann im Winter die Ausschreibungen erfolgen, so dass im kommenden Frühjahr gebaut werden könne.

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