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    GRAFENRHEINFELD

    Dreimal ausverkaufte Kulturhalle

    Zwölf Jahre haben die Benefizkonzerte zugunsten der Kinderkrebsstation Regenbogen bereits auf dem sprichwörtlichen Buckel und doch nichts von ihrem so speziellen Zauber eingebüßt. Im Gegenteil: unter dem Motto des eigens 2008 komponierten Songs „Let's bring a smile“ wird immer weiter an der Erfolgsgeschichte geschrieben.

    Zwölf Jahre haben die Benefizkonzerte zugunsten der Kinderkrebsstation Regenbogen bereits auf dem sprichwörtlichen Buckel und doch nichts von ihrem so speziellen Zauber eingebüßt. Im Gegenteil: unter dem Motto des eigens 2008 komponierten Songs „Let's bring a smile“ wird immer weiter an der Erfolgsgeschichte geschrieben.

    Eine schlimme Diagnose kann man nicht ändern, wohl aber Trost spenden und äußere Bedingungen verbessern. Und so bewegt das fürsorgliche und zutiefst menschliche Engagement vor und hinter den Kulissen vieles und zaubert dabei auch immer wieder ein Lächeln ins Gesicht.

    Die caritative Leidenschaft ist „ansteckend“, nach Schweinfurt und Aschaffenburg ist seit drei Jahren auch Würzburg mit im Boot und hilft, bei insgesamt sechs Konzerten immer mehr Spendengelder zu akquirieren. Nach dem Auftaktkonzert in Würzburg ging die Benefizgala nun in Grafenrheinfeld wieder mit großen Gefühlen und einer tollen Stimmung über die dreimal ausverkaufte Kulturhallenbühne.

    Seit vielen Jahren engagiert sich die Benefizfamilie um die Schweinfurter Hauptorganisatoren Heike Gündisch und Jürgen Maier für den guten Zweck. Diesmal sind insgesamt 42 500 Euro für die krebskranken Kinder zusammengekommen.

    Mit viel Herz und erstklassiger Musik agierte die Künstlerriege auf der Bühne, ganz ohne Gage, die Sponsoren und Förderer zeigten sich mehr als generös, und hinter den Kulissen werkelten bis zu 100 Ehrenamtliche am Konzertwochenende. Ob Engagement, Eintritt, Essen oder Spende, der Erlös fließt zu 100 Prozent in den eigens für den Zweck gegründeten Förderverein um die beiden Vorsitzenden Jürgen Maier und Dietmar Beugel zugunsten der „Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder“.

    „Mit dem Geld können tolle Dinge realisiert werden“, sagte Moderatorin Simone Pfeffer im Gespräch mit dem Leiter der Würzburger Kinderonkologie, Professor Paul-Gerhard Schlegel, Stammgast auf der Kulturhallenbühne. Nicht nur in die Erforschung von neuartigen Zell- und Antikörperkonstrukten, sondern auch in die Nachsorge wird kräftig investiert. In der Station Regenbogen werden von den Spendengeldern zwei Sozialpädagogen in Vollzeit für den posttherapeutischen Beratungsbedarf beschäftigt.

    Eine „dringende Notwendigkeit“, wie auch Barbara Leibbrandt von der Elterninitiative berichtete, die selbst ihren Bruder durch die Krankheit verloren hat. Ihre Rede zur Scheckübergabe war einer der vielen berührenden Highlights des Konzertes am Freitagabend, viele weitere schufen die Künstler mit ihren Auftritten, allen voran der junge Pianist Tristan Schulz, der als einstiger Patient der Station Regenbogen selbst „viele dunkle Stunden mit seiner Hingabe zur Musik überstanden hat“ und mit seinen hoffnungsversprechenden virtuosen Auftritten bereits mehrmals besondere emotionale Zeichen setzte.

    Das Ensemble ist mittlerweile ein fester musikalischer Freundeskreis von hochkarätigen Musikern. Neben Heike Gündisch sind das Anke Katrin Glucharen, Alexander Pfriem, Alfred McCrary, Georgios Bitzios (alle Gesang) sowie die Instrumentalisten Anne Kox-Schindelin (Harfe), Matthias Köhler (Saxophon, Querflöte/Gesang), Chris Adam (Gitarre), Stefan Hergenröther (Bassgitarre), Chris Maldener (Schlagzeug), das Streichquartett La Finesse und der künstlerische Arrangeur Wolfgang A. Schöttner am E-Piano.

    Eröffnet wurde das fast vierstündige Konzert unter dem Motto Duette diesmal von den Männerstimmen, die mit U 2 gleich für gute Stimmung im Saal sorgten. Es folgten die unterschiedlichsten Duette gesanglicher und instrumenteller Art, die mit Musicalmelodien, Popsongs, Filmmelodien, rockigen und souligen Klassikern klangliche Akzente setzten.

    Eine glamouröse Note erhielt das Ganze durch die stimmgewaltigen Auftritte von Natascha Wright, die mit einem Gospel-Medley für ganz großes Gefühlskino sorgte. Mit stehenden Ovationen bedankte sich das Publikum. Am ersten Märzwochenende gibt es die Benefizgala in der Stadthalle in Aschaffenburg, auch die Termine für 2017 stehen bereits fest.

    Infos unter www.benefiz-konzert.de

     
    Von unserer Mitarbeiterin Daniela Schneider

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