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    SENNFELD

    Ein "Macher" mit Visionen

    Bürgermeisterwahl in Sennfeld: Peter Knieß, Kandidat der CSU, will am 26. November Bürgermeister von Sennfeld werden und er hat reichlich Ideen für seine Heimatgemeinde.

    Lokalpolitik liegt sozusagen in der Familie. Im Neubaugebiet „Rempertshag“, wurde eine Straße nach dem langjährigem Bürg... Foto: Anand Anders

    Das kommunalpolitische Gen wurde Peter Knieß sozusagen in die Wiege gelegt. War doch sein Vater Manfred Knieß von 1970 bis 1996 Sennfelder Bürgermeister. Die Ortswahl für das Foto zu diesem Artikel ist für ihn folgerichtig auch die Manfred-Knieß-Straße, denn inzwischen hat die Gemeinde ihrem langjährigen Bürgermeister eine Straße im Neubaugebiet „Rempertshag“ gewidmet.

    Doch Knieß, seit 1996, mit Unterbrechungen aus beruflichen Gründen, im Gemeinderat (insgesamt 15 Jahre) und Fraktionsvorsitzender der CSU im Gemeinderat, blickt nur kurz zurück, dann aber vor allem nach vorn, denn er hat Visionen und Pläne für seine Heimatgemeinde.

    Arbeit "mit Leidenschaft"

    Die Realisierung des Ärztehauses „Mainbogenpraxis“, den Umbau des Hallenbades zum Familienbad, die Weichenstellung und Umsetzung des Neubaugebietes „Rempertshag“ und einiges mehr hat er als Gemeinderat mitgestaltet. Richtig durchstarten will der 57-Jährige aber, falls er demnächst in den Chefsessel des Rathauses gewählt werden sollte und für dieses Amt – dies ist ihm wichtig – auch für zwölf Jahre zur Verfügung stehen würde.

    „Was ich tue, tue ich mit Leidenschaft, entweder man brennt für etwas, oder man tut es nicht“, so skizziert er seine Arbeitsmoral. Und mit eben dieser Leidenschaft in Stimme, Blick und Gestik breitet er seine Visionen aus, von denen seine Heimatgemeinde profitieren soll. Weil das Trinkwasser so hart ist, plant er eine Enthärtungsanlage. Für eine Seniorenkarte zur Benutzung des öffentlichen Personennahverkehrs macht er sich stark, und die kostenlose WLAN-Nutzung in öffentlichen Gebäuden ist ihm ein Anliegen. Der Breitbandausbau müsse weiter forciert werden, nicht nur für die private Internetnutzung, sondern vor allem auch für die Wirtschaft. Sennfeld mit seinen 4800 Einwohnern hält alleine 2000, teils hochwertige, Arbeitsplätze bereit.

    Einen Grillplatz für die Dorfjugend – möglichst mit Hütte – will Knieß realisieren, und der Kinderzuschuss für junge Familien, die neu in Sennfeld bauen, soll wieder eingeführt werden. Über das Thema wie man Straßenlaternen in Elektrotankstellen umgestalten kann, hat er sich erkundigt und hofft, dafür die BMW-Group für ein Pilotprojekt nach Sennfeld zu holen.

    Den Traditionen und der Dorfjugend verpflichtet

    Und da sind ja auch noch die ganz großen Herausforderungen für das Sennfeld von morgen. Mit seinen knapp 700 Hektar Fläche müsse sich die Gemeinde Gedanken darüber machen, wie die räumliche Neuordnung ökologisch und ökonomisch gelingen könne, sagt Knieß.

    Als ehemaliger Sennfelder Fichtenbursche und Planbursche – die Planrede hielt er im Jahre 1979 – sieht Knieß sich auch den Traditionen, Vereinen und der Dorfjugend verpflichtet. Er will das Schöne am dörflichen Leben erhalten und gleichzeitig die Chancen der Nähe zur Stadt nutzen. Dabei sieht er sich als Macher, der – wie er selbst sagt – „keine Lust hat, fünfmal wegen einem wackeligen Kanaldeckel nachzufragen, sondern einfach zu tun, was für die Sicherheit der Menschen notwendig ist“.

    Bei der Umsetzung seiner Pläne hofft Knieß, neben seiner Erfahrung und Energie auch auf seine Vernetzung mit den politischen Kreisen in München und Berlin bauen zu können. Ein Netzwerk, das es ermöglicht, dass zum Beispiel Finanz- und Heimatminister Markus Söder am Donnerstag zum Bürgergespräch und zum Besuch der Firma Kühne nach Sennfeld kommt. Der Besuch des Ministers, für Knieß „ein Ritterschlag“, zeige, wie gut die Netzwerke funktionieren.

    Sich selbst sieht Knieß als einen Mann, der auch auf beruflicher Ebene reichlich Führungserfahrung gesammelt hat und der immer lösungsorientiert an die Dinge herangeht. Für seine Mission, die Zukunft Sennfelds mitzugestalten, würde der Regionaldirektor einer großen Versicherungsgruppe seinen Lebensmittelpunkt auch wieder komplett nach Sennfeld verlegen. Für ihn sei das zwar ein Rückschritt in finanzieller Hinsicht, „aber Sennfeld so mitzugestalten, dass es bleibt was es ist – nämlich lebens- und liebenswert, das ist es mir wert“.

    Am Montag, 20. November, veranstaltet diese Redaktion eine Podiumsdiskussion mit den drei Sennfelder Bürgermeisterkandidaten. Die Veranstaltung findet in der Frankenhalle statt und beginnt um 19 Uhr.

    Peter Knieß

    Als Spätberufener bezeichnet sich Peter Knieß gerne selber. Hat er doch nach dem Quali in der Hauptschule Sennfeld und einer Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann den zweiten Bildungsweg für sich entdeckt, und sich über Abendschule, Bayernkolleg und Studium für seine jetzigen Aufgaben qualifiziert. Heute ist er Regionaldirektor einer Versicherungsgruppe. Der 57-Jährige ist geschieden, hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit seiner neuen Partnerin in fester Lebensgemeinschaft.

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