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    SCHWEINFURT

    Eine Veranstaltungshalle für Sport und Kultur

    Neben der nach wie vor favorisierten Ledward-Kaserne ist auch wieder der Volksfestplatz als Standort denkbar.

    In allen Plänen zur Nutzung des Ledward-Areals ist im Westen der Ex-US-Kaserne das Wort „Stadthalle“ zu finden. Dieser Standort, heute noch Erstaufnahmeeinrichtung, ist weiter favorisiert, wenngleich bei den laufenden Etatberatungen wieder der Volksfestplatz als Alternative ins Spiel kam. Außerdem wurde der Begriff Stadt- auf multifunktionale Veranstaltungshalle erweitert.

    Anlass für die leidenschaftlich geführte Diskussion am Dienstag war ein Antrag der SPD, die mehr Tempo und schon für 2018 Planungskosten (200 000 Euro) in den Haushalt eingestellt wissen wollte. „Wir wollen ein Signal aussenden“, begründete Stadtrat Joachim Schmidl.

    Noch zu viele Fragen sind offen

    Konversionsbeauftragter Hans Schnabel nannte den Zeitpunkt zu früh. Ein Konzept, übrigens von der Firma, die ein solches fürs Konferenzzentrum erstellte, liegt seit kurzem zwar vor. Vieles sei aber noch zu erledigen. Etwa die Abfrage, welche Sportveranstaltungen sich unter anderem die hiesigen Vereine vorstellen können. Das gleiche muss im Kulturbereich erfolgen. Zu klären ist die Betreiberfrage, Stadt oder Privater, für eine Halle, die man bei bis zu 30 Millionen Euro einordnet. Schnabel berichtete von Gesprächen mit Investoren, die sich auch ein angegliedertes Hotel vorstellen können.

    Mietvertrag mit dem Freistaat läuft noch bis 2020

    Nicht schon 2018 los legen solle man auch wegen der Erstaufnahme. Bis 2020 läuft der Mietervertrag mit dem Freistaat, was danach passiert, sei frühestens 2018/2019 geklärt. Schnabel betonte gleichwohl die Notwendigkeit einer Halle, von der Schweinfurt insgesamt profitieren werde. Er machte das am Beispiel des Konferenzzentrums fest. Zu Zeiten noch ohne Betrieb auf der Maininsel gab es jährlich 80 000 Übernachtungen, heute sind es über 300 000. Brettin bestätigte Überlegungen für den Standort der Veranstaltungshalle auch auf dem Volksfestplatz, bei dem ohnehin zu klären ist, „wie es da weitergeht“.

    Wenig Aussicht auf Erfolg dürften die Forderung von Georg Wiederer (FDP) und Ulrike Schneider (SWL) haben, die einen Neubau an der Peripherie ablehnten. Zentrumsnäher sei besser. Schneider zweifelte unter Hinweis auf die vorhandenen Veranstaltungsorte (Konferenzzentrum, evangelisches Gemeindehaus, alte Stadthalle) ohnehin die Notwendigkeit einer solchen Halle für Mega-Events durch einen Bauherrn Stadt an. An solche Größenordnungen sei gar nicht gedacht, stellte Finanzreferentin Anna Barbara Keck klar.

    Ralf Hofmann (SPD) warb um Zustimmung mit dem Argument, dass eine schon jetzt geplante Veranstaltungshalle Ersatzspielstätte für die Zeit der Sanierung des Stadttheaters (2021/2022) sein könne. CSU-Chef Stefan Funk stellte sich hinter Schnabel. Der SPD-Antrag wurde dann auch mit 4:11 Stimmen abgelehnt.

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