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    WERNECK

    Großalarm im Pfarrhaus

    Sirenengeheul ertönt in der Marktgemeinde Werneck und in der Nachbargemeinde Bergrheinfeld: „Starke Rauchentwicklung mit vermissten Personen, zusätzlich wird eine lange Schlauchstrecke benötigt“ war die Ansage der Integrierten Leitstelle über Funk und die Funkmeldeempfänger.

    Sirenengeheul ertönt in der Marktgemeinde Werneck und in der Nachbargemeinde Bergrheinfeld: „Starke Rauchentwicklung mit vermissten Personen, zusätzlich wird eine lange Schlauchstrecke benötigt“ war die Ansage der Integrierten Leitstelle über Funk und die Funkmeldeempfänger.

    Das alte Pfarrheim, das in Kürze abgerissen werden soll, um Platz für eine Wohnanlage für altersgerechtes Wohnen zu schaffen, war das Übungsobjekt für die Feuerwehren aus Werneck und Bergrheinfeld. Das Gebäude, das von der Größe mit vier Zweifamilienwohnhäusern vergleichbar ist, ist prädestiniert für Übungseinsätze solcher Art. Bereits in den vergangenen Wochen hatte die Feuerwehr Werneck verschiedene Übungsszenarien im alten Pfarrhaus nachgestellt. Unter anderem gab es Brandübungen mit Atemschutz, die Rettung von Personen im Aufzugschacht oder Türöffnen mit verschiedenen Techniken.

    Die jüngste Brandschutzübung war jedoch eine Nummer größer. Zwölf Personen wurden als vermisst gemeldet. Das Gebäude war mit vier Nebelmaschinen komplett eingeräuchert worden, und es mussten die Türen teilweise gewaltsam geöffnet werden, um die vermissten Personen aufspüren zu können.

    Das Einsatzszenario wurde in drei Abschnitte aufgeteilt: Die Feuerwehr Bergrheinfeld musste zusammen mit der Feuerwehr Essleben den Innenangriff über die Schönbornstraße vornehmen. Die Feuerwehr Werneck hatte die Aufgabe, mit den zur Verfügung stehenden Atemschutzträgern über den Kellereingang vom Parkplatz die Räumlichkeiten nacheinander abzusuchen. Die dritte Gruppe musste die Schlauchstrecke zur Wasserförderung verlegen. Hierbei galt es, 700 Meter von der Wasserentnahmestelle am Schlosstor aus der Wern zum Brandobjekt zu pumpen.

    Erschwerend kam für die Feuerwehrleute noch die Verkehrslage hinzu. Die Schlauchstrecke, die innerorts über den Kreuzungsbereich sowie die Meininger Straße führte, musste abgesichert werden. Dafür waren die Feuerwehren aus Egenhausen, Ettleben, Rundelshausen und Zeuzleben zuständig. Sie konnten in kurzer Zeit die geforderte Wassermenge am Brandobjekt bereitstellen. Für die Versorgung der „Verletzten“ waren das Rot-Kreuz-Team aus Schwanfeld sowie die HVO-Gruppe aus Mühlhausen alarmiert worden.

    Da die Übung bereits eine offizielle Übung zur Brandschutzwoche war, versammelte man sich im Anschluss am Gerätehaus der Feuerwehr Werneck. Lob gab es für alle Einsatzgruppen und die homogene Zusammenarbeit aller Hilfskräfte.

    Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl lud alle Feuerwehrleute zu einem kleinen Umtrunk und Imbiss ein. Ein besonderer Dank galt allen beteiligten Helfern, dem Team für Aufbau und Planung sowie den Verletztendarstellern.

    Bearbeitet von Irene Spiegel

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