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    LINDACH

    Häisd 'n' däisd vomm Mee macht Stimmung im Löwensaal

    Einen vollbesetzten Saal bescherte die fränkische Mundart-Kultband Häisd?n?däisd vom Mee dem Schöns Manni, dem Lindacher Gastwirtsoriginal.

    Die Kultband Häisd ?n? däisd vomm Mee bot dem Publikum im Lindacher Löwensaal einen bunten fränkischen Abend. Foto: Kurt Albert

    Einen vollbesetzten Saal bescherte die fränkische Mundart-Kultband Häisd?n?däisd vom Mee dem Schöns Manni, dem Lindacher Gastwirtsoriginal. Nicht nur aus dem Ort selbst, auch aus der Umgebung kamen viele Besucher unterschiedlichen Alters, um sich von „Des is zum Heulen“ begeistern zu lassen, dem erst wenige Wochen alten neuen Programm der Gruppe.

    Die Wohnorte der sechs Vollblutmusiker von Häisd?n?däisd vom Mee liegen hüben und drüben vom Main, weshalb sie der Gruppe diesen Namen gaben. Unter ihrem Leiter Stefan Ebert aus Stammheim sorgten die Musikkomödianten für Stimmung im Saal und servierten dem Publikum Höhepunkte gleich serienweise.

    Auf Streich-, Blech- und Holzblasinstrumenten boten sie ein virtuoses Konzert. Die witzigen Lieder untermalten sie virtuos auch mit Haushalts- und Küchengeräten vom Wäschestampfer übers Waschbrett bis hin zu Kochgeschirr und anderen Utensilien.

    Im breit gefächerten musikalischen Repertoire der Gruppe kommt der Gesang aber nicht zu kurz. Mit hintergründigen Überleitungstexten und frechen Kommentaren versetzten die originell gekleideten Musiker ihre Stücke. Das Publikum reizten sie mit sparsamer Wortwahl in breiter Meegründer Mundart – typisch fränkisch eben – zu Lachsalven.

    Kostproben dazu: „Märchen leitete man früher immer mit den drei Worten ,Es war einmal‘ ein. Heute beginnen die Märchen mit ,Wir schaffen das!‘“ Oder: Bei Eheproblemen müsse man sich immer auch in die Sichtweise der Ehefrau versetzen , also überlegen: „Wos däd i da dua?“ Und: „Zun Schdreidn ghörn immer zwä, die Fraa – und die Schwiechermudder!“

    Das Programm der Frankenbarden passte gut zu dem urigen Wirtshaussaal, über den der Lindacher Gasthof „Zum Löwen“ noch verfügt. Selbst in einem weiteren Umkreis ist ein solcher allerdings nicht mehr selbstverständlich verfügbar. Damit kommt auch ein Stück traditionelle Wirtshauskultur zusehends abhanden.

    Beim Schöns Manni in Lindach greift dieser Trend aber noch nicht. Da kann der Gast die Tradition noch erleben. Da steht das Wirtshaus noch in selbstverständlicher Eintracht neben dem Rathaus und der Kirche, gibt sich der Dorfmittelpunkt immer noch typisch fränkisch.

    Geht es nach Schön, soll das auch in Zukunft so bleiben. Er will jedenfalls seinen Teil dazu beitragen. Etwa mit Veranstaltungen wie dem Konzert von Häisd?n?däisd vom Mee. Der Erfolg des musikalischen Abends gibt ihm recht. Bleibt zu hoffen, dass der Zulauf zu solchen Aktionen weiter so anhält.

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