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    SCHWEINFURT

    Dabeisein, wenn sich der Kreis des Lebens schließt

    Daniela Schmitt kennt beide Seiten des Lebens: Die Hebamme aus Schwanfeld, die bislang Mütter und ihre Neugeborenen betreut hat, arbeitet nun auch Teilzeit in der Altenpflege. „Das ergänzt sich sehr gut“, findet die Quereinsteigerin, Jahrgang 1969. Die Schwanfelderin ist nun dabei, wenn der Kreis des Lebens beginnt, aber auch dort, wo er sich schließt.

    Ehrung für drei hervorragende Altenpflegerinnen (von links): Schulleiter Rainer Schöler, stellvertretende Schulleiterin ... Foto: Uwe Eichler

    Daniela Schmitt kennt beide Seiten des Lebens: Die Hebamme aus Schwanfeld, die bislang Mütter und ihre Neugeborenen betreut hat, arbeitet nun auch Teilzeit in der Altenpflege. „Das ergänzt sich sehr gut“, findet die Quereinsteigerin, Jahrgang 1969. Die Schwanfelderin ist nun dabei, wenn der Kreis des Lebens beginnt, aber auch dort, wo er sich schließt.

    Die Mitarbeiterin des Caritas-Seniorenpflegezentrums St. Helena Grafenrheinfeld, gehört zu drei Absolventinnen des Berufschulzentrums Alfons Goppel, die bei ihren Abschlussprüfungen herausragende Leistungen gezeigt haben. Vom Staat geehrt wird, wer einen Notendurchschnitt von unter 1,5 erreicht. Das war außer bei Daniela Schmitt auch bei Katja Jost der Fall (die im Wohnstift Steigerwald in Gerolzhofen arbeitet), ebenso bei Marcella Tondello, vom Schweinfurter Wilhelm Löhe-Haus. Am Ende stand sogar eine 1,33 unter den Abschlusszeugnissen. Die nächste gute Nachricht: Alle drei Spitzen-Schülerinnen der Berufsfachsschule für Altenpflege der Caritasschulen wurden dort übernommen, wo sie den praktischen Teil ihrer Ausbildung gemeistert haben. Insgesamt 16 Teilzeitkräfte und 18 Generalisten waren beim Abschlussjahrgang 2017 dabei.

    Die kleine Feierstunde sollte, so Schulleiter Rainer Schöler, auch eine „Anerkennung für die Altenpflege“ sein. Stellvertreterin Angelika Brand rührte ebenfalls die Werbetrommel für Neuzugänge in der Seniorenpflege. An Heimen herrsche kein Mangel, ebenso wenig an Pflegebedürftigen, dafür seien qualifizierte Fachkräften schwer zu bekommen. Derzeit arbeitet die Politik an einer Reform der Pflegeberufe für die Zeit nach 2019: Künftig soll es eine vereinheitlichte Ausbildung für Pflegefachfrau und Pflegefachmann geben. So müssen sich die Neuen nicht gleich zu Beginn entscheiden, ob sie sich auf Alten- oder Krankenpflege spezialisieren, sondern können das nach zwei Ausbildungsjahren tun oder aber die generalistische Ausbildung fortsetzen. Die Grenzen sind ohnehin fließend: In Altenheimen müssen immer mehr Senioren medizinisch betreut werden. In den Krankenhäusern finden sich immer öfter ältere Patienten.

    Für eine Teilzeitausbildung braucht es einen mittleren Bildungsabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Gelernt wird vier Jahre lang, mit mindestens 2500 Stunden Praxis sowie insgesamt 2100 Stunden theoretischem Unterricht.

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