• aktualisiert:

    SCHWEINFURT

    Außenkletterwand mit 70 Routen

    Im Kletterzentrum der Sektion des Alpenvereins stehen ab Juni weitere 500 Quadratmeter Kletterfläche zur Verfügung. Insgesamt sind es dann 1500 Quadrameter.

    Am Kletterzentrum des Alpenvereins gibt es ab Juni auch eine Außen-Kletterwand. Eine Südtiroler Spezialfirma baut nach P... Foto: Hannes Helferich

    Im Kletterzentrum der Schweinfurter Sektion des Deutschen Alpenvereins kann man demnächst auch open air klettern. Seit wenigen Tagen „baut“ ein Team der bewährten Südtiroler Firma Sintroc nun auch an den Außenwänden die Routen. Anfang Juni erfolgt ein „soft opening“. Ende Juni werden die weiteren 500 Quadratmeter Kletterfläche offiziell mit einigen Highlights übergeben. Um welche Überraschungen es sich dabei handelt, verrieten Vorsitzender Joachim Lindner, Schatzmeister Heinz Hafner und der neue Betriebsleiter Korbinian Zimmermann noch nicht.

    Korbinian Zimmermann ist der neue Betriebsleiter im Kletterzentrum

    Der 23-Jährige ist Nachfolger von Stefan Müller, der sich aus beruflichen und privaten Gründen komplett nach Würzburg verabschiedet hat. Zimmermann ist beim Verein angestellt (neun Wochenstunden) und kümmert sich um die Organisation und Abläufe im nach wie vor boomenden Kletterzentrum an den Hundertäckern.

    Mit maximal 50 Kletterern hat der Verein täglich gerechnet, aktuell liegt der Durchschnitt aber bei 60 pro Tag. Gleiches gelte für die angebotenen Kurse. Die Lust und Freude am Hallen-Klettern drückt sich auch in steigenden Mitgliederzahlen aus. Beim Termin mit der Redaktion diese Woche waren es 3364 und damit 400 über der Prognose. Der Schweinfurter Alpenverein hat den bisher größten Klub TG 1848 längst überholt.

    „Die Entwicklung ist sehr positiv“, meinte denn auch Vorsitzender Lindner. Die Sektion könne auch deshalb die beiden dicken Brocken, die heuer anstehen, einigermaßen gelassen angehen und verkraften. Die kostenintensiven Beschlüsse haben die Mitglieder im April 2016 gefasst.

    Auch außen geht in die luftige Höhe von 13,5 Metern

    Die Außenwand kostet inklusive der kleinen Umgestaltungen im Umfeld 250 000 Euro. Das meiste muss die Sektion selbst aufbringen, lediglich 20 000 Euro kommen vom DAV. Als Sponsor für außen konnte die AOK gewonnen werden. Innen ist es die Sparkasse. Geklettert werden kann künftig außen bis zu einer Höhe von 13,5 Metern (innen 14). Die Südtiroler Baumeister legen 70 Routen in die überdachten Außenwände. Die hinzukommende Fläche ist so groß wie ein mittleres Gartengrundstück: 500 Quadratmeter.

    Insgesamt stehen ab Juni 1500 Quadratmeter Kletterfläche zur Verfügung, in etwa ein Viertel eines Fußballfeldes. Von der Außenkletterfläche verspricht sich der Verein weiteren Zulauf und ist sich sicher, dass sie den Besuch in den mäßigen Sommermonaten, wenn die Kletterer in die Fränkische Schweiz oder etwa in die Alpen gehen, kompensiert.

    Verlegt wird im Außenkletterbereich ein Fallschutzboden mit einem mattenähnlichen, wetterfesten Material. Lampen, aufgehängt an neuen Masten, beleuchten die Flächen werktags bis 22.30, an Wochenenden bis 22 Uhr. Um unbefugtes Klettern zu unterbinden, ist ein Zaun nötig. Der Rest außen wird begrünt.

    Auflagen machen eine weiterer Großinvestition in die Schweinfurter Hütte in Österreich nötig

    Zweiter Brocken sind Um- und Neubauten in und an der Schweinfurter Hütte über dem Ötztal. Hygiene-Auflagen der österreichischen Behörden machen einen neuen Küchenbereich nötig. Ein neuer Anbau beherbergt künftig den Aufenthaltsraum für Personal und Pächter, die Küche wird dadurch größer, die Technik in der Küche ausgetauscht. Ebenso der Kühlraum, der die bisherigen Einzel-Kühlschränke ablöst.

    Im bisherigen Trockenraum kommt der geforderte neue Sanitärbereich für das Personal unter, der Trockenraum wird in den Bereich hinter dem Glasdach verlegt. Umgebaut wird auch im Winterhaus. Dort werden zwei Zimmer für das Personal umgestaltet. Ein Koch und eine Bedienung, die nach getaner Arbeit nicht nach Hause fahren, sondern auf der Höhe bleiben, haben bisher im Haupthaus zwei eigentlich für Gäste bestimmte Zimmer „blockiert“.

    Auf die Kapazität der Hütte (56 Schlafplätze) insgesamt haben die Umbauten keine Auswirkung. Angesetzt sind für alle Arbeiten 330 000 Euro. Auch hier fördert einzig der DAV-Hauptverein, er zahlt 30 Prozent der Kosten. Die Hütte in den Alpen unterhalb des Zwieselbacher Rosskogel ist durch Übernachtungsgäste und wegen ihren guten Erreichbarkeit auch mit vielen Tagesgästen gut ausgelastet, berichtete Lindner.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!