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    SCHWEINFURT

    Strumtief Egon: „Schweinfurt hatte wieder einmal Glück“

    Die Feuerwehr und die Polizei hatten eine ruhige Nacht. Im Wildpark, auf den Straßen und auf den Wegen wird jetzt viel Schmutz und Dreck aufgeräumt.

    Glimpflich ist Schweinfurt davongekommen. Sturmtief Egon wirbelte nur die letzten Blätter von den Bäumen. Foto: Anand Anders

    „Schweinfurt und Umgebung haben wieder einmal Glück gehabt“, kommentierte am Freitag Hans-Jürgen Dörnhöfer von der Privaten Wetterstation am Deutschhof das Sturmtief Egon, das bundesweit zu Verkehrsbehinderungen und Stromausfällen geführt hat und am Frankfurter Flughafen über 100 Flüge ausfallen ließ.

    In der Stadt Schweinfurt gab es Windböen bis zur Stärke 8, weshalb nur von einem leichten Sturm zu sprechen ist. Allerdings lag der Luftdruck mit 991 Hektopascal sehr tief und hatte im Vorfeld selbst Orkanstärke nicht ausgeschlossen.

    Die Schweinfurter Feuerwehr musste wegen des Sturms weder in der Nacht noch am Freitagvormittag zu einem größeren Einsatz ausrücken. Gegen 3 Uhr waren ein Bauzaun in der Theresienstraße umgefallen, um 3.21 Uhr auf der Eselshöhe ein Dach zu sichern, und gegen 5 Uhr knickte eine Böe einen Baum an der Niederwerrner Straße (eine 14 Meter hohe Linde auf Höhe McDonald's).

    „Alles im grünen Bereich“, meldet das Forstamt, das lediglich den Verlust einzelner Bäume zu beklagen hat. Der Bauhof rückte aus, um Äste von Wegen und Straßen zu beseitigen. Auch mussten sich die Arbeiter um zwei weitere Bäume kümmern, die der Sturm geworfen hatte: eine Ulme in der Wehr und eine Esche im Höllental. Im Wildpark gab es „viel Schmutz und Dreck“, so dessen Leiter Thomas Leier.

    Ein Sprecher der Schweinfurter Polizei meldete schon um 10.30 Uhr: „Der Sturm ist vorbei.“ Schäden waren ihm nicht bekannt.

    Unter erschwerten Bedingungen waren in der Nacht die Austräger dieser Zeitung unterwegs. Trotzdem: Die Zustellung hat geklappt. Nicht zu vermeiden war, dass das eine oder andere Exemplar verweht wurde und in der Nässe landete.

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