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    WÜRZBURG

    Eingerüstetes Ämterhochhaus ist "Schandfleck im Stadtbild"

    Der Marketingverein ";Würzburg macht Spaß" (WümS) begrüßt den Abriss des denkmalgeschützten Ämterhochhauses in der Augustinerstraße. Neubau sei schneller als Sanierung.

    Nach zwölf Jahren „Stillstand“ fordert der Marketingverein Würzburg macht Spaß (WümS), dass das Ämterhochhaus in der Augustinerstraße endlich saniert oder abgerissen wird.

    Wie berichtet, gehört die 87 Jahre alte Immobilie seit Ende vergangenen Jahres der „Hans-Löffler-Haus-Augustinerstraße GmbH“. Dahinter stehen die Unternehmerfamilie Barlian als Hauptfinanzier des Hochhaus-Projektes, die Familie Seissiger sowie der Stadtrat und Unternehmensberater Joachim Spatz. Sie wollen das Haus abreißen und im Retro-Stil wieder aufbauen.

    Für WümS sind die Bestrebungen der Investoren ein gutes Signal. Denn das eingerüstete, leer stehende Ämterhochhaus beeinflusse die Entwicklung des gesamten Quartiers negativ. Das seit Jahren eingerüstete Ämterhochhaus sei ein „Schandfleck“ im Stadtbild.

    Leerstand in Sander- und Augustinerstraße

    Es wirke „als Barriere“ und markiere den Übergang von der 1B- zur 2er-Lage. „Kundenströme enden an dieser Stelle“, schreibt WümS-Geschäftsführer Wolfgang Weier in einer Pressemitteilung. Dies belegten Zählungen, nach denen deutlich weniger Passanten südlich vom Augustinerhochhaus unterwegs sind. Außerdem stehen laut WümS vor allem in Sander- und südlicher Neubaustraße viele Geschäfte leer oder wechselten häufig die Inhaber. Diese Auswirkungen seien auch in der restlichen Augustiner- und in der Neubaustraße spürbar.

    Stattdessen bräuchte die Augustinerstraße einen „optischen Anker“, der „identitätsstiftend“ wirke. Dies könne laut WümS entweder das sanierte Ämterhochhaus oder der im Retro-Stil geplante Neubau sein. Aus Gründen der „Geschwindigkeit der Umsetzung“, sowie der Energieeffizienz und der Moderne bevorzugt WümS aber die Abbruchlösung mit anschließendem Neubau.

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