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    WÜRZBURG

    Bayerischer Verdienstorden für Hildegard Metzger

    Hildegard Metzger aus Würzburg hat für ihren Einsatz um die Inetragtion von menschen mit Behinderung den Bayerischen Verdienstorden bekommen.

    Der feierliche Moment: Ministerpräsident Horst Seehofer zeichnet Hildegard Metzger mit dem Bayerischen Verdienstorden au... Foto: Santamaria, Manuela (StK)

    Dieser sehr feierliche, wenn auch kurze Moment, wird Hildegard Metzger bestimmt lange in Erinnerung bleiben: Sie ist eine von 49 Persönlichkeiten, die in der Münchener Residenz vom Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer für ihre Verdienste mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet wurde.

    Als Projektleiterin und Mitinitiatorin von „Intakt“, einem Internetportal, das vom Familienbund der Katholiken im Bistum Würzburg getragen und vom Bayerischen Sozialministerium finanziert wird, ist sie unter anderem tätig und vielen Würzburgern für ihren Einsatz um die Inklusion und Integration von Menschen mit Behinderung bekannt.

    „Ich mische mich grundsätzlich gerne ein, hinterfrage viel und überprüfe, ob sich Bestimmungen oder Gesetze mit unserem Alltag verbinden lassen“, beschreibt sich Hildegard Metzger und das, was sie seit nunmehr 30 Jahren anspornt. Die ausgebildete Erzieherin und Mutter eines inzwischen erwachsenen Sohnes und einer ebenfalls erwachsenen geistig behinderten Tochter engagiert sich seit jeher in vielen sozialen Bereichen.

    1987 gründet sie eine Elterninitiative zum Betrieb eines integrativen Kindergartens, der 1988 eröffnet wird, und ist über zehn Jahre lang deren Vorsitzende. Für die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Stadt und Landkreis Würzburg ist sie in der Vereinsleitung unter anderem als stellvertretende Vorsitzende tätig. Seit 1990 gehört Hildegard Metzger dem Landeselternbeirat dem Verein Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Landesverband Bayern an, ist davon mehr als zehn Jahre im Vorstand. „Bei allem, was ich mache, möchte ich, dass alle Eltern, vor allem aber die Eltern mit schwerst behinderten Kindern, von der Gesellschaft gesehen und mitgenommen werden. Sie sollen auf ihren Weg bestärkt und ermutigt werden“, sagt Hildegard Metzger.

    Aufgrund ihrer eigenen Lebensgeschichte und den gesammelten Erfahrungen als Mutter einer behinderten Tochter weiß sie, was betroffene Eltern dringend benötigen. So beteiligt sie sich immer wieder bei der Konzeption diverser Fortbildungsmaßnahmen für Eltern von behinderten Kindern sowie bei der Organisation und Durchführung von Elternveranstaltungen. Seit über 20 Jahren ist Hildegard Metzger auch ehrenamtlich in den verschiedenen Funktionen des Familienbundes der Katholiken im Bistum Würzburg (FDK) unter anderem als Mitglied des Diözesanvorstandes sowie als stellvertretende, zeitweise auch kommissarische Diözesanvorsitzende tätig. Im Rahmen ihrer Referententätigkeit gibt sie außerdem seit zehn Jahren ihre fachliche Kompetenz, vor allem aber ihre persönlichen Erfahrungen an Schüler, Studenten und Fachleute aus dem sozialen Bereich weiter.

    2001 gründet Hildegard Metzger zusammen mit Kollegen die Internetplattform „Intakt“ für und von Eltern mit behinderten Kindern. Unter der Trägerschaft vom Familienbund, Diözese Würzburg ist „Intakt“ eine wichtige Anlaufstelle, die Betroffenen eine kontinuierliche Unterstützung im Alltag bietet: Nicht nur komplexe Themen werden hier behandelt oder aktuelle Gesetzestexte „übersetzt“ und für Betroffene erläutert, sondern auch gleich die entsprechenden rechtlichen Hilfen und Leistungen klar dargestellt und praktisch verlinkt.

    Bearbeitet von Robert Menschick

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