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    WÜRZBURG

    Gesucht: Film von Bischofsbesuch im Vertriebenenlager

    1949 besuchte Bischof Julius Döpfner das neue Vertriebenenlager am Galgenberg. Von diesem Ereignis wurde laut Zeitzeugen ein Film gedreht, der jedoch verschollen ist.

    1949 besuchte der Würzburger Bischof Julius Döpfner das Vertriebenenlager am Hubland, in dem 1100 Menschen lebten. Die M... Foto: Sammlung Manfred Simek

    Es ist ein ganz besonderes Dokument der Würzburger Geschichte: Im Januar 1949 besuchte der 35-jährige Würzburger Bischof Julius Döpfner das wenige Monate zuvor eröffnete Vertriebenenlager am Galgenberg, hielt einen Gottesdienst in einer Baracke und sprach anschließend mit Flüchtlingen. Von diesem Ereignis wurde laut Zeitzeugen ein Film gedreht, der jedoch verschollen ist. Wer kann Hinweise auf den Verbleib des Streifens geben?

    Der Hintergrund: Die Main-Post sucht selbstgedrehte Filme von den 20er bis zu den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sie sollen das Stadtleben und besondere Ereignisse wie den Bischofs-Besuch am Hubland zeigen. Gemeinsam mit der Filmfirma „art & weise“ wird im Lauf dieses Jahres eine Würzburg-DVD produziert, ein filmisches Porträt der Stadt aus teils unbekannten und überraschenden Blickwinkeln. Auch Zeitzeugen kommen zu Wort.

    Das Vertriebenenlager am Hubland existierte von 1948 bis 1951; die Baracken standen da, wo sich heute der Campus Hubland Nord der Universität befindet. Die Bewohner, darunter viele Familien mit Kindern, stammten meist aus dem Sudentenland.

    Julius Döpfner, der erst kurz zuvor zum jüngsten deutschen Bischof geweiht worden war, sprach ihnen bei seinem Besuch Mut zu. In einer Zeit schwerster Heimsuchungen sei selbst in armseligen Baracken „der Adel und die Größe eines echten Christen möglich“. Im August 1951 wurde das Lager aufgelöst und die meisten Vertriebenen zogen in neu erbaute Häuser in der Zellerau. Die Amerikaner errichteten auf dem Gelände des Lagers ihre Wohnsiedlung Skyline Hill.

    Ihr persönlicher Beitrag zum Würzburg-Film

    Wer eigene Filmausschnitte zu der Würzburg-DVD beisteuern möchte, kann Bänder oder Filmrollen bei der Main-Post abgeben, am besten in der Würzburger Lokalredaktion: Schönthalstraße 6 (1. Stock), 97070 Würzburg, oder in unserer Geschäftsstelle, Plattnerstraße 14. Auch eine Zusendung per Post ist möglich – bitte gut geschützt in einem wattierten Umschlag.

    Verarbeitet werden können alle heute gängigen und die meisten der früher üblichen Film- (Super 8, Normal 8, 9,5 oder 16 mm) und Video-Formate (U-Matik, Video8, Hi8, VHS-C, S-VHS, DV, DVCAM Betacam-SP). Die Firma „art & weise“, die das Projekt für die Main-Post umsetzen wird, trägt Sorge, dass das Material sorgfältig aufbewahrt, pfleglich behandelt wird und zurückgelangt.

    Wer Aufnahmen zur Verfügung stellt, sollte dem Film das Freigabedokument (von der Main-Post) und eine Kurzbeschreibung mit Hinweis auf Besonderheiten hinzufügen.

    Ansprechpartner in der Würzburger Lokalredaktion der Main-Post sind Andreas Jungbauer, Tel. (0931) 6001-780, E-Mail: andreas.jungbauer@mainpost.de, und Karl-Georg Rötter, Tel. (0931) 6001-160, E-Mail: karl-georg.roetter@mainpost.de

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