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    THÜNGERSHEIM

    Thüngersheimer dürfen über Schwesternhaus entscheiden

    Ein Bürgerbegehren zum Erhalt des ehemaligen Schwesternhauses in Thüngersheim ist zulässig.

    Ein Bürgerbegehren zum Erhalt des ehemaligen Schwesternhauses in Thüngersheim ist zulässig. Weit mehr als zehn Prozent der Wahlberechtigten haben mit ihrer Unterschrift das Anliegen unterstützt. Nun bestätigte der Gemeinderat einstimmig die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens. Ebenso einhellig entschied man, dem Bürgerbegehren kein Ratsbegehren entgegenzustellen.

    Am Tag der Bundestagswahl am 24. September soll Thüngersheims Bevölkerung nun auch über den Erhalt des ehemaligen Schwesternhauses entscheiden. Im Vorfeld soll es nach Absprache mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens eine gemeinsame Infoveranstaltung geben. Ein Termin soll in Absprache noch gefunden werden, erklärte Bürgermeister Markus Höfling (Bürgerbewegung, BüBew).

    Am 13. Juni hatte der Gemeinderat bei 8:3 Stimmen zwar deutlich, aber mit merklichem Unbehagen für den Abriss des ehemaligen Schwesternhauses votiert. Die Entscheidung des Gemeinderates zum Abriss hing mit der notwendigen Erweiterung des benachbarten gemeindlichen Kinderhauses Blauland zusammen. Trotz vergleichbarer Kosten von Sanierung und Neubau, hatte sich der Gemeinderat für einen Ersatzneubau an Stelle des alten Schwesternhauses ausgesprochen.

    In der Folge hatten sich einige im lokalen Denkmalschutz aktive Bürger für den Erhalt des ehemaligen Schwesternhauses stark gemacht. „Uns geht es primär um den Erhalt des Gebäudes, jedoch bei maximaler Entscheidungsfreiheit für den Gemeinderat“, betont Mitinitiator Michael Junginger.

    Das so genannte Schwesternhaus war 1870 als Werkstatt erbaut worden. 1881 wurde es umgebaut und die Nonnen vom Kloster St. Maria Stern in Augsburg zogen ein. Sie gründeten hier die „Kinderbewahranstalt“, eine Handarbeitsschule und eine Kochschule. Im Jahr 1975 endete die Arbeit der Klosterfrauen in Thüngersheim.

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