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    WÜRZBURG

    Hilfe für das Juliusspital

    Für die Restaurierung des Fürstenbaus stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in diesem Jahr dank der Lotterie Glücksspirale 20 000 Euro zur Verfügung.

    Für die Restaurierung des Fürstenbaus stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in diesem Jahr dank der Lotterie Glücksspirale 20 000 Euro zur Verfügung. Das schreibt die Stiftung in einer Pressemitteilung. Der dazugehörige Fördervertrag erreicht Walter Herberth, Oberpflegeamtsdirektor der Stiftung Juliusspital, in diesen Tagen. Das von Julius Echter 1576 gegründete Juliusspital ist eines von über 380 Projekten, die die Bonner Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie Glücksspirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

    Julius Echter von Mespelbrunn gründete 1576 in sozialer Absicht die Stiftung Juliusspital, die seither in den Bereichen Krankenhaus, Senioren-stift und einigen Berufsfachschulen tätig ist. Der barocke Fürstenbau befindet sich im Nord-Westen der vierzügigen Anlage des Julius-Spitals. Der mit zahlreichen aufwändigen Natursteinausschmückungen verzierte Bau ist der dritte an dieser Stelle. Das erste 1585 von Georg Robin erbaute Gebäude fiel einem Brand zum Opfer und wurde von 1699 bis 1714 von Antonio Petrini und Joseph Greising neu im Barockstil errichtet. Auch diese Spitalanlage fiel einem Feuer zum Opfer. Zwischen 1745 und 1749 errichtete sie Balthasar Neumann nach Plänen Petrinis wieder.

    Die bildhauerischen Arbeiten von Balthasar Esterbauer und Tobias Ungleich schmückten fortan den Fürstenbau. 1789 zog die Pfarrkirche St. Kilian in das Gebäude.

    Bei einem alliierten Bombenangriff 1945 wurde das östliche Gebäudedrittel völlig zerstört, die beiden westlichen Gebäudedrittel mit dem Fürstenbau schwer geschädigt. Bis 1953 baute man die Anlage wieder auf. Die Denkmaleigenschaft des Gebäudes liegt folglich nicht in der barocken Bausubstanz, sondern im städtebaulichen Ansatz des Wiederaufbaus, auch wenn der Fürstenbau damals mit seiner prachtvollen Fassade und der reichen Bauskulptur aufwendig rekonstruiert worden ist.

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