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    WÜRZBURG

    Uni-Präsident setzt auf mehr Professorinnen

    Würzburgs Uni startet mit rund 28 000 Studierenden ins Wintersemester, 57 Prozent davon Frauen. Doch beim Lehrpersonal ist die Gleichberechtigung noch nicht angekommen.

    Sieht die Uni Würzburg auf einem guten Kurs: Präsident Alfred Forchel, am Donnerstag bei der Pressekonferenz zum Semeste... Foto: P. Varasano

    Mit rund 28 000 Studierenden startet die Würzburger Julius-Maximilians-Universität (JMU) ins neue Wintersemester. Vorlesungsauftakt ist am kommenden Montag. Prognosen zufolge dürfte die Studierendenzahl bis zum 1. Dezember noch auf rund 29 000 ansteigen – damit wäre das Vorjahresniveau erreicht, ein weiterer Anstieg wie in den Jahren davor ist diesmal nicht zu verzeichnen. Uni-Präsident Prof. Alfred Forchel gab die Zahlen am Donnerstag vor der Presse bekannt.

    3817 Studienanfänger zum aktuellen Wintersemester

    Fast die Hälfte der Studierenden kommt nicht aus Bayern. Hier hat die JMU laut Forchel durch die Lage Würzburgs eine Sonderstellung im Freistaat. Für das aktuelle Wintersemester haben sich 3 817 Studienanfänger an den zehn Fakultäten der Universität immatrikuliert. Auch diese Zahl werde in den kommenden Tagen noch steigen, so Uni-Sprecherin Esther Knemeyer Pereira. Im Sommersemester hatten sich 970 Studierende neu eingeschrieben.

    Insgesamt wird die Uni immer weiblicher. Der Anteil von Frauen unter den Studierenden ist weiter von 57,0 auf 57,2 Prozent gestiegen. In den wissenschaftlichen Karrieren allerdings sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. Während laut Forchel noch die Hälfte der Promotionen von Frauen absolviert wird, haben sie an der JMU nur 20 Prozent der Professorenstellen inne.

    Uni-Präsident Forchel will Frauenquote weiter erhöhen

    Der Uni-Präsident ist unzufrieden mit dieser geringen Quote, wie er vor der Presse einräumte. Ziel sei ein deutlicher Anstieg bei den weiblichen Professuren in den kommenden Jahren. Allerdings habe man zuletzt schon aufgeholt, liege mit der Frauenquote nahe am Bundesdurchschnitt. Mittlerweile werde an den Fakultäten gezielt nach geeigneten Frauen Ausschau gehalten. In den Besetzungsverfahren würden sie bei gleicher Qualifikation gegenüber Männern bevorzugt.

    Aktuell sind an der JMU 2 232 ausländische Studierende eingeschrieben, mit acht Prozent etwas weniger als vor einem Jahr. Grundsätzlich, so Forchel, setze die Universität auf weitere Internationalisierung. Man wolle möglichst gute Leute nach Würzburg holen. Deshalb werbe man auch im Ausland, besuche Messen und arbeite mit Partneruniversitäten zusammen.

    Mit drei Projektskizzen im Rennen der Exzellenzstrategie

    Generell werden Kooperation und Vernetzung immer wichtiger. Dies hat auch die erste Stufe in der neuen Exzellenzstrategie von Bund und Ländern gezeigt. Würzburg brachte drei von fünf Forschungsskizzen in die zweite Runde und konkurriert hier mit bundesweit noch 85 Projekten, von denen gut die Hälfte in den Genuss einer millionenschweren Förderung kommen wird.

    Während zwei eigenständige Skizzen der Uni Würzburg keinen Erfolg hatten, sind die drei Kooperationsprojekte mit den Unis Bayreuth, Dresden und Jena noch im Rennen. Forchel zeigt sich zufrieden mit diesem Abschneiden und weiteren Erfolgen im Bereich der Naturwissenschaften. Eine Vernachlässigung der Geisteswissenschaften sieht er nicht: Hier werde in gleicher Weise in die Fakultäten investiert.

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