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    OCHSENFURT

    Überflutete Straßen nach Starkregen

    Die Bilder erinnern an die Unwetternacht vor fast genau einem Jahr. Auch diesmal wurden Straßen überflutet. Aber so schlimm wie 2016 kam es diesmal nicht.

    In den frühen Morgenstunden des 19. Mai fielen in Ochsenfurt innerhalb kürzester Zeit große Regenmengen. Etliche Straßen... Foto: Helmut Rienecker

    Fast genau ein Jahr ist es her, dass in Ochsenfurt und einigen Nachbargemeinden ein verheerendes Unwetter tobte und erhebliche Schäden verursachte. Am Freitagmorgen zog wieder ein Gewitter mit Starkregen über Ochsenfurt hinweg und sorgte für überflutete Straßen. Unter anderem in der Klinge und am Wolfgangsberg schossen die braunen Wassermassen zu Tale. Im Vergleich mit 2016 kam die Stadt aber glimpflich davon – unter anderem deshalb, weil kein Hagel auftrat.

    Und anders als im vergangenen Jahr sei diesmal die Gemeinde Giebelstadt nicht betroffen gewesen, sagt Michael Lutz vom Giebelstadter Ordnungsamt. Um kurz vor fünf Uhr zog das Unwetter über Ochsenfurt. Innerhalb einer halben Stunde regnete es mehr als 30 Liter pro Quadratmeter. Ein wahrer Sturzbach an der Kapuzinersteige riss tonnenweise Geröll mit und schwemmte die Steine bis in die Unterführung. Stundenlang waren über 30 Feuerwehrleute mit sechs Einsatzfahrzeugen aus Ochsenfurt damit beschäftigt, die B13 wieder freizuräumen.

    Auf dem Parkplatz stand das Wasser 15 Zentimeter hoch

    Erst gegen acht Uhr war die Bahnunterführung wieder befahrbar. Solange leiteten die Feuerwehrleute den Verkehr um. Einem glücklichen Umstand war es zu verdanken, dass die Abzweigung am alten Krankenhaus schnell wieder befahrbar wurde. Einer der Feuerwehrmänner arbeitet bei der Firma Hanika gleich nebenan. Mit einem Stapler und angebauter Schaufel von der Firma war der Schutt schnell von der Straße geschoben. Mitarbeiter des Bauhofes sorgten dann für den Abtransport des Gerölls.

    Auch durch die Klinge flossen wieder große Wassermengen in Richtung Main. Glücklicherweise rissen sie dieses Mal keine Autos, sondern lediglich Mülltonnen mit sich. Am Auslauf des Regenwasserkanals am Mainparkplatz flutete die braune Brühe große Teile des Parkplatzes, wo das Wasser laut Kreisbrandinspektor Christian Neeser bis zu 15 Zentimeter hoch stand.

    Rückhaltelöcher fingen einen Teil des Wassers auf

    Laut Verwaltungsleiter Wolfgang Duscher war die Klinge am stärksten betroffen. Dort seien teilweise Einfahrten und Garagen überschwemmt worden. „Nach dem Unwetter vom letzten Jahr hatte der Bauhof einige große Rückhaltelöcher in der Flur oberhalb der Klinge gegraben“, erklärt Duscher. Diese hätten zwar einen Teil des Wassers auffangen können. „Anscheinend hat das aber noch nicht gereicht.“

    Die rechtsmainische Seite sei weitgehend verschont geblieben, sagt Duscher – ebenso wie die 2016 stark betroffenen Ortsteile Darstadt und Goßmannsdorf. Das Unwetter habe in einem Streifen fast nur über der Ochsenfurter Kernstadt gewütet. Allerdings wurde auch das Ochsental überschwemmt, und am Kleinochsenfurter Friedhof wurde eine Seitenstraße überflutet. In Hohestadt war die Feuerwehr ebenfalls unterwegs. Hier hatten die Wassermassen Kanaldeckel herausgehoben. Ausgerückt waren die Feuerwehrleute zudem aus Eichelsee. Sie räumten angeschwemmte Erde von der Straße nach Ochsenfurt.

    Bis zum Wochenende sollen die Folgen beseitigt sein

    Die Aufräumarbeiten sollen Wolfgang Duscher zufolge bis zum Wochenende abgeschlossen sein. Lediglich an der Straßenabzweigung von Hohestadt nach Tückelhausen, im Ochsental sowie an der Bahnunterführung im Bärental zur Zuckerfabrik könnte es noch etwas länger dauern.

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