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    WÜRZBURG

    Multifunktionsarena: Jetzt muss der Stadtrat entscheiden

    Auch der Hauptausschuss legte in seiner Sitzung am Donnerstag dem Projekt Multifunktionsarena keine Steine in den Weg. Jetzt ist der gesamte Stadtrat am Zug.

    So oder so ähnlich könnte die neue Multifunktionsarena an der Grombühlbrücke aussehen. Grafik: AS+P

    Am Dienstag hatten, wie bereits berichtet, die Mitglieder des Umwelt- und Planungsausschusses der Aufstellung eines Bebaungsplanes für ein Areal östlich der Grombühlbrücke zugestimmt. Dort soll von einer privaten Investorengruppe eine Multifunktionsarena mit Parkhaus errichtet werden. Finanziert werden soll der Bau über den Weg einer Zukunftsstiftung für Würzburg. Eine vom Büro Albert Speer und Partner aus Frankfurt erarbeitete Machbarkeitsstudie war in der Ausschusssitzung am vergangenen Dienstag vorgestellt worden und steht nochmals in der Stadtratssitzung am kommenden Donnerstag, 19. Oktober, ab 15 Uhr, auf der Tagesordnung.

    Jährliche Einnahme im sechsstelligen Bereich

    In der Sitzung des Hauptausschusses am Donnerstagnachmittag ging es nun um den städtischen Anteil an den Baukosten, die sich auf geschätzte 30 Millionen Euro belaufen. Diese sollen, wie bereits berichtet, von einer Zukunftsstiftung für Würzburg aufgebracht werden. Die Halle bauen wird eine von der Stiftung beauftragte Projektgesellschaft. Die Halle betreiben wird wiederum eine Betreibergesellschaft, die an die Projektgesellschaft Miete für die Halle zahlt und etwaige Überschüsse an die Stiftung abführt. Diese hat auch das Recht, den Namen zu vermarkten, was bei der Ulmer Halle, die vergleichbar mit dem Würzburger Projekt sei, zu einer jährlichen Einnahme im sechsstelligen Bereich führe, berichtete Stadtbaurat Christian Baumgart.

    Jährliche Fixkosten für Betrieb und Refinanzierung vermeiden

    Dieses Konstrukt solle vermeiden, dass auf die Stadt jährliche Fixkosten für den Betrieb und die Refinanzierung des Baues zu kommen, erläuterte Stadtkämmerer Robert Scheller. Damit entkräfte er zugleich die Befürchtung von Alexander Kolbow (SPD), der ein jährliches Defizit von 300 000 Euro bei vergleichbaren Hallen anführte und mahnte, die Halle bringe zwar viele Vorteile, bleibe aber ein kostspieliges Unterfangen.

    „Die Stadt wird weder Stifter noch Gesellschafter der Projektgesellschaft, sondern wird einen Baukostenanteil als Investitionszuschuss an die Projektgesellschaft leisten, in Form eines Förderbescheides wie in anderen Fällen auch“, führte Scheller weiter aus. Dem stimmten die Ausschussmitglieder am Ende einstimmig zu. Dieser Anteil werde sich, so hatte Oberbürgermeister Christian Schuchardt schon in der Pressekonferenz zur Vorstellung des Projektes betont, „deutlich unter der Hälfte der Baukosten“ bewegen.

    „Es gibt noch kein festgezurrten Zahlen“

    Der Forderung nach konkreten Zahlen für die städtische Beteiligung konnte Scheller nicht nachkommen. „Es gibt noch kein festgezurrten Zahlen, darüber müssen wir in den Haushaltsberatungen reden“, sagte er. Am kommenden Donnerstag muss der Stadtrat die beiden Ausschussbeschlüsse bestätigen.

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