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    GAUKÖNIGSHOFEN

    Vielvölkerfest mit Gänsehaut

    „Sehr geehrte Damen und Herren, Danke dass Sie Flüchtlinge aufnehmen. Danke. Gott segne Sie.“ Dieser Text auf einer Karte, die ein fremder Mensch im Oktober 2015 an die Gemeinde geschickt hat, berührte nicht nur Bürgermeister Bernhard Rhein. Die schlichten Worte berührten auch die Besucher, die sich in dem Zelt am Festplatz zum Feiern zusammen gefunden hatten.

    Beim Fest für die ehrenamtlichen Helfer in Gaukönigshofen feierten Flüchtlinge und Einheimische gemeinsam. Foto: HANNELORE GRIMM

    „Sehr geehrte Damen und Herren, Danke dass Sie Flüchtlinge aufnehmen. Danke. Gott segne Sie.“ Dieser Text auf einer Karte, die ein fremder Mensch im Oktober 2015 an die Gemeinde geschickt hat, berührte nicht nur Bürgermeister Bernhard Rhein. Die schlichten Worte berührten auch die Besucher, die sich in dem Zelt am Festplatz zum Feiern zusammen gefunden hatten.

    Bei der von der Gemeinde organisierten Veranstaltung, stand der Dank an die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer im Mittelpunkt. „Ihr zeigt mit eurem Einsatz dass Gaukönigshofen die Herausforderung nicht nur angenommen hat, sondern dass dank euren Einsatzes die Aufgaben sehr gut bewältigt werden,“ sagte der Bürgermeister. Seinem Dank an die Menschen, die die rund 60 im Haus der Jugend untergebrachten Flüchtlinge seit drei Monaten dabei unterstützen, sich in Deutschland zurechtzufinden, schloss sich auch Bundestagsabgeordneter Paul Lehrieder an.

    Neben der guten Stimmung, zu der „Back 2 roots“ (Volker Potthast und Rainer Baumann) musikalisch beitrugen, und den landestypischen Melodien, zu denen die jungen Syrer und Afghanen ausgelassen mit ihren Gastgebern tanzten, kamen bei dem „Vielvölkerfest“ auch starke Emotionen hoch.

    Mit dem Stück „Heimatlos“ brachten die Mitglieder des Theaterprojekts der Würzburger Gemeinschaftsunterkunft (GU) „Die Überlebenden“ für die Flüchtlinge die Erinnerung an ihre eigenen Erlebnisse zurück.

    Den Einheimischen, die hier in Freiheit und Sicherheit leben, gaben die 20 Darsteller aus acht Ländern einen Einblick, in das Leben der Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer ihre Heimat verlassen.

    In „Heimatlos“ zeigen die Darsteller unter der Leitung von Gina Jimenez ohne Bühnenbild und Requisiten und ohne viele Worte, dafür aber mit Ausdruck und Gestik umso zu Herzen gehender, ihre Lebenssituation. Angefangen von der Trennung von der Liebsten in der Heimat, sorgen die Abzockerei des Schleusers, der die Gruppe irgendwo im Nirgendwo stehen lässt, und Freude über die Ankunft in Deutschland für Gänsehaut-Momente bei den Zuschauern.

    Ebenso wie die Darstellung vom Leben in der Gemeinschaftsunterkunft, die Sprachprobleme die Schwierigkeiten mit den Behörden und die ständigen Ängste wieder abgeschoben zu werden.

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