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    WÜRZBURG

    Fortbildungstag: Wie steht?s um die Frauen im Islam?

    Im Schönstattzentrum fand erstmals ein interreligiöser Fortbildungstag zum Thema „Wie steht?s um die Frauen im Islam und welche Rolle spielt der Koran?“ statt.

    Im Schönstattzentrum fand erstmals ein interreligiöser Fortbildungstag zum Thema „Wie steht?s um die Frauen im Islam und welche Rolle spielt der Koran?“ statt. Eingeladen hatte das Fortbildungsinstitut der Diözese Würzburg, dessen Mitarbeiterin Dr. Monika Berwanger die Veranstaltung leitete. Es hatte sich hierzu eine große Anzahl von Teilnehmern und Gästen verschiedener Konfessionen, auch moslemischen und jüdischen Glaubens eingefunden.

    Der Islam war durch die beiden in Würzburg wohnenden Studierenden Osama Albernawi (Damaskus) und Qusai Alnesr (Nähe Aleppo) repräsentiert, für das Judentum war Rektor i.R. Israel Schwierz, das ehemalige Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde Würzburg und Lay Leader der jüdischen US-Militärgemeinde Franken anwesend. Referenten waren die Religionswissenschaftlerin und Turkologin Edibe Hertel und Theologe Dr. Matthias Helmer, beide aus Fulda.

    Im ersten Teil der Veranstaltung wurden in Gruppenarbeiten Texte, die die „Mutter Maria“ betrafen, im Koran und in der christlichen Bibel miteinander verglichen. Fast alle Anwesenden waren über die Vielzahl der Ähnlichkeiten und Parallelen mehr als überrascht. Im weiteren Verlauf der Diskussion wurden immer neue Parallelen zwischen dem strengen Islam und dem orthodoxen Judentum, aber auch zum Christentum herausgefunden.

    Im zweiten Teil des Tages informierten die Referenten über die Rolle der Frau im Islam und die Themen Kleidung, Kopfbedeckung, Hochzeit, Beschneidung von Mädchen sowie die Rolle als Mutter und Ehefrau. Erstaunt waren fast alle, dass die Beschneidung absolut kein allein moslemisches Problem ist, da es auch bei Christen und Juden vorkommt.

    Das Interesse der Teilnehmer war sehr groß, was sich auch in zahlreichen Wortmeldungen und Fragen manifestierte. Bereichert wurde der Nachmittag durch die Anwesenheit des Leiters des Fortbildungsinstituts, Domkapitular Dr. Helmut Gabel, der von der Veranstaltung offensichtlich auch positiv beeindruckt war.

    Alle Beteiligten hoffen, dass das Institut eine ähnliche Veranstaltung bald wieder allen Interessierten zugänglich macht, denn nur so können die interreligiöse Zusammenarbeit angeregt und gefestigt und vorhandene Vorurteile und damit Rassismus und Intoleranz abgebaut werden.

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