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    OCHSENFURT

    UWG fordert weitere Ganztagsklasse an der Grundschule

    Für eine zweite Ganztagsklasse für die Ochsenfurter Grundschule plädierte die UWG-Fraktion im Ochsenfurter Stadtrat.

    Nichts wird es aus einer zweiten Ganztagsklasse an der Ochsenfurter Grundschule. Die UWG-Fraktion scheiterte mit ihrem A... Foto: Peter Steffen, DPA

    Eine zweite Ganztagsklasse für die Ochsenfurter Grundschule würde aus Sicht der UWG-Fraktion im Ochsenfurter Stadtrat Sinn machen und Eltern zufrieden stellen. Doch die Mehrheit im Stadtrat sieht das anders. Der Antrag der UWG-Fraktion wurde abgelehnt. Auch Bürgermeister Peter Juks (UWG) stimmte dabei gegen seine Fraktion.

    Allen voran ist es Stadträtin Renate Lindner (UWG), die sich zusammen mit ihrer Fraktion für eine zweite Ganztagsklasse an der Grundschule in Ochsenfurt stark macht.

    Bereits im vergangenen Jahr gab Lindner den Unmut einiger Eltern eine Stimme, als sich diese äußerst verärgert darüber zeigten, dass die Schulleitung entschieden hatte, 25 Plätze in der Ganztagsklasse zu verlosen. Dabei konnten zehn Kinder nicht berücksichtigt werden. Weil in einer Ganztagsklasse höchstens 25 Schüler unterrichtet werden können.

    Damit sich dieses „Fiasko“ (Lindner) für dieses Schuljahr nicht wiederholt, sollte aus Sicht der UWG rechtzeitig beim Kultusministerium eine zweite Ganztagsklasse beantragt werden.

    47 interessierte Eltern

    Bei einer Informationsveranstaltung der Schule haben sich 47 Eltern gemeldet, die daran interessiert seien, ihr Kind für eine Ganztagsklasse anzumelden, führte Bürgermeister Peter Juks aus. Also ausreichend Schüler für zwei Ganztagsklassen, denn in einer können mindestens 13, höchstens aber 25 unterrichtet werden.

    Aus Sicht der Schulleitung stehen die nötigen Aufenthaltsräume für zwei Ganztagsklasse nicht zur Verfügung, berichtete Juks aus einem Gespräch mit der Direktorin der Grundschule. Mit dabei seien auch Vertreter der Fraktionen gewesen. „Wenn zwei Ganztagsklassen wegen fehlender Räume aus Sicht der Schulleitung nicht machbar sind, wird sich die Stadt hier nicht einmischen“, so der Bürgermeister. Außerdem, so fügte Juks hinzu, sei es eh' dahin gestellt, ob das Kultusministerium eine zweite Ganztagsklasse genehmigen würde. „Viele Kommunen haben noch gar keine“, betonte Juks.

    Seine Fraktionskollegin Renate Lindner war mit dieser Argumentation gar nicht zufrieden. Was den Raumbedarf angehe, erwarte sie von den Lehrkräften der Grundschule „eine gewisse Flexibilität“ in der Übergangsphase. Lindner habe, so führte sie im Stadtrat aus, mit dem Kultusministerium telefoniert. Ihr sei versichert worden, dass zeitweise auch ein Ausweichraum doppelt genutzt werden könnte und sich dieser nicht unbedingt direkt neben dem Klassenzimmer befinden muss.

    Stadträtin Lindner kann auch nicht nachvollziehen, warum in den nächsten Jahren acht weitere Klassenräume notwendig sind. Lindner beruft sich dabei auf „alle Fachleute“, die einen „massiven Rückgang der Schülerzahlen, auch in der Mittelschule, voraussagen“.

    Räume umwidmen

    Auch die Übergangsklassen für Flüchtlinge seien aus ihrer Sicht dann ebenfalls „Geschichte“. Der Raumbedarf der Mittelschule würde sich dann verändern – und Räume könnten umgewidmet werden, meinte die UWG-Stadträtin.

    Bürgermeister Juks wies auf die vorbildliche Betreuung in Ochsenfurt hin. Und betonte: „Jeder hat bisher einen Betreuungsplatz bekommen – und das wird heuer auch so sein. Judith Schieblon (CSU) hatte zuvor – auch im Hinblick auf das geplante Baugebiet am Dümmersberg – gefordert, dass kein Kind ohne Betreuungsangebot sein darf.

    Stadtrat Bert Eitschberger (SPD) wies darauf hin, dass der würfelförmige Anbau an der Grundschule heute nicht mehr stehen würde, hätte die SPD nicht darauf gedrungen, ihn zu erhalten. Auch er findet lobende Worte für „den guten Betreuungsstandard“ in Ochsenfurt. Eitschberger weist auch darauf hin, dass die Schule bereit sei, ein pädagogisches Konzept für eine weitere Ganztagsklasse zu erstellen, wenn dann auch die entsprechenden Räume zur Verfügung stehen.

    Für eine weitere Ganztagsklasse stimmten schließlich sechs UWG-Räte. 14 Stadträte stimmten dagegen.

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