• aktualisiert:

    WÜRZBURG

    Fußball-Hobbyliga „Wilde Liga“ bald in Würzburg

    Ganz ohne den Trainingsstress und Leistungsdruck vieler Vereinsmannschaften will die "Wilde Liga" eine Alternative zum gängigen Ligasystem darstellen. Wir stellen das Projekt vor.

    Zwei Mal 30 Minuten, sechs gegen sechs: So sieht ein Spiel der Wilden Liga aus, die seit zehn Jahren in Bayreuth Hobbyfußballer zusammenbringt. Mittlerweile ist die Liga mit 65 Teams in Oberfranken so erfolgreich, dass das Projekt in weiteren Städten wächst – auch Würzburg bekommt eine eigene Liga.

    „Die Wilde Liga sieht sich als lockerer Verbund. Du hast Trikots an, im Hintergrund ist auch alles organisiert, es gibt aber keinen Trainingsstress“, weiß Organisator Matze Liebeton. Neun Spieltage gibt es pro Semester. Jeder Spieltag zieht sich über eine gesamte Woche.

    Frei für alle Mannschaften und Spielstärken

    Auch wenn sich diese freie Liga aus Hobbykickern an den Uni-Semestern orientiert, ist dieser Verbund frei für alle Mannschaften und Spielstärken. Matze war selbst lange Vereinsspieler und hatte etwas vermisst: „Wenn Du Vereinsspieler bist, bist Du normalerweise bei Deinem Heimatteam verwurzelt und trainierst dort in der Vorbereitung komplett mit. Dann fängt das Semester aber an und die Spiele zuhause laufen ohne Dich ab. In einer Mannschaft Deines Studienorts kannst Du aber nicht voll mitspielen, da Du hier nicht Teil der Vorbereitung warst“.

    Genau da kommt die Wilde Liga ins Spiel, die aber deutlich entspannter abläuft, als es das offizielle Ligasystem zulässt.

    Kein Schiri, dafür Bier

    „Es wird ohne Schiedsrichter gespielt, weil der Charakter von ‚Freunden spielen gegen Freunde‘ gegeben bleiben soll“, sagt Matze. Sobald ein Schiri auf dem Platz stehe, ginge es direkt um das Ausnutzen von Vorteilen und mehr Aggressionen und unfaires Verhalten stauen sich auf. „Bei uns fließt zwar mal ein Bier während des Spiels“, in den fünf Jahren, in denen Matze Liebeton die Liga aber organisiert, gab es erst eine registrierte Auseinandersetzung. Die Konflikte sind damit wohl deutlich geringer als sonst auf dem Platz, auf dem schon eine gelbe Karte Spieler und auch Zuschauer schnell erhitzen kann.

    So sieht das in Würzburg aus

    In der ersten Welle haben sich in Würzburg bereits zehn Teams angemeldet. „Das ist ein super Wert zum Start“, bilanziert der Organisator. Jedes Team zahlt pro Saison eine Startgebühr von 50 Euro, die von den durchschnittlich zehn Spielern aufgeteilt werden. In der jeweiligen Spielwoche loggen sich die Mannschaftskapitäne des Teams auf der Homepage der Wilden Liga ein und organisieren in der „Captains Lounge“ ihre möglichen Spieltermine via Googlekalender und küren einen der dort hinterlegten Bolzplätze in Würzburg zum Spielort.

    Die Mannschaften schätzen ihre Spielstärke bereits bei der Anmeldung selbst ein. Spielen viele aktive Fußballer in einem Team, ist die Ligaeinstufung logischerweise höher, als bei eingerosteten Knochen. Diskriminierender Fakt: Frauentore zählen doppelt.

    Mit kreativen verrückten Teamnamen zur Meisterschaft

    In Würzburg haben sich bereits folgende Teams angemeldet: FC Siewillja, FC Liquorpool,Würzburger Waschbären, Arminia Zicki, FC MAROKKO, Team O`Werner, Manchester Titty, Rotwein Biersport Leibniz, AS Sozial und der FC Wadenkrampf. Noch bis Sonntag, 21.05.2017 läuft die Anmeldungsphase für potentielle Teams in der Region Würzburg. Anmeldungen sind bis dahin unter www.wuerzburg.wildeliga.com möglich.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (1)

      Kommentar Verfassen

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!