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    KÜRNACH

    Großeinsatz: Mehrere Verletzte nach Gasaustritt in Kürnach

    Kurz bevor zwei Buben bewusstlos wurden, schlugen sie zum Glück Alarm. Die Ermittlungen zur genauen Ursache dauern noch an. Einen Verdacht gibt es bereits.

    Ihrer eigenen Geistesgegenwart verdanken zwei Buben in Kürnach vielleicht ihr Leben. Ein 14-Jähriger und sein gleichaltriger Freund, der bei ihm übernachtet hatte, wunderten sich am Morgen: Ihnen wurde im Kinderzimmer im Obergeschoss des Zwei-Familienhauses in der Semmelstraße schwummerig. Sie merkten, wie ihnen die Sinne schwanden - tätigten einen Notruf und alarmierten die Eltern in einem Nebenraum. Dies bestätigte später Polizeisprecherin Katrin Thamm.

    Buben wurden bewußtlos

    Die Eltern nebenan konnten die zwei Buben offenbar noch auf einen Balkon an die frische Luft bringen. Die zwei wurden bewusstlos. Kurz danach trafen erste Kräfte des Rettungsdienstes, Streifen der Polizeiinspektion Würzburg-Land sowie Feuerwehreinsatzkräfte aus Kürnach und Rimpar ein.

    Keine Gefahr mehr für Außenstehende

    Die Polizei sperrte weiträumig ab. Die Einsatzkräfte vergewisserten sich, dass für Außenstehende keine Gefahr bestand. Auch die Mutter sowie einige der Rettungskräfte, die Hilfe leisteten, mussten ärztlich behandelt werden. Die zweite in dem alleinstehenden Haus wohnende Familie war offenbar verreist.

    Nach einer ärztlichen Versorgung vor Ort kamen die beiden 14-Jährigen mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser. Auch die Mutter wurde stationär behandelt. Insgesamt wurden zwölf Personen ärztlich versorgt, heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken. Feuerwehr und Polizei räumten vorsorglich das Haus.

    Polizei informierte über Twitter

    Für Anwohner bestehe keine Gefahr, so die Polizei am späten Vormittag vor Ort. Sie informierte über den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter mit knappen, schnellen Informationen, um beunruhigten Anwohnern in Kürnach zu signalisieren: „Gefahr vorüber!“

    Die beiden Buben sind weiter in ärztliche Behandlung. Über ihren genauen Zustand verlautete nichts. „Sie schweben aber wohl nicht in Lebensgefahr,“ sagte Polizeisprecherin Thamm auf Anfrage. „Es ist durchaus möglich, dass der Griff zum Telefon genau die richtige Entscheidung war. Das war eine sehr gute Reaktion von den Jugendlichen“, sagte die Sprecherin.

    Heizung defekt?

    Messungen der Feuerwehr lenkten den Verdacht der Ursache des Gasaustritts in eine bestimmte Richtung: Sie ergaben zweifelsfrei den Austritt von Kohlenmonoxid. „Es besteht der Verdacht, dass eine defekte Heizung zum Gasaustritt führte,” sagte Thamm gegen 10.30 Uhr. Die Überprüfungen laufen.

    Auf Twitter informierte die Polizei Unterfranken über die aktuellen Entwicklungen:

     

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