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    ERLABRUNN

    Die Aufbruchstimmung ist beim Neujahrsempfang zu spüren

    Nach viel Wirbel in den Medien forderte Bürgermeister Thomas Benkert die Erlabrunner beim Neujahrsempfang dazu auf, den Blick in die Zukunft zu richten.

    In Erlabrunn war einiges anders in den vergangenen beiden Jahren, seit den Ereignissen um einen tragischen Unglücksfall am 5. Januar 2016. Die Auszeichnung von Bürgern beim Neujahrsempfang durch Bürgermeister Thomas Benkert (UBE), die sich um die Dorfgemeinschaft bemühen und verdient machen, war deshalb mehr als ein symbolischer Akt. Und wenn sich gestandene Männer dabei durch die Überreichung von Arbeitshandschuhen als Anerkennung ihres ehrenamtlichen Engagements herzlich freuen, ist dies ein untrügliches Zeichen des Tatendrangs.

    Erlabrunn in den Medien

    Medienträchtig war das Jahr 2017 für die Gemeinde Erlabrunn gewesen, durch einen unbemerkten Maibaum-Klau

    . Darüber konnten die Menschen im Ort nur schmunzeln. Auf eine ernste Probe indes stellt die Dorfgemeinschaft ein tragisches Unglück aus dem Januar 2016, bei dem eine 71-jährige Bürgerin tödlich überfahren worden ist. Die Auswirkung rund um den Unfall sowie den Prozess, dem durch die Berufung eine zweite Auflage bevorsteht, sind für das Dorf weiter eine Herausforderung. Wie schon zum Jahresabschluss gegenüber dem Gemeinderat unternahm Bürgermeister Benkert vor den 250 Besuchern in der TSV-Turnhalle mit seiner Neujahrsrede den Versuch, das in vielen Köpfen entstandene Bild des gespaltenen Dorfes zu zerstreuen.

    Keinen Appell sondern vielmehr eine Forderung richtete Benkert an die Bevölkerung: „Mit Zuversicht und Offenheit sollen sich die Menschen begegnen, die Betroffenheit hinter sich lassen und den Blick unvoreingenommen in die Zukunft richten.“ Durchaus räumte Benkert „allerdings einen Werteverlust ein, der bereinigt werden muss.“ Mit der Aufforderung, das kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Leben im Ort zu nutzen und zu bereichern, hieß der Rathauschef besonders 105 Neubürger des vergangenen Jahres willkommen.

    Aufbruchstimmung im Ort

    Symbolkraft für die Aufbruchstimmung im Ort hatten besonders die Auszeichnung einer Männergruppe von ehrenamtlichen Bürgerhof-Helfern, eines „Senior- / Junior-Teams“ aus Mitgliedern des TSV Erlabrunn sowie die „Feuerwehr-Mittwoch-Gruppe“. Sie alle stehen für Solidarität und das im Ort verbreitete Ärmel hochkrempeln. Zur Einsparung von Kosten leisteten die Bürgerhof-Helfer beim Abbruch des Weckesser-Hauses notwendige Vorarbeiten zum Bau des Bürgerhofes. Den Baubeginn kündigte Benkert für den kommenden März an. Für das bekannte und bewährte gemeinsame Anpacken im Ort zollte die Gemeinde auch dem „Senior- / Junior-Team“ aus Mitgliedern des TSV Erlabrunn, sowie dem Leiter der „Go-Green-Projekts“, Thomas Schmitt, besondere Anerkennung. Ehrenamtlich wurden beim Bau des Kunstrasenplatzes 2000 Arbeitsstunden an Eigenleistung eingebracht.

    Nicht zuletzt nannte Benkert stellvertretend die „Feuerwehr-Mittwoch-Gruppe“, die für eine nach wie vor einsatzbereite Freiwillige Feuerwehr und die Attribute des bergens, helfens, löschens und rettens stehe. Infolge des Gerichtsurteils in erster Instanz zu dem Unfallereignis vom Januar 2016 war der beschuldigte Bauhofleiter und Kommandant der Erlabrunner Wehr fristlos aus dem Arbeitsverhältnis gekündigt worden und vom Dienst als Kommandant suspendiert worden. „Unsere Feuerwehr ist auch unter ihrem kommissarischen Kommandanten Thomas Franz einsatzfähig“, versicherte der Bürgermeister.

    Ausgezeichnet beim Empfang wurden:

    KJG Erlabrunn zum 40-jährigen Gründungsjubiläum.

    „Feuerwehr-Mittwoch-Gruppe“ um kommissarischen Kommandant Thomas Franz.

    Ehrenamtliche Bürgerhof-Helfer: Jürgen Appel, Norbert Funsch, Alexander Hehrlein, Niklas Herrmann, Thomas Herrmann, Christian Klüpfel, Stefan Kuberek, Simon Mayer und Paul Scheiner.

    Schulhof-Gestaltung: Daniela Steinmetz und Sandra Warmuth.

    Pflege deutsch-französische Partnerschaft: Martina Espenschied, Sandra Hagenauer, Anne Hausknecht, Anita Liebig, Simon Mayer und Sabine Martens.

    Tennis-Männer um Spielführer Stefan Jahn.

    Bücherei-Team, Kommunion-Kleidermarkt-Team, sowie „Go-Green“-Projektleiter Thomas Schmitt und Birgit Schmitt, Blutspender Michael Herbert und Monika Muth und Tanzsport-Trainerin Lea Kößler.

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