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    REGION WÜRZBURG

    SPD-Politiker informierten sich beim VdK

    Barrierefreier Wohnraum, Mietobergrenzen und Teilhabepakete astanden im Mittelpunkt eines Gesprächs von SPD-Politikern mit VdK-Vertretern.

    Wo drückt ältere und sozial schwache Menschen in der Region der Schuh? Darüber tauschten sich SPD-Politiker mit dem Vors... Foto: Götz

    Wo drückt ältere und sozial schwächere Menschen in der Region Würzburg der Schuh, das wollten Eva Linsenbreder, Bezirkstagsvizepräsidentin und Bundestagkandidatin der SPD, und die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Georg Rosenthal und Volkmar Halbleib vom Vorstand des VdK-Kreisverbandes bei ihrem Besuch in der Geschäftsstelle des Sozialverbands in Erfahrung bringen.

    Neben Helmuth Gerbig, dem Vorsitzenden des VdK-Kreisverbands Würzburg, nahmen auch die Vorstandsmitglieder Paul Löhlein, Werner Hufnagel, Elisabeth Schäfer und Volker Stawski sowie Kreisgeschäftsführerin Christiane Straub an diesem Austausch teil.

    Gleich zu Beginn machte Gerbig deutlich, dass die Schaffung barrierefreien Wohnraums ein zentraler Problempunkt in der Region Würzburg sei. Christiane Straub erläuterte, dass viele Anfragen von Mitgliedern sich genau auf dieses Problem beziehen: „Wie komme ich zu einer barrierefreien Wohnung“?

    Volker Stawski verdeutlichte die Dimension des Problems an konkreten Zahlen. Zwei unabhängige Untersuchungen hätten für Würzburg aufgezeigt, dass der Bedarf an barrierefreien Wohnungen bei 3500 Wohnungen liege, in Würzburg stünden aber nur 1100 Wohnungen mit diesem Standard zur Verfügung. Für die Menschen sei es auch schwierig an Informationen zu kommen, wo es barrierefreie Wohnungen gebe.

    Die Geschäftsführerin schlug vor, eine Plattform zu schaffen, auf der Informationen bezüglich barrierefreier Wohnungen eingestellt werden können. Georg Rosenthal begrüßte die Initiative und machte deutlich, dass er sich dafür einsetzen wolle. Es sei zu prüfen, ob es Fördermittel dafür gebe. Er schlug vor, diese Plattform bei den gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften anzusiedeln.

    Volkmar Halbleib sieht das Hauptproblem darin, „dass der Wohnungsmarkt völlig abgegrast ist. Dies ist generell ein großes Problem“. Umso schwieriger sei die Situation für sozial Gehandicapte. Deswegen forderte Halbleib eine regionale Wohnungsbauinitiative. Hier sei der Landkreis als Akteur gefordert. „Hauptproblem sei“, so Halbleib, „dass die kleineren Gemeinden auch nicht in der Lage sind, sozialen Wohnungsbau zu stemmen“. Eva Linsenbreder bestätigte dies für ihre Gemeinde Kleinrinderfeld: „Wir können nicht bauen, wir können aber ein Grundstück zur Verfügung stellen“.

    Die Runde diskutierte auch die Mietobergrenze. Volkmar Halbleib zeigte sich erfreut darüber, dass der Kreistag vor kurzem beschlossen habe, dass es im Landkreis künftig differenzierte Mietobergrenzen gebe. Dies führe hoffentlich dazu, dass Bedürftige, die in der Grundsicherung sind, nicht gleich umziehen müssen, wenn die Mietobergrenze überschritten wird. Volker Stawski zeigte wenig Verständnis für die Mietobergrenzen. „Da wohnt jemand 50 Jahre in Würzburg, das ist dann seine Heimat, und dann soll er wegen der Mietobergrenze woanders hinziehen“.

    Ein weiteres Themenfeld eröffnete VdK-Vorstandsmitglied Volker Stawski, er ist Leiter der Beratungsstelle für Senioren und Menschen mit Behinderungen der Stadt Würzburg. Stawski sagte, dass es im Kinder- und Jugendbereich viele Teilhabepakete gebe. Für Senioren sieht er allerdings deutlich Nachholbedarf. Vieles in der Altenarbeit seien bisher freiwillige Leistungen, Strukturfördermittel für Seniorenarbeit seien aber nötig, vor allem Mittel für strukturschwache Regionen.

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