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    WÜRZBURG

    Ex-OB Rosenthal will nochmal in den Landtag

    Würzburgs früherer OB und SPD-Landtagsabgeordnete Georg Rosenthal (70) will erneut als Direkt- und Listenkandidat antreten. Motivation habe nichts mit Alter zu tun.

    Will für eine zweite Legislaturperiode ins Münchner Maximilianeum: Georg Rosenthal. Foto: T. Müller

    Würzburgs früherer Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) will bei der Landtagswahl im Herbst 2018 erneut als Direkt- und Listenkandidat antreten. Wie Würzburgs SPD-Chef Muchtar Al Ghusain am Donnerstag bestätigte, habe der örtliche Parteivorstand einstimmig beschlossen, den Abgeordneten für eine weitere Kandidatur vorzuschlagen. Nominiert werden soll Rosenthal (70) bei einer Stimmkreiskonferenz Ende Oktober.

    Als Oberbürgermeister hatte er sich 2013 vorzeitig nach fünf Jahren aus dem Würzburger Rathaus verabschiedet, nachdem eine zweite OB–Kandidatur aus Altersgründen nicht möglich gewesen wäre.

    2013: über die SPD-Liste in den Landtag

    Bei der Landtagswahl 2013 unterlag er als Direktkandidat mit 25,2 Prozent zwar klar seinem CSU-Konkurrenten Oliver Jörg (39,4). Auf der unterfränkischen SPD-Liste holte er allerdings die zweitmeisten Stimmen hinter Finanzpolitiker Volkmar Halbleib (Ochsenfurt) und zog gemeinsam mit ihm sowie Martina Fehlner (Aschaffenburg) und Kathi Petersen (Schweinfurt) in den Landtag ein.

    Rosenthal ist dort stellvertretender Vorsitzender des Europa-Ausschusses, Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst sowie Europa- und forschungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

    Keine politische Altersermüdung

    Am Ende einer zweiten Wahlperiode wäre der gebürtige Duisburger und frühere Direktor der Akademie Frankenwarte – er lebt seit über 40 Jahren in Würzburg – 76 Jahre alt. An politischer Motivation scheint es ihm aber nicht zu fehlen, er fühlt sich fit und agil.

    Im Gespräch mit der Redaktion sagte er: „Motivation hat für mich nichts mit Alter zu tun.“ Er wolle weiter mitgestalten und nehme gerne Anliegen und Themen der Menschen auf. „Ich will für Würzburg und die Region noch was erreichen.“

    Hoffen auf ein gutes Listenergebnis bei der Wahl

    Würzburgs SPD-Vorsitzender Al Ghusain lobt Rosenthals Arbeit im Landtag. Er habe mit seiner Berufs- und Lebenserfahrung die Interessen der Stadt und der Region gut vertreten. Mit ihm als Kandidat habe die SPD in Würzburg wieder gute Chancen auf einen Abgeordneten im Landtag. Dabei wird er kaum auf das Würzburger Direktmandat hoffen, das dem CSU-Abgeordneten Jörg kaum zu nehmen sein dürfte.

    Durch seinen Bekanntheitsgrad könnte Rosenthal aber wieder weit vorne auf der SPD-Liste rangieren. Er selbst geht davon aus, dass die unterfränkische SPD wie 2013 vier Sitze im Landtag holt – auch wenn dem Bezirk statt 20 nur noch 19 Listenmandate zufallen. Rosenthal: „Das traue ich uns zu, wir haben gute Arbeit gemacht.“

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