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    WÜRZBURG

    Rund 6600 Mal hat es letztes Jahr in der Stadt gekracht

    Zwei Verkehrstote verzeichnet die Verkehrsbilanz der Würzburger Polizei für das Stadtgebiet für das Jahr 2016. Aber es gibt auch Erfreuliches.

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    Bei Unfällen im Stadtgebiet starben im vergangenen Jahr zwei Menschen, auch die Zahl der Unfälle ist gestiegen. Hauptunfallschwerpunkte in der Stadt sind nach wie vor der Berliner Ring, die Kreuzung Veitshöchheimer Straße/Röntgenring und die Kreuzung der Andreas-Grieser-Straße mit der Mergentheimer Straße. Die Zahl der Unfälle mit betrunkenen Fahrer ist im Vergleich zum Vorjahr um knapp die Hälfte angestiegen. Das ist nur ein Teil der Verkehrsbilanz der Würzburger Polizei für das Stadtgebiet Würzburg 2016.

    Die Unfallzahlen stiegen um gut zehn Prozent.

    Bei rund 6600 Unfällen im vergangenen Jahr wurden 907 Menschen verletzt, heißt es in der Pressemitteilung der Würzburger Polizei. Somit stiegen die Unfallzahlen um gut zehn Prozent, die Anzahl der Verletzten um gut 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ausdrücklich zu bedauern sei, so heißt es in der Bilanz der Polizei, dass auf den Würzburger Straßen im vergangenen Jahr zwei Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen seien. 2015 habe es hingegen im Stadtgebiet keine Unfalltoten gegeben. Auch die Zahl der Schwerverletzten nahm im Vergleich zum Vorjahr von 81 auf 91 zu. Dies bedeutet ein Plus von 12,3 Prozent.

    Oft ist Unachtsamkeit die Unfallursache. Bei der Betrachtung der Ursachen schwerwiegender Unfälle habe sich nämlich gezeigt, dass rund ein Viertel aller Unfälle wegen Fehlern beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren passiert sind. Die zweithäufigste Unfallursache war das Missachten der Vorfahrt und an dritter Stelle standen Fehler beim Überholen und Vorbeifahren sowie die falsche Fahrbahnbenutzung.

    Drei Unfallhäufungspunkte.

    Der Berliner Platz, die sogenannte Schlachthofkreuzung mit dem Kreuzungsbereich Röntgenring/Veitshöchheimer Straße und der Einmündungsbereich Mergentheimer Straße/Andreas-Grieser-Straße waren 2016 die Punkte mit der größten Unfallhäufigkeit. Von einem Unfallhäufungspunkt spricht man, wenn in einem Kalenderjahr an der gleichen Örtlichkeit mindestens fünf Verkehrsunfälle mit identischer Unfallursache gezählt werden, zum Beispiel Vorfahrtsunfall, Abbiegeunfall oder Unfall im Längsverkehr, erläutert Polizeihauptkommissarin Kathrin Reinhart von der Pressestelle der Würzburger Polizei.

    Die Unfallfluchten nahmen um fast zehn Prozent zu. Mit 1493 Fällen waren dies 134 Fälle mehr als 2016. Das ist zugleich der höchste Stand seit mehr als zehn Jahren. Immerhin 37,6 Prozent (im Vorjahr 38,3 Prozent), also 561 Unfallfluchten konnte die Polizei aufklären.

    56 Unfälle mit betrunkenen Fahrern gab es, dies bedeutet ein Plus von 47,4 Prozent (Vorjahr: 38 Alkoholunfälle). Die Zahl der Verletzten hat sich mit 19 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (Vorjahr: 9 Verletzte).

    Viele junge Erwachsene fuhren betrunken.

    Insgesamt 231 betrunkene Fahrzeugführer zog die Polizei 2016 aus dem Verkehr (Vorjahr: 271). Gegen 143 Beschuldigte musste die Polizei wegen der hohen Promillewerte sogar ein Strafverfahren einleiten. Auffällig: Von den 143 Strafverfahren wurden 90 gegen Fahrradfahrer geführt, was einem Anteil von knapp 63 Prozent entspricht. Mit 76 Fahrerinnen und Fahrern waren junge Erwachsene (18 bis 24 Jahre) bei den Alkoholfahrten überproportional vertreten.

    Mit 176 unter Drogen stehenden Fahrzeugführern, die aus dem Verkehr gezogen wurden, bevor ein Unfall passierte, konnte die Erkennungsquote im Vergleich zum Vorjahr (102) um 68 Prozent gesteigert werden. Die Zahl der Unfälle unter Drogen- oder Medikamenteneinwirkung verdoppelte sich 2016 von vier auf acht Verkehrsunfälle.

    Weniger Unfälle mit Motorrädern.

    Positiv ist der Rückgang von Verkehrsunfällen mit Motorradfahrerbeteiligung um knapp 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. So musste die Würzburger Polizei nur noch 143 Unfälle mit motorisierten Zweiradfahrern im Stadtgebiet Würzburg aufnehmen. Auch die Zahl der Verletzten sank erfreulicherweise auf 104 (Vorjahr: 132). Bei 50 Verkehrsunfällen (entspricht 35 Prozent) versachten die motorisierten Zweiradfahrer die Unfälle.

    Die Radfahrunfälle im Stadtgebiet Würzburg pendelten sich nach einem deutlichen Rückgang 2015 im letzten Jahr mit 213 Unfällen (Vorjahr: 182) in etwa wieder auf dem Niveau der Vorjahre ein. Auch die Zahl der verletzten Biker stieg von 151 im Jahr 2015 auf nunmehr 176 an. (+16,6 Prozent).

    Besonders erfreulich ist der Rückgang bei den Schulwegunfällen. Insgesamt wurden im zurückliegenden Jahr lediglich fünf solcher Schulwegunfälle registriert. Dies bedeutet den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2010.

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