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    WÜRZBURG

    Die Stadtreiniger sind für den Winterdienst 2017/18 vorbereitet

    „Wenn Schneefall oder Glätte zu erwarten sind, sind rund 150 Mitarbeiter in Rufbereitschaft, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien und arbeiten wenn nötig im Dauereinsatz.

    Die Streufahrzeuge der Würzburger Stadtreiniger sind mit hochmodernen Thermomaten ausgestattet. Außen am Fahrzeug befin... Foto: Theresa Müller

    „Wenn Schneefall oder Glätte zu erwarten sind, sind rund 150 Mitarbeiter in Rufbereitschaft, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien und arbeiten wenn nötig im Dauereinsatz. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat dabei höchste Priorität“. Das sagt Werkleiter Wolfgang Kleiner und betont: „Für die bevorstehende Winterperiode ist der Eigenbetrieb ,Die Stadtreiniger‘ gut vorbereitet, um für freie Fahrt auf den Straßen in Würzburg zu sorgen.“ Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

    Insgesamt 4000 Tonnen Streusalz, 9000 Liter Sole und rund 800 Tonnen Granulat und 100 Tonnen Granulat/Salzgemisch sind eingelagert, um den potenziellen Bedarf von Streumitteln abzudecken.

    Bei Wintereinbruch werden pro Einsatz mit insgesamt 32 Groß- und Kleinfahrzeugen, darunter zehn Lastkraftwagen, zwei Unimogs und 20 Kleinstreufahrzeuge, rund 697 Kilometer Fahrbahnlänge von Schnee und Eis befreit. „In vielen Fällen leisten wir über das gesetzlich vorgeschriebene Maß Winterdienst. Bei starken und anhaltenden Schneefällen bitten wir jedoch um Verständnis, dass unsere Kapazitäten begrenzt sind und wir nicht überall sofort im Einsatz sein können.“

    Der Winterdienst konzentriert sich dann gemäß der gesetzlich vorgeschriebenen Reinigungs- und Verkehrssicherungspflicht auf Straßen und Bereiche mit der höchsten Priorität. Dazu zählen verkehrswichtige und gefährliche Straßenabschnitte, unter anderem Rettungswege und Hauptverkehrswege.

    Um den Radfahrern einen besseren Überblick über die durch den Winterdienst betreuten Radverkehrsrouten zu ermöglichen, veröffentlichen die Stadtreiniger auf ihrer Homepage die Winterradverkehrsrouten (www.wuerzburg.de/de/themen/umwelt-verkehr/vorsorge-entsorgung/diestadtreiniger/winterdienst/30509.Wuerzburger_Winterradverkehrsrouten.html).

    „Unterstützt werden wir dabei zum Beispiel durch Straßenwetterinformationen von Wetterdiensten und die moderne Fahrzeugtechnik, die uns bei der grammgenauen Ausbringung der Streumenge für die Winterdiensteinsätze eine große Hilfe ist“, macht Betriebsleiter Christian Strohalm deutlich.

    „Aber auch die Bürger müssen ihren Teil beitragen, um für sichere Straßen zu sorgen.“ Für das Räumen und Streuen der Gehwege mit einer Breite von 1,50 Meter bei Schnee und Glätte sind in der Stadt Würzburg gemäß der Straßenreinigungs- und -sicherungsverordung die Anlieger beziehungsweise Grundstückseigentümer verantwortlich. Die Verkehrssicherheit muss an Wochentagen bis 7 Uhr morgens, an Sonn- und Feiertagen bis 8 Uhr hergestellt sein und tagsüber jeweils bis 20 Uhr aufrechterhalten werden. Nachts gibt es weder auf Straßen noch auf Gehwegen eine generelle Winterdienstpflicht. In diesem Zusammenhang weisen „Die Stadtreiniger“ darauf hin, dass seit diesem Jahr ein Salzverbot beim Anliegerwinterdienst gilt, da sich auftauende Streumittel wie Salz ungünstig auf unsere Umwelt insbesondere Pflanzen und Tiere auswirken.

    Für Grundstückseigentümer, Hausverwaltungen, Hausmeisterdienste bzw. Dienstleister heißt dies, abstumpfende Streustoffe wie z. B. Lavagranulat, Sand, Splitt und dergleichen ausreichend bereitzuhalten. Die Straßenreinigungs- und sicherungsverordnung regelt in Paragraf 10 Abs. 1, dass das Streuen von auftauenden Streumitteln wie z. B. Salz verboten ist. Das Missachten dieser Vorschrift stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro belegt werden. Nur bei Glatteis oder Glatteis in Folge gefrierenden Regens (Eisregen) ist die Verwendung von auftauenden Streustoffen an den betroffenen Stellen zulässig.

    Für die anstehende Winterperiode ist auch erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr notwendig, um die Unfallgefahr zu verringern. Bei winterlichen Straßenverhältnissen sollten Verkehrsteilnehmer möglichst nur die geräumten und gestreuten Straßen nutzen und auf wettertaugliche Reifen achten. Auch muss das schnelle Durchkommen der Winterdienstfahrzeuge jederzeit ermöglicht werden.

    Betriebsleiter Christian Strohalm: „Falsch geparkte Fahrzeuge erschweren häufig die Winterdiensteinsätze, das kostet wertvolle Zeit! Nur wenn der Winterdienst und alle Verkehrsteilnehmer gut zusammenarbeiten, kann die Mobilität und Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet werden.“

    „Falsch geparkte Fahrzeuge erschweren häufig die Winterdiensteinsätze.“
    Christian Strohalm, Betriebsleiter

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