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    WÜRZBURG

    Stadtbild: Zweckdenken schlägt Fantasie

    Eine Woche lang noch, bis Dienstag, 28. März, zeigt die Geschichtswerkstatt im Foyer des Rathauses ihre Ausstellung „Gegenüberstellungen“.

    Eine Woche lang noch, bis Dienstag, 28. März, zeigt die Geschichtswerkstatt im Foyer des Rathauses ihre Ausstellung „Geg... Foto: Archiv der Geschichtswerkstatt

    Eine Woche lang noch, bis Dienstag, 28. März, zeigt die Geschichtswerkstatt im Foyer des Rathauses ihre Ausstellung „Gegenüberstellungen“. Sie stellt vor, wie Würzburg vor dem Bombardement am 16. März 1945 ausgesehen hat und wie die Würzburger ihre Stadt danach aufgebaut haben. Von einem Wiederaufbau, so zeigt die Geschichtswerkstatt auf 180 Fotos, kann im Wortsinn kaum die Rede sein. Eine neue Architektur ist in die Stadt eingezogen und ein anderes Stadtgefühl. Ein Beispiel ist das Anwesen Augustinerstraße 22 1/2 , wo früher das Café Metropol und heute ein Möbelladen untergebracht ist. Zu sehen ist, was der Münchner Architekturkritiker Paulhans Peters 1963 über den Wiederaufbau deutscher Städte geschrieben hat: Er sei „von Nutzen und Zweck bestimmt, selten aber von Phantasie oder gar von ethischen Maßstäben beeinflusst“. Alexander Kraus von der Geschichtswerkstatt berichtet, die Betrachter der Gegenüberstellungen reagierten „erschüttert bis erstaunt, baff bis traurig, tief bewegt“. Manche meinten, die Veränderungen des Stadtbildes nach dem Krieg seien „fast gravierender als durch den Krieg selbst“. Die Ausstellungsmacher von

    der Geschichtswerkstatt sind vor Ort: bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und am Freitag von 9 bis 13.30 Uhr. Bei ihnen kann man das ausführliche Begleitheft mit 230 Fotos ebenso erwerben wie in den Buchhandlungen Knodt, Neuer Weg, Schöningh und Erlesen und in der Geschäftsstelle der Freunde mainfränkischer Kunst und Geschichte in der Pleicherkirchgasse 16. Die Geschichtswerkstatt ist zu erreichen unter Tel. (09 31) 88 06 54 20, info@verschönerungsverein-wuerzburg.de Foto: Archiv der Geschichtswerkstatt

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