• aktualisiert:

    WÜRZBURG

    Valdet Rama soll 12 000 Euro Strafe zahlen

    Valdet Rama hat Ärger mit der Justiz. Der Ex-Spieler der Würzburger Kickers, seit Juli unter Vertrag eines chinesischen Erstligavereins, wird zur Kasse gebeten.

    Am 12. Februar, so die Staatsanwaltschaft Würzburg auf Anfrage, sei der mit seinem Wagen durch den Würzburger Alandsgrund gefahren. Zwar habe er damals einen Führerschein gehabt. Aber eigentlich hätte er keinen haben dürfen.

    Der Grund: Im Juni 2016 war Rama geblitzt worden, als er mit 148 statt mit den vorgeschriebenen 120 Stundenkilometern über eine Schnellstraße gerast war.

    Die Folge war ein Bußgeldbescheid über 80 Euro und ein einmonatiges Fahrverbot, den der Fußballer rechtskräftig werden ließ. Allerdings hat der 29-Jährige laut Staatsanwaltschaft seine Fahrerlaubnis damals nicht abgegeben, obwohl er das hätte tun müssen.

    Kommt er - oder kommt er nicht?

    Nun hat er einen Strafbefehl bekommen: Wegen fahrlässigen Fahrens trotz Fahrverbots soll er eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je 300 Euro, insgesamt also 12 000 Euro, zahlen. Da ein Tagessatz einem Dreißigstel des Nettomonatseinkommens entsprechen soll, geht das Gericht also davon aus, dass Ramas Verdienst bei 9000 Euro monatlich verdient. Der Marktwert des Sportlers liegt laut dem Internet-Fußball-Portal „Transfermarkt“ bei 400 000 Euro.

    Gegen die Entscheidung der Würzburger Justiz hat Valdet Rama Einspruch eingelegt; der Fall wird am kommenden Mittwoch im Strafjustizzentrum Würzburg verhandelt.

    Ob Rama bei der Verhandlung anwesend sein wird, ist nicht bekannt. Laut Strafprozessordnung kann sich ein Angeklagter, der Einspruch gegen einen Strafbefehl eingelegt hat, im Prozess von einem Verteidiger vertreten lassen.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!