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    SOMMERHAUSEN

    Suchmannschaft entdeckt das im Main versunkene Auto

    Am Donnerstag fuhr ein Mann mit seinem Auto in den Fluss. Dem Fahrer passierte nichts. Bei der Suche nach seinem Auto aber gab es eine Überraschung.

    Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Schweinfurt (WSA) bergen bei Sommerhausen das gesuchte Fahrzeug aus dem Ma... Foto: Daniel Peter

    Das am Donnerstag bei Sommerhausen (Lkr. Würzburg) im Main versunkene Auto ist geborgen worden. Am Freitagnachmittag orteten Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Schweinfurt (WSA) das Fahrzeug zwischen Gasthaus Anker und Skaterplatz nahe am Ufer. Wie berichtet, hatte ein 56-jähriger Mann sein Auto aus noch ungeklärter Ursache gegen 17.15 Uhr in diesem Bereich in den Fluss gefahren und sich danach schwimmend ans Ufer retten können.

    Seitdem lief die Suche nach dem Fahrzeug. Schiffe durften in dieser Zeit zwischen den Schleusen bei Goßmannsdorf und Randersacker nicht mehr fahren. Zu groß war die Gefahr, dass das Auto in der Fahrrinne liegen könnte. Die Fahrrinne war zwischen Sommerhausen und Randersacker von Bord zweier Schiffe aus per Echolot abgesucht worden.

    Auch ein anderes Auto tauchte auf

    Bevor das gesuchte Auto entdeckt wurde, machten die Suchmannschaften einen anderen Fund: Ganz in der Nähe wurde ein ebenfalls versunkenes Auto entdeckt, das offensichtlich schon längere Zeit im Fluss lag. Als der Bergungskran auf einem der Schiffe das Wrack hochgehoben habe, sei es auseinandergebrochen, sagte auf Nachfrage der Redaktion Helko Fröhner, stellvertretender Leiter des WSA.

    Das am Donnerstag untergegangene Auto hingegen entzog sich dem Zugriff der Bergungsmannschaften etwas länger. Seine Mitarbeiter hätten etliche Verdachtsflächen abgesucht, erklärte Fröhner. Damit sind Erhebungen in der Flusssohle gemeint, die ihrem Umriss im Echolot nach zu urteilen ein Auto, aber auch etwas ganz anderes sein könnten. Durch das Mitschleifen mit der Strömung verliere ein Fahrzeug nämlich sehr schnell seine ursprüngliche Form, so Fröhner.

    Jede verdächtige Erhebung wurde untersucht

    Deshalb musste jede dieser verdächtigen Erhebungen von Tauchern untersucht werden, die auf einem dritten Schiff bereit standen. Eine dieser Erhebungen in Böschungsnähe entpuppte sich schließlich als das gesuchte Auto. Der Bergungskran hob auch dieses Auto an Bord des Schiffes, das es zunächst nach Erlabrunn transportieren soll. Obwohl das weiße Fahrzeug einen fast unbeschädigten Eindruck macht, wird es nach der Zeit im Wasser nicht mehr zu gebrauchen sein. Der Eigentümer muss nun entscheiden, was mit seinem Auto passieren soll.

    Die Schifffahrt sollte nach Ablegen des Bergungsschiffes wieder freigegeben werden. An den beiden Schleusen hatte sich während der Suche ein Stau aus mehreren Schiffen gebildet. Wäre das untergegangene Auto bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht gefunden worden, hätte das WSA die Suche abgebrochen, erklärte Helko Fröhner.

    Dann hätte man nämlich nahezu sicher sagen können, dass das Auto nicht mehr in der Fahrrinne lag und somit keine Gefahr für den Schiffsverkehr dargestellt hätte. Wenn es in eine der vielen Buchten am Mainufer geraten wäre, dann wäre es wohl nie mehr gefunden worden, vermutet Helko Fröhner.

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