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    Madrid (dpa)

    Video-Beweis: Rummenigge will schnelle Einführung in Europa

    Karl-Heinz Rummenigge hat sich nach neuer Kritik an Champions-League-Schiedsrichter Viktor Kassai noch einmal dafür ausgesprochen, dass der Video-Beweis schnell auf internationaler Ebene eingeführt wird.

    Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: „Lasst uns das Spiel seriöser und fairer machen.” Foto: Matthias Balk

    „Man tut den Referees und dem Wettkampf keinen Gefallen: Alles entwickelt sich im Sport, alles wird professioneller, aber dem Fußball werden entscheidende Hilfsmittel verweigert?”, erklärte Rummenigge im „Bayern Magazin”. „Es geht auch um zeitgemäßes Fairplay, und es muss endgültig Schluss gemacht werden mit dieser unsäglichen Diskussion. Lasst uns das Spiel seriöser und fairer machen.”

    Kassai hatte beim 2:4 in Madrid mehrere Abseitsstellungen übersehen. Den Platzverweis für Arturo Vidal (84.) vollzog er nach einer Aktion, die kein Foul des Chilenen war. „Die Summe der Fehlentscheidungen hat unsere Mannschaft schwer benachteiligt”, erneuerte Rummenigge seine Kritik. „Der Schiedsrichter könnte Hilfe durch den Videobeweis bekommen”, hatte Trainer Carlo Ancelotti schon nach dem Schlusspfiff gefordert.

    Seit über einem halben Jahr werden deutsche Spielleiter im Replay-Center in Köln geschult. Die Live-Testphase für den Video-Assistenten startet in der kommenden Saison bei allen 306 Bundesliga-Spielen. Dabei können strittige Entscheidungen auf den Prüfstand gestellt werden. Bei Testspielen simulierten die Referees den Video-Assistenten unter Wettkampfbedingungen. Das für das Regelwerk zuständige International Football Association Board (IFAB) will im März 2018 über die Einführung des Videobeweises entscheiden.

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