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    Göteborg (dpa)

    DHB-Team verliert bei Bundestrainer-Debüt gegen Schweden

    In seinem ersten Länderspiel gab es für den neuen Bundestrainer eine Niederlage. Gegen Schweden kassierten die Deutschen ein 25:27. Mit einer Steigerung nach der Pause verhinderte der Europameister Schlimmeres.

    Schwedens Daniel Pettersson (r) trifft gegen Deutschlands Torwart Carsten Lichtlein. Foto: Michael Erichsen

    Handball-Bundestrainer Christian Prokop hat einen Fehlstart hingelegt. Der Nachfolger von Erfolgscoach Dagur Sigurdsson musste bei seinem Debüt mit dem deutschen Nationalteam der Männer in Göteborg eine 25:27-(9:16)-Niederlage gegen Gastgeber Schweden hinnehmen.

    Der Europameister hatte auf neun Leistungsträger verzichten müssen und war deshalb mit mehreren Spielern aus der zweiten Reihe angetreten. Auch Schwedens Team, das sich ausschließlich aus Bundesliga-Akteuren zusammensetzte, konnte nicht seine Top-Formation aufbieten.

    Ohne Kapitän Uwe Gensheimer (Paris Saint-Germain), Tobias Reichmann (Kielce); Patrick Wiencek, Andreas Wolff, Rune Dahmke (alle THW Kiel), Patrick Groetzki, Hendrik Pekeler (beide Rhein-Neckar Löwen) und dem grippekranken Jannik Kohlbacher (Wetzlar) musste Prokop improvisieren. Unmittelbar vor der Partie fiel auch noch Torhüter Silvio Heinevetter wegen eines Magen-Darm-Infekts aus. Ihr Debüt gaben Moritz Preuß (Bergischer HC), Florian Billek (HSC 2000 Coburg) und Nicolai Theilinger (HC Erlangen).

    Mit einer deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit verhinderten die Deutschen eine peinliche Niederlage. Mehrmals lagen sie mit acht Toren hinten. „Wir sind motiviert gestartet, aber gerade im Angriff hatten wir zu viele Ballverluste und undisziplinierte Würfe”, sagte Prokop. „In der zweiten Halbzeit haben wir mit Emotion gespielt.” Das sei eine Steigerung in allen Bereichen gewesen, betonte der Coach. „Die zweite Halbzeit war recht gut”, befand auch Rückraumspieler Paul Drux. „Darauf können wir aufbauen.”

    Die Bad Boys fanden nur schwer in die Partie und scheiterten immer wieder an Torhüter Andreas Palicka von den Rhein-Neckar Löwen. Prokop nahm nach neun Minuten die erste und acht Minuten später die nächste Auszeit, um seine Mannen besser einzustellen. „Viele der jungen Spieler sind nervös”, sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. „Es hat noch nicht alles funktioniert, aber für die Umstände war es eine ordentliche Leistung.”

    Prokop hatte in den vergangenen Tagen beim Vorbereitungslehrgang in Hamburg mit den Spielern neue Abwehrvarianten getestet. Der 38 Jahre alte Bundestrainer, der bis Saisonende in Personalunion auch den Bundesligisten SC DHfK Leipzig betreut, will das erfolgreiche Konzept von Sigurdsson fortsetzen, aber auch Änderungen vornehmen. So soll die Mannschaft „offensives Attackieren und intelligentes Decken” praktizieren.

    Der doppelte Länderspieltag mit Männern und Frauen zwischen den Auswahlmannschaften Schwedens und Deutschlands wird am 19. März in Hamburg fortgesetzt. Die Mannschaften reisen noch am gleichen Tag mit einer Chartermaschine in die Hansestadt. Mit dem „Tag des Handballs” eröffnet der DHB die Feierlichkeiten zu 100 Jahren Handballsport in Deutschland.

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