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    Maranello (dpa)

    Debatte um Motorenplan: Ferrari schließt Rückzug nicht aus

    In der Diskussion um den neuen Motorenplan für die Formel 1 hat Ferrari-Patron Sergio Marchionne im äußersten Fall auch einen Rückzug des Traditionsrennstalls nicht ausgeschlossen.

    Ferrari-Chef Sergio Marchionne hat Vorbehalte gegenüber dem neuen Motorenplan der Formel 1. Foto: Andrew Gombert

    „Was ich weiß ist, dass die Formel 1 seit dem Tag unserer Geburt Teil unserer DNA ist. Es ist nicht so, dass wir uns anders definieren können. Wenn wir aber den Sandkasten bis zu einem Grad verändern, wo er als Sandkasten unkenntlich wird, will ich nicht mehr mitspielen”, sagte Marchionne bildreich Medienberichten zufolge.

    Finanziell sei ein möglicher Ausstieg der Scuderia aus der Königsklasse des Motorsports kein Nachteil für den Konzern. Marchionne würde sich nach eigener Behauptung sogar „sauwohl fühlen” der Chef zu sein, der Ferrari aus der Formel 1 zurückzieht. Er würde dann an einer „alternativen Strategie” zur Rennserie arbeiten, meinte der 65-Jährige. Ferrari ist als einziger Rennstall seit dem ersten Grand Prix 1950 in der Formel 1 dabei.

    Ende 2020 laufen das aktuelle Motorenreglement sowie das sogenannte Concorde Agreement aus. In diesem Grundlagenvertrag ist die Verteilung der Einnahmen geregelt. Formel-1-Eigner Liberty Media will die Rennserie zukunftsfähig machen. Dazu gehört unter anderem eine Kostenreduzierung, die auch durch billigere und einfachere Motoren erreicht werden soll. Ein Entwurf zu den künftigen Aggregaten wurde am 31. Oktober präsentiert.

    „Liberty hat ein paar gute Absichten, eine davon ist die Reduzierung der Kosten für die Teams, was eine gute Sache ist”, sagte Marchionne. Dem stünde aber gegenüber, dass die beabsichtigte künftige Strategie den Motoren ihre Einzigartigkeit nehme. Unter anderen hatte auch Branchenprimus Mercedes Vorbehalte zum Plan des Rechteinhabers und des Motorsportweltverbands FIA geäußert.

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