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    FUßBALL: 2. BUNDESLIGA

    Wie wird der Club den Ausfall von Ishak verkraften?

    Wahrscheinlich acht Wochen wird der Nürnberger Torjäger nach seinem Innenbandriss beim 0:0 auf St. Pauli fehlen. Es gibt nur einen anderen Mittelstürmer im Kader.

    Wie steckt der Club seinen Ausfall weg? Mikael Ishak nach seinem Innenbandriss auf St. Pauli. Foto: Witters

    Wer aufsteigen will, braucht einen guten Torwart. Und den hatte der 1. FC Nürnberg in Fabian Bredlow auf St. Pauli. Der Punktgewinn beim 0:0 am Montagabend in der 2. Fußball-Bundesliga war vor allem dem bestem Mann auf dem Platz zu verdanken. Der 22 Jahre alte Bredlow verhinderte mehrfach ein Gegentor, mit Können und in einigen Situation auch mit dem Glück des Tüchtigen. „Dafür bin ich da, auch mal einen zu halten“, kommentierte Bredlow bescheiden.

    Auch wenn der Club einen Sieg und den damit verbundenen Sprung an die Tabellenspitze verpasste, mochte bei den Gästen keiner vor dem Rückflug aus Hamburg am Dienstagvormittag hadern. „Die Mannschaft hat sich für eine couragierte Leistung ein Lob verdient“, sagte Trainer Michael Köllner vielmehr. „Wir sind weiter gut im Rennen.“ In der Tat: Der Vorsprung auf Platz drei wuchs auf fünf Punkte an.

    „Wichtig war, dass wir zu Null spielen und nicht mit leeren Händen nach Hause fahren. Das haben wir geschafft“, meinte Mittelfeldspieler Patrick Erras. „Positiv war, dass wir eigentlich über 90 Minuten die Kontrolle hatten, bis auf drei, vier Aktionen. Einmal hält uns Fabi Bredlow auch überragend im Spiel“, sagte Kevin Möhwald. Dabei untertrieb er etwas, Bredlow musste in Wahrheit häufiger sein beachtliches Können beweisen. Der Club hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, die Gastgeber aber ein klares Chancenplus. „Wir haben gesehen, dass wir gegen die Spitzenklubs bestehen und jeder Mannschaft ein starker Gegner sein können“, kommentierte St. Paulis Coach Markus Kauczinski.

    Gegen den mit 43 Toren besten Angriff der Liga ließen die Gastgeber wenig anbrennen. Die beste Torchance für den Club bot sich Torjäger Mikael Ishak. Der Kopfball des zwölfmaligen Saisontorschützen klatschte in der 20. Minute jedoch an den Innenpfosten. Beim Nachschuss verletzte sich der Schwede am Knie und musste früh raus. Die Untersuchung in Nürnberg brachte ein bitteres Ergebnis: Innenbandriss im linken Knie, voraussichtlich acht Wochen Pause. Damit würde er in den nächsten sechs Zweitliga-Spielen fehlen. Es gibt mit Adam Zrelak nur einen weiteren Mittelstürmer im Kader, der verletzungsbedingt erst zu zwei Einsätzen kam.

    Auch wenn Ishak seit der Winterpause noch nicht getroffen hatte, sagte Bredlow: „Mika war zuletzt extrem wichtig für uns. Er ist vorne sehr präsent.“ Ohne Ishak im Angriffszentrum war der Club schon am Millerntor nicht mehr richtig gefährlich. „Wir waren schon extrem dominant, was Ballbesitz anbelangt. Aber der letzte Pass kam oft nicht richtig“, sagte Bredlow.

    Bearbeitet von Hans Strauß, dpa

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