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    WOLLBACH

    Mit der Seuche ins Finale

    Kreuzbandrisse, ein gebrochenes Schlüsselbein, ein Bänderriss im Knöchel, eine Meniskusquetschung oder Wasser im Knie. „Wir haben die Seuche“, sagt Steffen Schmitt zur aktuellen Verletzungsmisere beim TSV Wollbach. Mit Folgen. Denn der Kreisklassist hat mit sofortiger Wirkung seine Reserve aus dem Spielbetrieb zurückgezogen, womit die A-Klasse Rhön 1 auf zwölf Teams geschrumpft ist. Mit Auswirkungen auf die Tabellenspitze. Die beiden führenden Teams hatten ihre Partien gegen Wollbach II jeweils gewonnen. Allerdings hatte der SV Aura bereits zweimal gegen die zweite Garde des TSV gespielt, bekam daher sechs Punkte „abgezogen“, womit jetzt die SG Gräfendorf Tabellenführer ist mit zwei Punkten Vorsprung.

    Kreuzbandrisse, ein gebrochenes Schlüsselbein, ein Bänderriss im Knöchel, eine Meniskusquetschung oder Wasser im Knie. „Wir haben die Seuche“, sagt Steffen Schmitt zur aktuellen Verletzungsmisere beim TSV Wollbach. Mit Folgen. Denn der Kreisklassist hat mit sofortiger Wirkung seine Reserve aus dem Spielbetrieb zurückgezogen, womit die A-Klasse Rhön 1 auf zwölf Teams geschrumpft ist. Mit Auswirkungen auf die Tabellenspitze. Die beiden führenden Teams hatten ihre Partien gegen Wollbach II jeweils gewonnen. Allerdings hatte der SV Aura bereits zweimal gegen die zweite Garde des TSV gespielt, bekam daher sechs Punkte „abgezogen“, womit jetzt die SG Gräfendorf Tabellenführer ist mit zwei Punkten Vorsprung.

    Von drei Optionen berichtet der Abteilungsleiter des TSV Wollbach. „Wir hätten dem Verband ärztliche Atteste vorlegen können, um Spiele zu verlegen. Das hätte die Probleme nur verlagert. Wir hätten auch in Unterzahl antreten können, das wollten wir aber unseren Spielern nicht zumuten. Weswegen wir uns für die dritte Möglichkeit entschieden haben, nämlich die Mannschaft komplett aus dem Spielbetrieb zurückzuziehen, was bis fünf Spieltage vor Saisonende möglich ist.

    Und das ist jetzt der letztmögliche Zeitpunkt gewesen“, berichtet Steffen Schmitt. Und lobt Kreisspielleiter André Nagelsmann für konstruktive Gespräche. Die zu erwartende Strafe von Seiten des Fußball-Verbands fällt damit vergleichsweise günstig aus. „Wir machen das äußerst ungerne, aber wir hatten aufgrund der Umstände einfach keine Wahl“, betont Schmitt. „Vor zwei Jahren hatten wir 18 Mann für die Reserve, sodass einige gar nicht spielen konnten. Das waren im Vergleich zu jetzt angenehmere Sorgen.“

    15 Spieler nicht mehr dabei

    Woche für Woche musste und muss Thorsten Ziegler seine Aufstellungen umschmeißen. „Seit Saisonbeginn sind uns 15 Spieler weggebrochen. Zu den Verletzten kommen ja noch einige Studenten, die immer wieder absagen müssen. Aktuell haben sich Alexander Zink und Jonas Warmuth nach ihrem Studium für eine sechswöchige Urlaubsreise abgemeldet. Das war alles bekannt und abgesprochen, verschärft aber unsere personelle Situation zusätzlich“, sagt der Trainer des Kreisklassisten, der jüngst sogar mal wieder selbst die Fußballschuhe angezogen hatte im Totopokal-Viertelfinale gegen die SG Unterweißenbrunn. „Danach habe ich drei bis vier Tage gebraucht, um wieder Mensch zu werden“, sagt Ziegler. Und hat dennoch die Lust auf Pokal nicht verloren, weil die Wollbacher nach dem 2:0-Sieg vom Ostermontag über Strahlungen-Bezwinger TSV Trappstadt im Finale gegen den TSV Rannungen stehen, und das vor eigener Kulisse am Männerhölzlein, wo auf die Besucher ab 15 Uhr ein attraktives Rahmenprogramm wartet mit Aktionen für Kinder, einer Tombola oder Torwandschießen, ehe ab 17 Uhr der Ball rollt.

    „Das ist eine gute Gelegenheit für einen schönen Saisonabschluss. Und vielleicht wird der ein oder andere verletzte Spieler wie Mathias Kirchner rechtzeitig fit“, sagt Ziegler, der die aktuell lediglich vier Punkte Rückstand in der Kreisklasse Rhön 1 auf Platz 2 als reine Momentaufnahme sieht und nichts von einer etwaigen Aufstiegs-Relegation wissen will. „Aufgrund der personellen Situation hat der Klassenerhalt Priorität. “ Acht Punkte beträgt immerhin das Polster auf den Abstiegs-Relegationsplatz. Favorit im Pokalfinale ist der TSV Rannungen, und diese Rolle nimmt der Kreisligist gerne an, der sich im Halbfinale bei der DJK Schondra durchgesetzt und davor Bezirksligist SV Ramsthal aus dem Wettbewerb gekegelt hatte.

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