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    BAD KISSINGEN

    Kaputter Handschuh soll helfen

    Fussball (ba) Bezirksliga Ost FC Thulba – TSV Gochsheim (Samstag, 14 Uhr) Das Spitzenspiel findet beim FC Thulba (1./34) statt, wo FC-Spielertrainer Victor Kleinhenz das ursprüngliche Ziel „Klassenerhalt“ nun nicht mehr in den Mund nimmt.

    Auf der verzweifelten Suche nach Zielwasser befinden sich aktuell alle Akteure des TSV Rannungen, dementsprechend auch M... Foto: Hopf

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    Bezirksliga Ost FC Thulba – TSV Gochsheim (Samstag, 14 Uhr)

    Das Spitzenspiel findet beim FC Thulba (1./34) statt, wo FC-Spielertrainer Victor Kleinhenz das ursprüngliche Ziel „Klassenerhalt“ nun nicht mehr in den Mund nimmt. Die Aufgabe gegen den TSV Gochsheim (5./24) gehört eher zu den schweren, denn die Reichsdörfler haben nach schwachem Saisonstart fleißig gepunktet. Prunkstück des Gastes ist eindeutig die Offensivreihe, für die Yannick Sprenger bereits zwölf Treffer erzielt hat und so auf Rang Drei der Liga-Torschützenliste rangiert. Seine besten Vorlagengeber sind die Brüder Tino und Nico Kummer, die mit viel Geschwindigkeit über die Außenbahnen vorstoßen und die gefürchteten TSV-Konter lancieren. Über die altbekannten Stärken von Daniel Meusel (Freistöße, Weitschüsse) muss man fast schon kein Wort verlieren. „Gerade die Konter müssen wir verhindern“, weiß Kleinhenz, der wieder auf einige Akteure wie Sergiu Nistor, Lorenz Heim und Maximilian Heinrich verzichten muss, „aber jammern will ich trotzdem nicht“. Denn der Trainer hat im Vergleich zu seinen Liga-Kollegen ein großes Plus. „Ich verfüge über einen breiten Kader, kann Ausfälle kompensieren und werde auch nie von den Spielern, die ich ins kalte Wasser werfen muss, enttäuscht.“

    FC 06 Bad Kissingen – DJK Dampfach (Samstag, 14 Uhr)

    Auf welchem der drei Plätze im Sportpark gespielt wird, wird sich wohl erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden. „Aber egal auf welchem Platz wir spielen, wir wollen auch gegen Dampfach (13./14) gewinnen und so für die 0:2-Niederlage zum Saisonauftakt Revanche nehmen“, gibt sich FC-Coach Mario Wirth optimistisch. Tatsächlich haben die Bad Kissinger (12./15) in den vergangenen Wochen fleißig gepunktet, sind aber noch lange nicht aus dem Gröbsten heraus und wollen dieses „Sechs-Punkte-Spiel“ (Wirth) auch für sich entscheiden. Dies wird aber nur möglich sein, wenn die Mannschaft diszipliniert auftritt und vor allem in der Deckung sicher steht. Dort hütet Jörg Schaffelhofer erneut den Kasten, sein Hauptaugenmerk dürfte sich diesmal auf die gefährlichen Flanken, mit denen der kopfballstarke Dampfacher Torjäger Patrick Winter gesucht wird, richten. Personell sieht es bei den Kurstädtern ganz gut aus. „Bis auf Andrei Puscas und Vlad Ruja sind alle Mann an Bord, beflügelt von den letzten Ergebnissen brennen auch alle auf einen Einsatz und machen mir so die Wahl bei der Aufstellung zu einer allerdings erfreulichen Qual“, so die Erkenntnis des Coaches.

    FC Geesdorf – SV Riedenberg (Samstag, 14 Uhr)

    Ebenfalls am Sonnabend kreuzt der SV Riedenberg (6./24) mit dem FC Geesdorf (2./31) die Klingen. Im Steigerwald hängen zwar die Trauben hoch, unerreichbar sind sie nicht. „Aber nur dann, wenn wir unsere Tormöglichkeiten auch verwerten“, meint SV-Coach Marius Kubo eingedenk der verpassten Möglichkeiten bei den Gastauftritten in Münnerstadt und Bad Kissingen. Da waren die jeweiligen 1:2-Niederlagen fast logisch. „Eine solche könnte hinzukommen, wenn wir nicht mit Biss und Leidenschaft ins Spiel gehen und nicht konzentriert abschließen.“ Personell gesehen hat sich gegenüber der Vorwoche wenig geändert, wobei durch einen Fehler im Spielberichtsbogen der falsche Torhüter genannt war: Niklas Geppert und nicht Julian Hüfner stand zwischen den Pfosten. Die Verletzung Gepperts hat sich nunmehr als doch nicht so dramatisch erwiesen, er wird aber wohl nicht spielen müssen, weil es der ehrgeizige Florian Dorn trotz Fingerverletzung mit einem aufgeschnittenen Handschuhversuchen will. Die Fangkünste des Keepers werden gefragt sein, mit Hassan Alremeithi und Mohamed Remaithi laufen zwei nicht lange fackelnde Angreifer im FC-Kader auf.

    TSV Knetzgau – TSV Münnerstadt (Sonntag, 14 Uhr)

    Als Favorit reist der TSV Münnerstadt (3./27) zum TSV Knetzgau (14./11), „doch für die Bezeichnung Favorit bekommst du noch keinen Punkt“, warnt Gäste-Coach Thomas Dietz seine Mannen. Diese taten sich auch in Dampfach beim Last-Minute-Sieg recht schwer, „was aber auch an uns lag, weil wir gerade in der zweiten Halbzeit eher hätten zuschlagen müssen“. Zugeschlagen hatte der Gegner, dabei erlitt Lucas Fleischmann eine schwere Knieprellung, die seinen Einsatz im Steigerwald unmöglich macht. Fraglich ist auch das Mitwirken von Lukas Schmittzeh, ins Aufgebot kehrt dagegen wieder der in Dampfach fehlende Hans-Christian Schmitt zurück. „Vom 3:0-Hinspielsieg sollten wir uns nicht blenden lassen. Der Aufsteiger hat danach ordentliche, vor allem kampfbetonte Vorstellungen abgeliefert, was ihm zusätzlich entgegenkommt, wenn das Spiel auf dem kleinen Ausweichplatz ausgetragen wird“, sagt Dietz.

    SV Sömmersdorf – TSV Rannungen (Sonntag, 14 Uhr)

    Der Verlierer der Partie zwischen dem SV Sömmersdorf/Obbach (15./9) und dem TSV Rannungen (16./7) steht vor wirklich schweren Zeiten, denn wenn nicht gegen das andere Kellerkind gewinnen, wann dann. Das gilt vor allem für die Gäste, die nach dem 2:1-Hinspielerfolg gut in die Saison starteten, doch dann wochenlang nicht mehr punkten konnten. Die Erklärung findet sich beim Blick auf die Verletzten- und Urlaubsliste, die Mannschaft stellte sich zeitweise von selbst auf, ihr bedauernswerter Trainer Klaus Seufert war zu oft mit der Suche nach Alternativen beschäftigt. Die Lage in dieser Hinsicht hat sich leicht entspannt, was sich vor acht Tagen bei der spielerisch und kämpferisch starken Leistung in Geesdorf dokumentierte. „Da war Rannungen wirklich gut, hat sich nie versteckt und hätte durchaus punkten können, wenn die Chancen, die vorhanden waren, genutzt worden wären“, so Geesdorfs Coach Hassan Alremeithi nach der 2:3-Niederlage der „Gücker“. Und sprach damit das andere Dauerproblem an, der Tabellenletzte dürfte wohl die Tabelle anführen bei der Zahl vergebener Hochkaräter.

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