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    James Galloway als Sinnbild für Willenskraft

    Fußball (penk) Bezirksliga Ost FC 06 Bad Kissingen – TSV Gochsheim (Samstag, 15 Uhr) Vor einer kniffligen Aufgabe steht der FC 06 Bad Kissingen (1./43), der Aufsteiger Gochsheim (3./34) empfängt.

    Fußball (penk)

    Bezirksliga Ost FC 06 Bad Kissingen – TSV Gochsheim (Samstag, 15 Uhr)

    Vor einer kniffligen Aufgabe steht der FC 06 Bad Kissingen (1./43), der Aufsteiger Gochsheim (3./34) empfängt. Der TSV hatte den Kurstädtern im Hinspiel die erste Saisonniederlage (1:3) beigebracht. „Wir erwarten einen sehr, sehr starken Gegner, der eine gut aufeinander abgestimmte Offensive hat. Bei unserer Niederlage dort hat uns Gochsheim gerade in der ersten Hälfte beherrscht, wie es kein anderer Kontrahent geschafft hat“, hegt FC-Coach Thomas Lutz natürlich Revanchegedanken. „Ich bin gespannt, ob wir, anders als gegen Krum, die Offensivaktionen von Gochsheim diesmal von Beginn an richtig lesen können“, möchte der Coach nicht wieder einem Rückstand hinterher laufen. Der Auswärtserfolg über Krum (4:2) war zuletzt ein hartes Stück Arbeit, weil der Gegner sich als zäher Widersacher präsentierte. „Sie haben das stark gemacht, waren im Zweikampf enorm präsent und hatten eine gute Passquote. Florian Rottenberger hat uns nach der Halbzeit noch im Spiel gehalten“, freute sich Lutz über die Leistung seiner Nummer Eins. Ins Hintertreffen gerieten zuletzt auch Gochsheims Kicker im Spiel gegen Ramsthal, konnten dies in einstündiger Überzahl aber noch in einen 3:1-Erfolg umwandeln.

    Dabei erzielte TSVler Nico Kummer seinen 14. Saisontreffer und liegt damit deutlich vor Allzeit-Torjäger Daniel Meusel, der es auf sechs Tore bringt. Noch einen Ticken erfolgreicher sind auf Kissinger Seite Andrei Puscas (20 Tore) und Routinier Christian Laus, der immerhin schon neunmal in Schwarze traf. In die Startelf der 06er rückt der zuletzt fehlende Philipp Greubel, der sich durch gute Trainingsleistung aufgedrängt hat.

    SV Riedenberg – DJK Dampfach (Sonntag, 15 Uhr)

    Es waren richtige „big points“, die der SV Riedenberg (12./20) durch den 2:1-Sieg bei Schlusslicht Gerolzhofen einfuhr. Entsprechend zufrieden war Riedenbergs Trainer Marius Kubo und hofft, dass seine Jungs im Match gegen die DJK Dampfach (6./31) nachlegen. „Kompliment an die Mannschaft, die das 0:1 noch in einen Sieg gedreht hat. Anhand der Spielanteile und der Chancen geht der Erfolg aber auch in Ordnung. Jetzt gilt es, auf eigenem Platz so weiterzumachen. “ Allerdings trübten die verletzungsbedingten Auswechslungen von Philipp Dorn und Patrick Barthelmes die Freude über den Sieg etwas, und zumindest Dorn wird gegen Dampfach wohl passen müssen. „Wir müssen sehen, wie wir uns aufstellen, da es ein paar Fragezeichen gibt. Aber es ist ja nicht nur bei uns so, dass man mit fehlenden Leuten wegen Krankheit oder Verletzungen zu kämpfen hat. Da gilt es als Trainer zu improvisieren. Wir wollen auf jeden Fall punkten.“ Kubo hebt dabei James Galloway als Sinnbild für Willenskraft hervor: „Bei uns geht es nur über Einsatz. Und da ist James ein Vorbild. Wahnsinn, wie er sich immer wieder reinwirft.“ Gerade seine Flexibilität ist ein großer Pluspunkt. Seit dem Amtsantritt von Kubo traf Galloway in jeder Partie, außer in der letzten, als er in die Innenverteidigung rückte und ein starkes Spiel machte. Mit Patrick Winter hat Dampfach einen Mann im Kader, der weiß, wo das Tor steht. Er liegt mit zwölf Saisontreffern auf Platz fünf der Bezirksliga-Torjägerliste. Die Jugendkraftler kamen aber zuletzt nicht über ein 0:0 gegen Oberschwarzach hinaus. Bei Riedenberg rutschen Simon Hergenröder und Christoph Dorn in den Kader.

    SV Euerbach/Kützberg – TSV Münnerstadt (Sonntag, 15 Uhr)

    Ein schweres Unterfangen steht dem TSV Münnerstadt (4./32) ins Haus, der beim Titelmitfavoriten SV Euerbach/Kützberg (2./39) zu Gast ist. Würden die Nägelsieder dem Landesligaabsteiger ein Bein stellen, könnten sie ihm ein Stück näher kommen. Doch daran, nach vorne zu schielen, denkt TSV-Coach Thomas Dietz derzeit nicht: „Aufgrund unserer Personalmisere und der engen Tabellenkonstellation tun wir gut daran, erst mal nach hinten zu sehen und den Vorsprung auf den Relegationsplatz nicht kleiner werden zu lassen.“ Münnerstadts Coach war froh, dass seine Jungs gegen Schweinfurt den Bock umstoßen konnten und nach fünf Spielen ohne Sieg den ersten Dreier einfuhren. „Der Abstand nach hinten wurde wieder größer und das ist wichtig. Aber es war zugegeben eine schwere Geburt. Die erste Hälfte war Schweinfurt klar besser und hat verdient geführt. In der Folge haben sie es versäumt, für die Entscheidung zu sorgen. Am Ende war es mit den späten Toren ein sehr glücklicher Sieg für uns“, konnte Dietz durchschnaufen, um den Plan für Euerbach zu schmieden: „Wir müssen einfach besser Fußball spielen und das anwenden, was man im Fußball grundsätzlich braucht – Kampf und Laufbereitschaft.“ Im Hinspiel verlor der TSV: „Wir hatten bei der 0:1-Hinspielniederlage ebenso unsere Möglichkeiten, auch wenn sie insgesamt besser waren und von den einzelnen Namen her eine Klasse höher spielen müssten. Wir wollen uns dort jedenfalls gut präsentieren und wenn möglich Zählbares mitnehmen.“ Fraglich auf Seiten des TSV ist der Einsatz der beiden angeschlagenen Kicker Fabian May und Niklas Markart.

    SV Ramsthal – TSV Forst (Sonntag, 15 Uhr)

    Die beiden jüngsten Niederlagen gegen Krum (0:1) und in Gochsheim (1:3) waren für den SV Ramsthal (15./16) bezüglich Klassenerhalt ein Schuss vor den Bug. Vor allem waren sie durchaus vermeidbar. Nun soll gegen den TSV Forst (8./29) wieder ein Schritt nach vorne gemacht werden. Dabei können Ramsthals Kicker schon mal vorspielen, denn ihr künftiger Coach Udo Romeis, der Nico Schell zur neuen Runde ablöst, steht derzeit noch in Diensten der Forster. Und die spielen nach dem Relegationsmarathon im Sommer, als nur knapp der Abstieg abgewendet wurde, eine ordentliche Runde. „Das ist eine absolut gefestigte Mannschaft, die im Moment keine Ausfälle zu verzeichnen hat und deshalb auch in guter Form ist. Sie würden definitiv noch weiter vorne in der Tabelle stehen, wären sie immer komplett gewesen“, ist Nico Schell voller Achtung vor der Qualität des Gegners, der einige spielstarke Typen im Kader hat, wie Eray Cadiroglu oder Florian Hetzel, der im Sommer das Amt von Romeis übernimmt. „Es wird auf jeden Fall ein interessantes Spiel“, mutmaßt Schell, für den der Knackpunkt im Spiel gegen Gochsheim die rote Karte gegen Nico Morper war. „Es wäre mehr drin gewesen. Aber mit einem Mann weniger wurde es dann schwer, obwohl wir vor dem Gochsheimer 2:1 selbst durch Sascha Ott und Matze Mock die Doppelchance zur Führung hatten.“ Nun nehmen die Weindörfler einen erneuten Anlauf, um mehr Zähler auf den Kontostand zu bekommen und können dabei wieder auf die Dienste von Daniel Hagemann, Timo Kaiser, Marcel Schmitt und Steven Klitzing zurückgreifen, während Enrico Ott weiter ausfällt.

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