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    BAD KISSINGEN

    Rannungens unerwartete Torgala

    Fussball Bezirksliga Ufr.

    Mit Wucht und Leidenschaft gehen Thulbas Maximilian Gah (rechts) und der Gochsheimer Moritz Pfister in dieses Kopfballdu... Foto: Hopf

    Fussball

    Bezirksliga Ufr. Ost

    FC Geesdorf – SV Riedenberg 4:2
    FC Thulba – TSV Gochsheim 2:2
    FSV Krum – TSV Forst 3:1
    FC Bad Kissingen – DJK Dampfach 2:1
    TSV Knetzgau – TSV Münnerstadt 4:1
    SV Sömmersdorf – TSV Rannungen 1:8
    Wiesentheid – Oberschwarzach abg.
    FC Strahlungen – Unterspiesheim abg.

    1. (1.) FC Thulba 16 11 2 3 33 : 17 35
    2. (2.) FC Geesdorf 16 11 1 4 44 : 26 34
    3. (3.) TSV Münnerstadt 15 8 3 4 30 : 24 27
    4. (5.) TSV Gochsheim 16 7 4 5 36 : 24 25
    5. (4.) Unterspiesheim 15 7 4 4 34 : 28 25
    6. (8.) FSV Krum 16 8 1 7 33 : 27 25
    7. (6.) SV Riedenberg 16 7 3 6 23 : 20 24
    8. (7.) FC Strahlungen 15 7 3 5 27 : 30 24
    9. (9.) Oberschwarzach 13 5 6 2 31 : 20 21
    10. (10.) Wiesentheid 14 6 1 7 21 : 23 19
    11. (12.) FC Bad Kissingen 15 5 3 7 13 : 24 18
    12. (11.) TSV Forst 15 6 2 7 31 : 27 17
    13. (13.) DJK Dampfach 15 4 2 9 18 : 23 14
    14. (14.) TSV Knetzgau 16 3 5 8 21 : 36 14
    15. (16.) TSV Rannungen 15 3 1 11 16 : 38 10
    16. (15.) SV Sömmersdorf 16 2 3 11 20 : 44 9

    SV Sömmersdorf/Obbach – TSV Rannungen 1:8 (1:2). Dass die Gäste als Sieger vom Platz gingen, überraschte vielleicht nicht, aber mit der Höhe des Erfolges war wirklich nicht zu rechnen. „Was unserem Spiel absolut gut tat“, so ein überglücklicher TSV-Trainer Klaus Seufert, „war die Tatsache, dass wir endlich einmal in Führung gegangen sind und nicht einem Rückstand hinterherrennen mussten“. Der Führungstreffer durch Benjamin Kaufmann löste die Bremsen beim bisherigen Schlusslicht, das Selbstvertrauen wurde auch nicht durch den Ausgleichstreffer gestört. Die Gastgeber kamen zwar auch zu guten Gelegenheiten, doch zum einen haperte es mit der Chancenverwertung, zum anderen erwies sich TSV-Keeper Florian Erhard bei Schüssen von Niklas Saal und Sebastian Schirmer bärenstark. Als Fabian Erhard den Ausgleichstreffer des Gegners mit der neuerlichen Führung zügig beantwortete, blieb die Seufert-Elf am Drücker. „Was ich danach erlebt habe, war natürlich sehr erfreulich“, informierte Seufert weiter, „gegen eine zunehmend entblößte Deckung haben wir etliche Konter gelaufen und bemerkenswerterweise auch alle in Treffer umgemünzt.“ Binnen vier Minuten erhöhten Daniel Kraus und der nicht zu bremsende Fabian Erhard. „Danach sind wir regelrecht in Euphorie geraten und haben das Ergebnis, das dann sicher zu hoch ausfiel, weiter hochgeschraubt.“

    Rannungen: Fl. Erhard – Keller, Berninger, Faulstich, Englert (81. Wolf) – Röder, P. Leurer, Kaufmann, Kraus (83. Weigand – Herbig (60. T. Stahl), Fa. Erhard. Tore: 0:1 Benjamin Kaufmann (12.), 1:1 Niklas Saal (29.), 1:2 Fabian Erhard (36.), 1:3 Benjamin Kaufmann (62.), 1:4 Daniel Kraus (72.), 1:5, 1:6 Fabian Erhard (75., 76.), 1:7 Timo Stahl (83.), 1:8 Fabian Erhard (88.).

    TSV Knetzgau – TSV Münnerstadt 4:1 (3:0). „Was da abgelaufen ist, war absolut grenzwertig“, berichtete angesäuert Gäste-Coach Thomas Dietz. Gemeint waren die Platzverhältnisse, die zu irregulären Bedingungen führten. Der Tabellendritte hatte durch Simon Snaschel eine erste gute Gelegenheit, lag dann aber nach drei Standardsituation schnell 0:3 zurück. Beim ersten Freistoß rutschte Keeper Lorenz Büttner weg, beim zweiten konnte Büttner dem Schlenzer von Lucas Wirth über die Mauer hinweg nur hinterherschauen. Beim dritten Freistoß musste er die glitschige Kugel prallen lassen, die dann Knetzgaus Spielertrainer Matthias Strätz versenkte. „Wir haben von Anfang an das Spiel kontrolliert, sind selbst nach dem frühen Ausfall von Philipp Müller nicht aus dem Rhythmus gekommen, waren aber nicht in der Lage, unsere Überlegenheit zu Treffern zu nutzen“, wusste Dietz. Die Bemühungen der Lauertaler, mit konstruktivem Spiel noch den Ausgleich zu schaffen, scheiterten am tiefen Untergrund und an den aggressiv agierenden Haßberglern. Diese bogen nach einem strittigen Strafstoß, Sebastian Köhler soll Wirth gefoult haben, endgültig auf die Siegesstraße ein. Daran änderte auch der Treffer, den Julian Göller mit einem Schuss aus zwölf Metern erzielte, nichts mehr. „Unter diesen Bedingungen, die ja kurzfristig wohl nicht besser werden, macht es weder den Spielern noch den Zuschauern Spaß“, so Dietz, der hofft, dass sich das Lazarett bis zum Derby am kommenden Sonntag gegen die 06-er lichtet.

    Münnerstadt: Büttner – Müller (63. Blank), Weber, Köhler, Markert – May (46. Katzenberger), Schmitt, J. Schmittzeh, Markart – Göller, Snaschel. Tore: 1:0 Alexander Barth (10.), 2:0 Lucas Wirth (16.), 3:0 Matthias Strätz (20.), 4:0 Raphael Schenk (60., Foulelfmeter), 4:1 Julian Göller (71.).

    FC Thulba – TSV Gochsheim 2:2 (0:1). „Der Punkt war ein Erfolg der Moral“, freute sich Bernd Ließ nach dem Abpfiff. Der FC-Abteilungsleiter hatte sich fast schon mit einer Niederlage abgefunden in einem Spiel, das nicht nur vom Tabellenstand her ein Spitzenspiel war. Was beide Mannschaften auf dem tiefgründigem Platz ablieferten, war aller Ehren wert. Mit gepflegtem Kurzpass-Spiel wurden die Angriffe bei hohem Tempo eingeleitet und so auch Torchancen produziert. Typisch eine Szene in der 9. Minute: Nach einem Eckball von Julian Wüscher scheiterte Manuel Hänelt mit einem Kopfball auf dem auf der Torlinie postierten TSV-Verteidiger Stefan Greulich, im Gegenzug grätschte Nico Kummer das Leder nach einem Flankenlauf von Dominik Demar freistehend am Neder-Tor vorbei. Nachdem Wüscher nach Steilpass von Victor Kleinhenz von einer Fußabwehr von Keeper Jan Deppert gestoppt wurde, gingen die Gäste in Führung. Ihr alles überragender Akteur, Yannick Sprenger, bestach durch vorzügliche Ballbehandlung bei hoher Geschwindigkeit, ließ zwei FCler durch Körpertäuschungen ins Leere laufen und bediente dann perfekt von der Grundlinie aus Nico Kummer, der den Ball über die Linie bugsierte. Bis zum Seitenwechsel verpassten Hänelt bei einem weiteren Kopfball (40.) und Wüscher per Freistoß (42.) den Ausgleich, durften aber froh sein, dass ein Flachschuss von Timo Kummer knapp am langen Eck vorbeiflog (45.).

    Sprenger trifft und verletzt sich

    Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde bei den Frankonen taktisch umgestellt. „Mit der Hereinnahme von Fabian Düsterwald wollte ich unser Flügelspiel befeuern“, so FC-Coach Kleinhenz. Doch daraus wurde erst einmal nichts, denn die Ruh/Riegler-Schützlinge versuchten sich an einer schnellen Vorentscheidung. Der Plan ging auf, weil Sprenger zu einem unwiderstehlichen Solo ansetzte, Maximilian Gah und Cedric Werner wie Slalomstangen behandelte und ins kurze Eck einschoss. Es spricht für die Moral des Tabellenführers, dass er im Angriff noch einmal eine Schippe drauflegte, aber zunächst Pech hatte, dass Wüscher nur den Pfosten traf (63.). Mit einem Freistoßschlenzer Richtung Torwarteck, Deppert wurde vom dazwischenlaufenden Marius Schubert irritiert, schafften die Frankonen den Anschlusstreffer. Zehn Minuten später auch den Ausgleich, als Schubert nach einer Düsterwald-Flanke und einem Wüscher-Zuspiel mit einem Schuss aus der Drehung erfolgreich war. Vier Minuten vor dem Abpfiff rettete Daniel Neder bei einem Weitschuss von Tino Kummer den Punkt, in der Nachspielzeit lenkte TSV-Verteidiger Dominik Baumann einen Schuss von Florian Heim mit Mühe um den Pfosten. Der Punkt war für die Gäste allerdings teuer erkauft, „ich werde wegen des Muskelfaserrisses, den ich mir in der Schlussphase zugezogen habe, in diesem Jahr wohl nicht mehr spielen können“ , so er vom Platz humpelnde Sprenger.

    Thulba: Neder – M.Gah, Werner, Hänelt, Happ – Wüscher, Kleinhenz, Fl. Heim, Kaufmann (46. Düsterwald) – Huppmann, Schubert. Tore: 0:1 Nico Kummer (36.), 0:2 Yannick Sprenger (53.), 1:2 Tobias Huppmann (74.), 2:2 Marius Schubert (84.).

    FC 06 Bad Kissingen – DJK Dampfach 2:1 (1:1). Die 06-er feierten vor nur 45 Zuschauern im Sportpark den erhofften Heimsieg. „Wonach es zunächst nicht aussah, denn wie vor acht Tagen haben wir die Anfangsviertelstunde total verschlafen und sind nicht unverdient gegen dynamische Dampfacher in Rückstand geraten“, berichtete Coach Mario Wirth. Die Gastgeber, die im ersten Durchgang nie richtig den Spielfaden fanden, kassierten den Gegentreffer, als DJKler Tim Wagner „mit einer sauberen Bogenlampe“ ins lange Eck Keeper Jörg Schaffelhofer das Nachsehen gab. Eine Viertelstunde später erlitten die Kurstädter einen weiteren Rückschlag, als sich Darko Aleksoski das Knie verdrehte und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Der für ihn ins Spiel beorderte Max Hüfner war maßgeblich an der Ergebniswende beteiligt. Kurz vor dem Seitenwechsel startete er von der Mittellinie aus einen Flankenlauf, beförderte das Leder Richtung kurzen Pfosten, wo der heranstürzende Florian Thurn mit dem Kopf einen Tick schneller am Ball war als sein Gegenspieler. Mit dem psychologisch wichtigen Ausgleichstreffer im Rücken, bestimmten die Saalestädter das Geschehen im zweiten Durchgang. Nach einer weiteren Hüfner-Flanke, diesmal auf den langen Pfosten gezogen, nickte Ruslan Zhyvka zum 2:1 ein. Wenig später musste auch Hüfner vorzeitig den Platz verlassen. „Nach einem Zusammenprall wurde ihm schwindlig“, haderte sein Coach mit dem Verletzungspech in diesem bis zum Schlusspfiff spannenden Spiel. „Die Spannung hätten wir uns ersparen können, wenn wir in der Schlussphase wenigstens einen unserer guten Konter abgeschlossen hätten. Das und die Konzentration vom Anpfiff weg muss beim anstehenden Derby in Münnerstadt besser werden“, so Wirth.

    Bad Kissingen: Schaffelhofer – Schmitt, Heilmann, Greubel, Füller – Aleksoski (26. M. Hüfner, 73. Gergely), Laus (64. Rottenberger), Heimerl, Stöth – Thurn, Zhyvka. Tore: 0:1 Tim Wagner (11.), 1:1 Florian Thurn (41.), 2:1 Ruslan Zhyvka (67.).

    FC Geesdorf – SV Riedenberg 4:2 (2:1). „Ich habe die Riedenberger noch nie so stark erlebt wie diesmal“, lobte FC-Coach Hassan Alremeithi den Gegner, „entgegen früheren Zeiten, als vorwiegend mit langen Bällen gearbeitet wurde, wurde diesmal über gefällige Kombinationen der Erfolg gesucht“. Dass es dennoch für die Grün-Weißen nicht zum Punktgewinn reichte, lag daran, dass man den FC-Torjäger Mohamed Remaithi nicht entscheidend ausschalten konnte und die Chancenverwertung unbefriedigend war. Den frühen Rückstand, Remaithi schob die Kugel nach einer Hereingabe ins kurze Eck, beantworteten die Kubo-Mannen mit dem sofortigen Ausgleich durch den abgefälschtenr Schuss von Christoph Dorn. Die Platzherren hatten nach einer halben Stunde die neuerliche Führung auf dem Fuß, doch Florian Dorn behielt in einer 1:1-Situation gegen Stefan Weiglein die Oberhand. Geschlagen geben musste sich der SV-Torhüter dann doch beim Kopfballtreffer von Remaithi. Die Rhöner zeigten sich unbeeindruckt, kamen mit Elan aus der Kabine und schafften nach einem schnell ausgeführten Freistoß den Ausgleich. „Da gab es dann brenzlige Situationen für uns“, so Alremeithi, „bei einem Pfostenschuss von Patrick Barthelmes hatten wir auch Glück“. Die Steigerwälder gingen nach dem bewährten Muster ein drittes Mal in Führung, nach einem Angriff über die linke Seite landete die Kugel bei Remaithi, der diese überlegt im langen Eck versenkte. Mit frischen Kräften wollte Marius Kubo noch den erhofften und nicht unverdienten Punktgewinn erzwingen, doch der Erfolg blieb aus. In eine entblößte SV-Deckung setzte der Tabellenzweite einen Konter, den Stefan Weiglein nach einem Querpass freistehend nutzte. „Unser Sieg geht in Ordnung, weil wir in der Offensive einfach cleverer waren“, so Remaithi.

    Riedenberg: Fl. Dorn – Spahn, Schöppach, Vorndran, F. Carton (16. N. Schumm) – Gebhart, B. Carton, Ch. Dorn, Barthelmes – Ph. Dorn (83. Schäfer), Lormehs (80. Wich). Tore: 1:0 Mohamed Remaithi (5.), 1:1 Christoph Dorn (7.), 2:1 Mohamed Remaithi (42.), 2:2 Christoph Dorn (53.), 3:2 Mohamed Remaithi (71.), 4:2 Stefan Weiglein (90.).

    Außerdem spielten

    FSV Krum – TSV Forst 3:1 (2:0). Tore: 1:0, 2:0 Max Witchen (39., 41.), 2:1 Tobias Düring (75.), 3:1 Thomas Durst (80.).

    Von unserem Mitarbeiter Peter Balthasar

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