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    FUßBALL: SPITZEN-SPIELER

    Der Kopf wird lieber zum Denken benutzt

    Mit 1,90 Meter hat Patrick Häfner Gardemaß, aber beim Toreschießen benutzt der Spieler der TSVgg Hausen bevorzugt den Fuß

    Ein durch und durch entspannter Torjäger: Patrick Häfner (links) von der TSVgg Hausen. Foto: Archiv

    „Wir wollen auf jeden Fall oben mitspielen. Das macht einfach mehr Spaß“, sagt Patrick Häfner, der in dieser Saison für die TSVgg Hausen schon zehn Tore geschossen hat. „Zehn Tore sind gar nicht so viel, ich hätte eigentlich noch mehr Treffer machen müssen“, sagt der Student der Energie- und Gebäudetechnik. Mit seinem Ausgleichstreffer gegen die Ramsthaler Reserve hat Häfner sein Team am Sonntag auf Kurs gehalten. Durch Tobias Burigks Tor kurz vor Schluss gelang den Hausenern ein wichtiger Auswärtserfolg. „Der Trainer will, dass wir hinten zunächst einmal sicher stehen. Daher spielen wir meistens auch nur mit einem Stürmer“, sagt Häfner, der seit seinem fünften Lebensjahr Mitglied bei der TSVgg Hausen ist. Und sich dort pudelwohl fühlt. „Derzeit sind Semesterferien, da kann ich auch unter der Woche ins Training kommen.“ Das Studium nämlich hat den Hausener an die FH nach Erfurt verschlagen. Für Trainer Thomas Heydrich ist Patrick Häfner ein Leistungsträger, den er aber weniger als reinen Stürmer, sondern viel eher als „hängende Spitze“ sieht. „Direkt im Sturm spielt meistens Chris Kraus. Patrick Häfner kommt eher aus dem Mittelfeld und sucht so seine Chancen.“

    Besonders bemerkenswert findet der Coach die Schnelligkeit und Wendigkeit des 1,90 Meter großen Offensivmannes. „Das ist bei uns im Team schon eine Besonderheit und zeichnet ihn wirklich aus“, lobt der Coach. „Auch das Zusammenspiel in der Offensive mit seinen Mitspielern klappt hervorragend.“ Für Häfner selbst ist das Kicken ein willkommener Ausgleich zum Studium und zur Arbeit. Bei Helfrich Ingenieure in Bad Kissingen kann er das theoretisch Erlernte umsetzen und anwenden. So gelingt die ständige Verzahnung von wissenschaftlichem und praxisnahem Arbeiten. Eine echte Win-Win-Situation für beide Seiten. Auch und gerade in den Semesterferien ist Häfner beim Ingenieurbüro Helfrich im Einsatz. „Das ist eine tolle Sache.“ Ob die Hausener am Ende der Saison wirklich noch ein Wörtchen in Sachen Meisterschaft mitreden können, ist für Häfner nicht unbedingt entscheidend. „Wichtig ist, dass wir oben mithalten können und ein gutes Team haben. Das passt im Moment auf jeden Fall sehr gut.“ In Sachen Profifußball interessiert sich Häfner sehr für Real Madrid. „Einen Cristiano Ronaldo spielen zu sehen, ist immer noch etwas Besonderes. “ Mit seiner Rolle als Goalgetter der TSVgg Hausen geht Häfner recht entspannt um: „Wenn mich der Trainer ins defensive Mittelfeld stellt, dann spiele ich auch da sehr gerne.“ Nur in einer Sache ist sich Häfner mit dem Coach nicht ganz einig. Heydrich lobt die große Kopfballstärke seines Schützlings. „Mit dem Fuß spiele ich aber bedeutend lieber. Kopfbälle sind nicht meine Lieblingssache. Zur Not köpfe ich den Ball bei einer Ecke gegen uns hinten raus. Aber das sollte man mit einer Körpergröße von 1,90 Metern ja auch beherrschen.“

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