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    BAD KISSINGEN

    Müde Körper wollen vollen Einsatz zeigen

    Handball (ba) 3. Liga HSC Bad Neustadt – TV Großsachsen (Samstag, 19.30 Uhr) Im letzten Heimspiel des Jahres wollen die Spieler des HSC Bad Neustadt (5./13:11) natürlich noch einmal zwei Punkte einfahren.

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    3. Liga HSC Bad Neustadt – TV Großsachsen (Samstag, 19.30 Uhr)

    Im letzten Heimspiel des Jahres wollen die Spieler des HSC Bad Neustadt (5./13:11) natürlich noch einmal zwei Punkte einfahren. Die Voraussetzungen dafür sind gut, doch die Favoritenstellung der Kurstädter relativiert sich sofort, denn der punktemäßige Abstand zum TV Germania Großsachsen (11./11:13) ist minimal. Allein diese Konstellation spricht für die Ausgeglichenheit der Liga. „Bei jeder Niederlage fällst du sofort um einige Plätze in der Tabelle zurück, bei einem Sieg befindest du dich dann fast schon wieder im Aufstiegskampf“, beleuchtet HSC-Coach Margots Valkovskis die verrückte Ligasituation kurz vor Ende der Vorrunde.

    Niederlage für beide Teams

    Beide Teams erlitten zuletzt eine Niederlage, die des HSC in Northeim war ärgerlich, weil man doch zumindest einen Punkt verdient gehabt hätte. Aber auch irgendwo logisch, „denn der Gegner war in der Schlussphase einfach ausgeruhter“, so der HSC-Trainer, der seinen Schützlingen keinen Vorwurf für den Misserfolg machen wollte. Anders sah dies schon bei der „Germania“ aus, die nach einer 27:30-Heimniederlage gegen die MSG Groß-Bieberau/Modau das kurzfristige Ziel, zu einem positiven Punktekonto zu kommen, verpasste.

    Als Hauptgrund sah TV-Coach Stefan Pohl die schlechte personelle Situation an – und kann in dieser Hinsicht dem Kollegen Valkovskis die Hand reichen. Musste dieser wochenlang auf Konstantin Singwald, Martin Bieger, Vilim Leskovec und Felix Wolf verzichten und konnte zeitweise Gary Hines nur dezent zum Einsatz bringen, hat es die Ballkünstler von der Bergstraße noch schlimmer erwischt. Diese verloren zum Saisonauftakt ihren Spielmacher Denny Purucker, der wegen eines Kreuzband-, Innenband- und Meniskusrisses in dieser Saison kein Spiel mehr bestreiten wird. Kaum hatte Jan Grammel die verwaiste Position übernommen, zog sich dieser einen Knorpelschaden im Knie zu. Zeitpunkt der Rückkehr: ungewiss.

    Torgarant Triebskorn

    Der Schock im Team und bei den Verantwortlichen steigerte sich, als sich wenig später Kapitän Jonas Gunst einer Schulteroperation unterziehen musste. Da fiel schon fast nicht mehr die Verletzung von Rechtsaußen Simon Spilger ins Gewicht, der auf dem Schulberg allerdings mitwirken soll. Trotz dieser Personalmisere, zeitweise wurde der Kader mit A-Junioren aufgefüllt, sind die nun von Robin Unger auf zentraler Position geführten Nordbadener nicht zu unterschätzen. „Vor zwei Wochen hat Großsachsen bei den heimstarken Hanauern einen Punkt geholt, das sollte für uns Warnung genug sein“, so Margots Valkovskis, dessen Defensive insbesondere auf einen Rückraumakteur achtgeben sollte. Jan Triebskorn hat bislang 67 Treffer erzielt, und zwar bis auf drei alle aus dem Feld heraus. Damit ist dessen Quote besser als bei allen anderen Spieler, die vor ihm in der Liga-Torschützenliste geführt sind.

    Anfällig in der Abwehr

    Eine Schwäche der Gäste scheint die Defensive zu sein, deren Torhüter Marius Friebel und Sandro Sitter haben bislang vierzig Gegentore mehr hinnehmen müssen als Nick Weber und Felix Schmidl. „Diesen Vorteil sollte auch der Schlüssel unseres Erfolges werden“, so der HSC-Trainer, „wir müssen in der Defensive einfach kompakt stehen, wobei die Deckungsvariante natürlich nicht verraten wird“. Dies tat auch Stefan Pohl nicht, der wie auch die anderen sportlich Verantwortlichen den HSC hochpreist und sich in einer Außenseiterrolle sehen. Man will scheinbar die Saalestädter in Sicherheit wiegen. „Was aber nicht der Fall sein wird. Meine Spieler wissen, dass einem nichts geschenkt wird und wir nur dann punkten können, wenn wir die Müdigkeit, unter der aber auch Großsachsen leidet, vergessen und ganz konzentriert und über die volle Spielzeit Dominanz ausstrahlen“, sagt Valkovskis.

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