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    Krisengipfel bleibt ohne Sieger

    Schaut nicht unbedingt gewollt aus, ist aber allemal artistisch, was der Oberthulbaer Steffen Gerlach hier unserem Fotog...

    Fussball

    Kreisklasse Rhön 1

    DJK Kothen – FSV Schönderling 1:1
    BSC Lauter – FC Hammelburg 3:1
    TSV Oberthulba – TSV Wollbach 0:2
    TSV Reiterswiesen – DJK Schondra 1:4
    SV Morlesau/Windheim – SV Obererthal 2:1

    1. (1.) SC Diebach 18 10 6 2 42 : 20 36
    2. (2.) FC Westheim 17 9 3 5 42 : 22 30
    3. (3.) TSV Reiterswiesen 18 8 4 6 35 : 36 28
    4. (5.) SV Morlesau/Windheim 18 6 9 3 26 : 24 27
    5. (6.) TSV Wollbach 17 7 5 5 29 : 20 26
    6. (4.) TSV Oberthulba 17 7 5 5 27 : 24 26
    7. (7.) DJK Schondra 17 6 7 4 27 : 27 25
    8. (8.) BSC Lauter 18 6 6 6 27 : 28 24
    9. (9.) SV Obererthal 17 3 9 5 29 : 35 18
    10. (10.) FC Hammelburg 19 4 3 12 24 : 39 15
    11. (11.) DJK Kothen 17 4 3 10 21 : 42 15
    12. (12.) FSV Schönderling 19 2 8 9 25 : 37 14

    DJK Kothen – FSV Schönderling 1:1 (1:0). Der Rhöner Krisengipfel hatte es erwartungsgemäß in sich. Für beide Teams ging es auf seifigem Geläuf längst um Alles oder Nichts, zumal die dünne Personaldecke wenig Hoffnung auf sportliche Sensationen zum Saisonende macht. Für die Schönderlinger, die zwei Spiele mehr als einige andere Mitbewerber auf dem Buckel haben, droht ausgerechnet der 700. Geburtstag der Heimatgemeinde zum Abstiegsjahr zu werden. „Große Spielkultur war angesichts der Ausgangssituation nicht zu erwarten“, sagte Kothens Pressesprecher Daniel Vogler. Als Manuel Bug nach einem langen Freistoß nachsetzte und den Ball in den Schönderlinger Strafraum brachte, hielt Unglücksrabe Fabian Schroll den Fuß dazwischen und traf in die eigenen Maschen. „Zunächst hatte Kothen mehr vom Spiel, aber die Schönderlinger machten besonders nach der Pause ordentlich Druck.“ Ein 20-Meter-Schuss von Christian Knüttel knallte an den Kothener Pfosten. „Dass die Gäste doch noch den Ausgleich machen, war angesichts des Spielverlaufs auch verdient. Für beide Mannschaften ist ein Punkt gegen den Abstieg aber natürlich zu wenig.“

    Tore: 1:0 Fabian Schroll (4., Eigentor), 1:1 Sven Caesar (65.).

    TSV Reiterswiesen – DJK Schondra 1:4 (0:0). Torlos blieb der erste Durchgang in den Gößleswiesen. Und das war gar nicht mal so überraschend, denn schon in der Hinserie hatte es bei diesem Aufeinandertreffen keinen Sieger sowie eine enttäuschende Nullnummer gegeben. Doch nach gut einer Stunde Spielzeit wendete sich das Blatt zugunsten der Storch-Elf. Und die bis dahin ziemlich ereignisarme Partie nahm so richtig Fahrt auf. „Wir gehen personell im Moment voll auf dem Zahnfleisch. Zwar hatten wir im ersten Durchgang gute Chancen durch Felix Mast, Niklas Rausch und Mirko Zimmermann. Aber wir waren mit dem schnellen und gekonnten Flügelspiel der Gäste teilweise richtig überfordert“, berichtete Tobias Vogel. „Die Einwechslung von Florian Heller hat uns dann das Genick gebrochen. Timo Schneider hatten wir eigentlich gut im Griff, aber als Florian Heller kam, hat er ein Tor nach dem anderen vorbereitet.“ Wenigstens gelang Tobias Windberg mit einem tollen 35-Meter-Gewaltschuss in den Winkel noch der Ehrentreffer. „Wir haben das schon in der Winterpause befürchtet, dass es personell richtig eng wird zum Saisonfinale. Glücklicherweise haben wir in der Vorrunde fleißig Punkte gesammelt. Sonst würde es noch einmal verdammt eng für uns.“

    Tore: 0:1 Florian Heller (69.), 0:2 Kevin Klüber (73.), 0:3, 0:4 Kilian Markart (75., 92.), 1:4 Tobias Windberg (93.).

    BSC Lauter – FC Hammelburg 3:1 (2:0). „Wir haben diesmal von Anfang an Druck gemacht und endlich mal wieder souverän wichtige drei Punkte eingefahren“, jubelte Lauters Abteilungsleiter André Lang. „Von den Hammelburgern war nur sehr wenig zu sehen, aber fast hätten sie wie aus dem Nichts den Führungstreffer gemacht. Das hätte nach 35 Minuten den Spielverlauf aber auf den Kopf gestellt.“ Den Bann brach Daniel Metz, als er bei einem Eckball aus kürzester Distanz nur den Fuß hinhalten musste. „Wir hätten allerdings davor schon in Führung gehen müssen. Auch nach der Pause zeigte sich das gleiche Bild, wir waren am Drücker und haben nicht nachgelassen. Die Hammelburger hätten sich nicht beschweren können, wenn sie mit fünf oder sechs Gegentreffern nach Hause fahren.“ Dass der FC aufgrund eines berechtigten Strafstoßes noch einmal herankam, konnte den BSC überhaupt nicht schocken. „An unserem Sieg haben wir nie Zweifel aufkommen lassen, auch nach unserem Gegentreffer kam vom den Gästen wenig. Ich hatte nie die Befürchtung, dass wir das Spiel noch aus der Hand geben.“

    Tore: 1:0, 2:0 Daniel Metz (39., 44.), 3:0 Simon Kessler (68., Foulelfmeter), 3:1 Marian Wiesler (74., Foulelfmeter).

    SV Morlesau/Windheim – SV Obererthal 2:1 (1:1). Zunächst knüpfte der Aufsteiger an die schwachen Leistungen der Vorwochen an und ließ zu wenig Selbstvertrauen erkennen. Obererthals Mann für alle Fälle, David Böhm, roch den Braten und setzte sich beim Führungstreffer clever gegen zu schlafmützig agierende Platzherren durch. In einer extrem unübersichtlichen Situation im Obererthaler Strafraum behielt Manuel Doschko den Überblick und schob ein. „Der Ausgleich aus dem Getümmel heraus war natürlich etwas glücklich“, berichtete Stefan Brustmann. „Aber nach der Pausenansprache sind wir endlich so richtig präsent auf dem Platz gewesen und haben uns steigern können. Im zweiten Durchgang war allen klar, um was es in dieser Partie noch geht.“ Vom Kreidepunkt aus brachte Spielertrainer Steffen Weigand die Gastgeber in Front. „Natürlich mussten wir am Ende noch etwas zittern. Aber den Sieg haben wir uns aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung wirklich verdient. Jetzt können wir endlich wieder befreiter aufspielen.“

    Tore: 0:1 David Böhm (10.), 1:1 Manuel Doschko (32.), 2:1 Steffen Weigand (75., Foulelfmeter).

    TSV Oberthulba – TSV Wollbach 0:2 (0:1). Es wollte kein richtiger Spielfluss aufkommen auf dem Hassenbacher Sportplatz. Also nahm Alkan Kadriev seinen ganzen Mut zusammen und hämmerte das Leder aus der Distanz unhaltbar unter das Quergebälk. „Das war ein richtiger Sonntagsschuss und leider auch der Knackpunkt im Spiel“, berichtete Oberthulbas Keeper Philipp Metz. „Zu viel spielte sich im Mittelfeld ab. Es war insgesamt sehr wenig geboten“, lautete das Fazit von Metz. „Am Ende werfen wir noch einmal alles nach vorne und drängen auf den Ausgleich. Aber dann fangen wir uns auch noch einen Konter ein, den die Gäste clever abschließen.“ Und so standen die TSVler etwas geknickt mit leeren Händen da. „Wenn dieser eine Sonntagsschuss nicht gewesen wäre, geht das Spiel vielleicht Null zu Null aus. Oder ganz anders. So aber war es einfach viel zu wenig für uns.“

    Tore: 0:1 Alkan Kadriev (29.), 0:2 Philipp Kirchner (90.).

    Von unserem Mitarbeiter Sebastian Schmitt

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