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    AARHUS / MÜNNERSTADT

    Glänzende Leistungen

    Martina Greithanner vom TSV Münnerstadt gewann bei den Senioren-Europa-Meisterschaften der Leichtathleten Silber im Diskuswurf der W40 und Bronze beim Kugelstoßen. Ihre Teamgefährtin Iris Heid eroberte im Hochsprung der W50 den Bronzerang. Rund eine Woche lang weilten Europas beste Senioren-Leichtathleten zu den kontinentalen Titelkämpfen im dänischen Aarhus.

    Martina Greithanner vom TSV Münnerstadt gewann bei den Senioren-Europa-Meisterschaften der Leichtathleten Silber im Diskuswurf der W40 und Bronze beim Kugelstoßen. Ihre Teamgefährtin Iris Heid eroberte im Hochsprung der W50 den Bronzerang. Rund eine Woche lang weilten Europas beste Senioren-Leichtathleten zu den kontinentalen Titelkämpfen im dänischen Aarhus.

    Nur eine Woche, nachdem Martina Greithanner bei den Bayerischen Aktiven-Meisterschaften zwei Medaillen gewonnen hatte, gab es für sie bei den Senioren-Europameisterschaften erneut Edelmetall. Im Kugelstoßen lief es so richtig rund bei der 42-jährigen Bezirks-Rekordhalterin der Aktiven. Bei den Landesmeisterschaften kam sie mit der vier Kilogramm schweren Kugel erstmals nach einigen Jahren wieder knapp über 13 Meter. Jetzt in Aarhus gelang ihr das gleich in fünf ihrer sechs Versuchen. Ihr bester Stoß wurde mit starken 13,31 Metern gemessen. Damit holte sie mit großem Vorsprung auf die Viertplatzierte Bronze. Zum Silber, das sich die Weißrussin Vera Yepimashk sicherte, fehlten der Sportlehrerin am Münnerstädter Gymnasium nur 36 Zentimeter. Gold ging erwartungsgemäß an Nadine Kant und somit ebenfalls nach Deutschland.

    Ärger über den Kampfrichter

    „Mein bester Kugelstoßwettbewerb seit vielen Jahren. Mit so einer Leistung habe ich zu Saisonbeginn nicht annähernd gerechnet“, freute sich Martina Greithanner nach dem Wettkampf. Die Freude wich ihr aber nach dem ersten Versuch im Diskuswurf, der offensichtlich sehr weit war. „Aber der Kampfrichter hat da gar nicht hingeschaut und den Aufprall einfach nach hinten verlegt. So etwas habe ich bisher noch nicht erlebt“, beschwerte sich Martina Greithanner. Es dauerte einige Zeit, bis sie sich wieder richtig auf ihre Technik konzentrieren konnte. Im fünften Versuch beförderte sie ihren ein Kilogramm schweren Diskus auf sehr gute 44 Meter. Letztmals bei ihrem WM-Titel vor vier Jahren warf sie weiter. Den Euromeister-Titel verpasste sie im Diskuswurf in Aarhus lediglich um elf Zentimeter. Den sicherte sich mit Bianca Overkamp eine andere deutsche Werferin.

    Nur zwei Italienerinnen besser

    Als Iris Heid bei 1,40 Meter als letzte Springerin in den Hochsprungwettbewerb der Altersklasse W50 einstieg, waren die ersten Sportlerinnen bereits ausgeschieden. Die 50-Jährige meisterte diese Höhe gleich im ersten von drei möglichen Versuchen. Auch für das Überqueren der 1,43 Meter reichte ihr ein einziger Sprung. Außer Iris Heid schafften diese Höhe nur noch zwei Italienerinnen, somit durfte sich die TSVlerin da schon über eine sichere Medaille freuen. Während ihre südeuropäischen Konkurrentinnen die folgende Höhe von 1,46 Meter noch bewältigten und damit Gold und Silber holten, musste Iris Heid nach dem ersten Versuch den Wettkampf verletzungsbedingt aufgeben. „Ich bin mit dem Kopf gegen die Lattenauflage gestoßen und habe mir dabei eine Platzwunde zugezogen“, berichtet sie. Dennoch dürfte sich die mehrfache Deutsche Seniorenmeisterin über Bronze gefreut haben.

    Der Münnerstädter Wilfried Heppt, der seit geraumer Zeit das Trikot der TG Würzburg trägt, hatte sich für den Weitsprung der Altersklasse M50 qualifiziert. Allerdings verpasste er mit seinen erzielten 5,21 Metern das Finale der besten Acht und damit die Chance auf drei weitere Versuche. Im Endklassement verbuchte er den 15. Rang dieser EM.

    snr

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