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    Der dreckige Sieg hätte gut getan

    Fussball Landesliga Nordwest FC Fuchsstadt – TSV Karlburg 2:2 (1:1) Der beste Mann auf dem Platz? War diesmal der Mann mit der Pfeife. Hut ab, Simon Marx.

    Auf tiefem Geläuf war der hohe Ball oft die logische Folge. Und manchmal auch das hohe Bein, wie hier vom Karlburger And... Foto: Hopf

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    Landesliga Nordwest FC Fuchsstadt – TSV Karlburg 2:2 (1:1)

    Der beste Mann auf dem Platz? War diesmal der Mann mit der Pfeife. Hut ab, Simon Marx. Der Regionalliga-Schiedsrichter und seine beiden Assistenten waren vorzügliche Leiter dieser Begegnung, die insbesondere nach dem Wechsel heiß umkämpft war. Lediglich zwei gelbe Karten hatte der 31-Jährige zücken müssen, der in Sachen Körpersprache und Kommunikation vorbildlich agierte. Komplimente verdiente sich auch der Gast – zumindest in den ersten 45 Minuten. Solange der Hauptplatz halbwegs bespielbar war, kredenzte die Elf von Patrick Sträßer einen gepflegten Fußball. Auch deshalb, weil es die Füchse einfach nicht verstanden, die Kreise von TSV-Spielmacher Manuel Römlein entscheidend zu stören. Karlburgs Kapitän wurde gesucht und immer wieder gefunden. Eine Römlein-Flanke war Ausgangspunkt des ersten Treffers der Partie, als Steffen Bachmann unbedrängt per Kopf einnetzen durfte. Mangelnde Zuordnung und schlechtes Passspiel – die Gastgeber machten sich in Halbzeit eins das Leben selbst schwer.

    Überschaubarer Offensivdrang

    „Wir hatten hochprozentige Chancen und hätten ein zweites Tor nachlegen müssen“, sagte später Karlburgs Co-Trainer Daniel Diroll. Meinte damit das missglückte Zuspiel von Erik Schnell-Kretschmer, der es selbst hätte probieren sollen. Oder die Gelegenheiten für Römlein und Sebastian Stumpf, als FC-Schlussmann Sven Eyrich zur Stelle war. Fuchsstadts Offensivdrang blieb überschaubar. Die Freistoßflanke von Florian Seidl verpassten gleich drei FCler und nach einem geblockten Schuss von Jogo Feser, platzierte Harald Bayer in aussichtsreicher Position das Leder nicht präzise genug. Der Ausgleich fiel kurz vor der Pause dennoch, weil nach einer kurz ausgeführten Ecke sich Feser zum Kopfball hochschraubte nach der Flanke von Dominik Halbig. Auf einmal ging es rund. Erst klatschte der Kopfball von Karlburgs Sebastian Stumpf an die Latte, dann verfehlte auf der Gegenseite Pascal Schmitt knapp das Alu-Gestell.

    „Den Ausgleich kurz vor der Pause zu kassieren, war natürlich schlecht für uns. Danach haben wir es nicht mehr geschafft, die Zweikämpfe anzunehmen und haben Johhannes Feser nicht mehr in den Griff bekommen“, analysierte Diroll. Je tiefer der Platz wurde, umso mehr wühlten sich die Fuchsstädter in die Begegnung hinein. Jetzt stand TSV-Schlussmann Fabian Brand vermehrt im Blickpunkt, insbesondere bei Abschlüssen von Feser. Dem standen mehrere Kopfbälle von Sebastian Stumpf gegenüber, als Eyrich zupackte.

    Acht Punkte aus vier Spielen hatte die Halbig-Elf zuletzt gesammelt, und es schien ein weiterer Dreier möglich, als Dominik Halbig den starken Pass in die Tiefe von Christoph Schießer clever verwertete. „Da haben wir uns gelinde gesagt unglücklich verhalten“, fand Diroll, der daher unter dem Strich mit dem einen Punkt zufrieden war. Schon tief in der Nachspielzeit traf Innenverteidiger Tobias Wießmann per Kopf nach einem Eckball, den FC-Keeper Eyrich hätte verhindern können. „Hinten raus ist das Unentschieden natürlich ärgerlich. Aber unter dem Strich geht der Punkt in Ordnung. In der ersten Halbzeit waren wir ganz schwach, das war gar nichts. Danach wurde es besser“, machte es FC-Coach Martin Halbig kurz und bündig bei seiner Analyse. Kein Wunder, denn kalt und zugig war es geworden auf dem Kohlenberg, wo längst Glühwein für die treuen Fans gereicht wurde.

    Fuchsstadt: Eyrich – Baldauf, Lieb, Emmer, Schmitt – Pfeuffer, Bayer, Seidl (81. Halbritter), Bolz (61. Schießer) – Halbig, Feser. Tore: 0:1 Steffen Bachmann (18.), 1:1 Johannes Feser (45.), 2:1 Dominik Halbig (87.), 2:2 Tobias Wießmann (90.+3).

    Von Jürgen Schmitt

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