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    Not macht erfinderisch

    Fussball Landesliga FC Fuchsstadt – DJK Schwebenried/Schw. 3:2 (1:0) Die Skepsis im Umfeld wollte Martin Halbig partout nicht teilen. Dass ein halbes Dutzend aus der Stammbesetzung fehlte, machte Fuchsstadts Trainer nicht nervös, allenfalls erfinderisch.

    Kaum Raum zur Entfaltung hatten die Schwebenrieder im Spiel gegen den FC Fuchsstadt. Hier nehmen Philipp Pfeuffer (links... Foto: ssp

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    FC Fuchsstadt – DJK Schwebenried/Schw. 3:2 (1:0)

    Die Skepsis im Umfeld wollte Martin Halbig partout nicht teilen. Dass ein halbes Dutzend aus der Stammbesetzung fehlte, machte Fuchsstadts Trainer nicht nervös, allenfalls erfinderisch. Weshalb Wahl-Schwabe Tobias Stöth dann doch auflief. Sogar Marcel Plehn, der die freiwillige Auszeit vom Fußballsport für 90 Minuten auf Eis legte und wie seine Kollegen dank tadelloser Einstellung mit einem Derbysieg der besonderen Art belohnt wurde. Bemerkenswert auch die Leistung des 18-jährigen Frederik Döpfert, der als Außenverteidiger erstaunlich abgeklärt auftrat. „In der ersten Halbzeit haben wir das ordentlich gespielt, haben gut gestanden und wenig zugelassen. Da ist unser Plan aufgegangen“, bilanzierte Halbig. Gegen aufmerksam verteidigende FCler ließen die favorisierten Gäste vor 550 Zuschauern wenig Spielwitz erkennen. Und durften sich daher nicht über den Pausen-Rückstand beschweren, erzielt von Tobias Stöth nach einer Ecke von Dominik Halbig und einer Unsicherheit von DJK-Keeper Nikolas Herold. Nach dem Wechsel kam der große Regen. Und das 2:0 durch Neuzugang Florian Seidl, als Schwebenrieds Goalie den Schuss von Dominik Halbig zu kurz abwehrte.

    Der Trainersohn legte als einzige echte Sturmspitze ein sensationelles Laufpensum an den Tag und bekam bei seiner späten Auswechslung zu Recht Szenenapplaus. Bis dahin war reichlich passiert.

    Der Anschlusstreffer zum Beispiel durch Marcel Kühlinger im Anschluss an eine Ecke. „Die ersten 55 Minuten waren schlecht. Uns fehlte Leidenschaft, Mentalität und Lauffreude. Wir haben einfach zu wenig investiert und uns zu viele Fehlpässe erlaubt“, lautete die schonungslose Analyse von DJK-Trainer Thorsten Selzam. Hatten die Gäste die Rumpftruppe vom Kohlenberg auf die leichte Schulter genommen? „Das will ich niemandem unterstellen. Aber das war heute eindeutig zu wenig“, kommentierte Selzam, dessen Elf mit der Einwechslung von Goalgetter David Fleischmann (46.) gleich mehrere Gänge hochschaltete.

    Anspannung war da

    Mit vorzeigbaren Gelegenheiten für Weitschuss-Experte Deibl, Fleischmann und Jens Rumpel, die FC-Keeper Sven Eyrich zu mehreren Glanztaten zwangen, während der sehenswerte Fallrückzieher von Kühlinger über die Latte zischte. „Die Anspannung war natürlich da. Aber wir waren in den Zweikämpfen präsent. Und wir wussten nach dem guten Start, dass da was drin ist, auch wenn uns einige Spieler fehlten“, wollte der Ex-Stangenröther Eyrich mehr die Leistung seiner Vorderleute würdigen, die in der Endphase den dritten Treffer bejubelten durch den wunderbar ins kurze Eck gezirkelten Freistoß von Philipp Pfeuffer. Da schien längst die Sonne wieder, heiß ging es aber auch so her in der Schlussphase. „Der Schiedsrichter bringt Schwebenried zurück ins Spiel“, echauffierte sich Halbig, der vor dem Elfmeterpfiff ein „klares Stürmerfoul“ gesehen hatte. Yannick Deibl verkürzte vom Punkt, aber zu mehr sollte es für die Gäste in einer von Hektik geprägten Schlussphase nicht mehr reichen.

    Fuchsstadt: Eyrich – Stöth, Lieb, Emmert, Döpfert – Halbritter, Pfeuffer, Plehn, Graup (80. Schießer), Seidl – Halbig (90.+2 Böhm). Tore: 1:0 Tobias Stöth (25.), 2:0 Florian Seidl (53.), 2:1 Marcel Kühlinger (56.), 3:1 Philipp Pfeuffer (84.), 3:2 Yannick Deibl (87., Foulelfmeter).

    Von Jürgen Schmitt

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