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    Reichert fand's „grottenschlecht“

    Miserable Vorstellung der Haßfurter „Hawks im Derby gegen starke Gäste aus Bad Kissingen.

    Haßfurts Daniel Hora (rechts, im Zweikampf mit Kissingens Johan Larsson) schaltete sich immer wieder ins Haßfurter Angri... Foto: Ralf Naumann

    Eishockey

    Bayernliga Zwischenrunde Gruppe C

    EV Moosburg – EHC Königsbrunn 6:8
    EC Pfaffenhofen – ESV Buchloe 7:1
    ERV Schweinfurt – ERSC Amberg 6:0
    ESC Haßfurt – EC Bad Kissingen 3:9

    1. (1.) EC Bad Kissingen 6 38 : 17 15
    2. (2.) EHC Königsbrunn 6 33 : 30 12
    3. (3.) ERV Schweinfurt 5 24 : 13 11
    4. (6.) EC Pfaffenhofen 6 24 : 22 9
    5. (4.) ESV Buchloe 6 25 : 32 8
    6. (5.) EV Moosburg 6 28 : 35 7
    7. (7.) ERSC Amberg 6 16 : 32 4
    8. (8.) ESC Haßfurt 5 25 : 32 3

    ESC Haßfurt – EC Bad Kissingen 3:9 (1:3, 2:2, 0:4)

    Gespielt waren im Haßfurter Eisstadion gerade einmal vier Minuten und 34 Sekunden, als die Gäste aus Bad Kissingen beim Derby gegen die „Hawks“ einen Treffer erzielten. An sich nichts Außergewöhnliches. Doch Christian Masel traf zu diesem führen Zeitpunkt bereits zum zweiten Mal binnen 32 Sekunden ins Schwarze und markierte, nachdem Teamkollege Niko Grönstrand schon nach 41 Sekunden erfolgreich war, bereits das 0:3. „Wir haben es am Anfang völlig verpennt“, war Martin Reichert nach der Schlusssirene deshalb sehr niedergeschlagen.

    Kein Wunder, denn trotz des „Ehrentreffers“ im ersten Abschnitt durch Michal Babkovic, der eine tolle Kombination mit Jakub Sramek und Daniel Hora zum 1:3 abschloss (16.), sowie eines durchaus ebenbürtigen 2:2-Mitteldrittels, war aus Haßfurter Sicht nichts mehr zu retten. Deutlich mit 3:9 verloren die Hawks“ am Ende nicht nur die vierte Partie in der Verzahnungsrunde hintereinander, sondern kassierten zugleich – ausgerechnet in einem Derby – die höchste Heimpleite dieser bislang so erfolgreichen Saison.

    „Kissingen“, räumte Reichert fair ein, „war heute insgesamt eine Klasse besser.“ Zumindest in den ersten zehn Minuten sei seine Mannschaft zudem „nicht präsent“ gewesen. „Die Kissinger haben uns überrollt.“

    Tatsächlich schafften es die Hausherren, sich vor allem während der zweiten 20 Minuten gegen die individuelle Klasse im „Wolfsrudel“ erfolgreich zu wehren. Und beim Stand von 1:5 (Anton Seewald, 23., sowie Alexei Zaitsev, 31., ließen Haßfurts Torwart Michael Tscherepanow zunächst keine Chance) bekamen sie endlich auch den Lohn ihrer Arbeit: Der immens fleißige ESC-Jakub Sramek erzielte im Zusammenspiel mit Michal Babkovic und Daniel Hora das 2:5 (33.), während Phillip Bates die schönste ESC-Kombination des Abends zum 3:5 abschloss (35.).

    Trotz aller Bemühungen gelangen weitere Treffer allerdings nicht mehr – weder bis zum Ende des Drittels, noch im Schlussabschnitt. Stattdessen trumpften die Kurstädter wieder auf. Und relativ leicht schraubten Nikolai Zaitsev (2), Christian Masel und Cypas Domantas das Ergebnis sehr zur Freude der mitgereisten 70 Kissinger Fans in die Höhe. Zumindest eine zweistellige Klatsche blieb den „Hawks“ erspart.

    „Im letzten Drittel hat bei Bad Kissingern wieder alles geklappt und wir, ich weiß nicht. Bei uns so gut wie nichts. Es war heute einfach schrecklich“, nahm Reichert kein Blatt vor den Mund und fasste das Derby aus Haßfurter Sicht treffend mit einem Wort zusammen: „Grottenschlecht.“

    „Wir haben es am Anfang völlig verpennt“
    Martin Reichert, Trainer ESC Haßfurt

    Ziemlich angefressen war auch ESC-Stürmer Michael Breyer nach der Partie, die stellenweise einer Lehrstunde glich: „Derby verloren, drei Punkte verloren. Wir hatten uns das alles ganz anders vorgestellt“, sagte der 21-Jährige. Für ihn habe einerseits die hervorragende Technik und Schnelligkeit des alten und neuen Spitzenreiters eine Rolle gespielt. Andererseits aber auch die eigene Leistung. „Ich glaube, dass wir defensiv deutlich besser spielen können, als heute.“ Seine Devise: „Schnellstmöglich abhaken und am Freitag (gegen Amberg) wieder neu angreifen. Wir müssen einfach schauen, dass wir wieder eine Positivserie hinbekommen.“

    ESC Haßfurt: Tscherepanow, Dietz – Hora, Thebus, Stahl, Max Hildenbrand, Marco Hildenbrand, Bates – Kinereisch, Babkovic, Franek, Sramek, Dietrich, Stach, Breyer, Vollert. Schiedsrichter: Poschenrieder/Graf, Voigt. Zuschauer: 516 (70 aus Bad Kissingen). Tore für Haßfurt: 1:3 (17.) Babkovic (Sramek, Hora), 2:5 (33.) Sramek (Babkovic, Hora), 3:5 (35.) Bates (Babkovic, Kinereisch). Strafzeiten: Haßfurt 8/Bad Kissingen 14.

    ERV Schweinfurt – ERSC Amberg 6:0 (1:0, 2:0, 3:0)

    Es war ein Auftritt der Mighty Dogs ganz nach dem Geschmack von Trainer Zdenek Vanc: „Ich mag es nicht, wenn wir 9:6 oder 7:5 gewinnen“, war er nicht nur mit dem Ergebnis, sondern auch mit der Spielweise seiner Mannschaft sehr zufrieden. Denn beim 6:0 über die Oberpfälzer machten die Schweinfurter zunächst defensiv einen hervorragenden Job. Nach einem Abtasten im ersten Drittel, an dessen Ende ein 1:0-Vorsprung durch einen Powerplay-Treffer von Mathias Kohl (17.) stand, sorgten die Schweinfurter im Mitteldrittel durch zwei Tore von Dion Campbell bereits für klare Verhältnisse.

    Schweinfurt: Dirksen – Marquardt, Knaup, Kleider, Adam, Faust, Köder – Kohl, Campbell, Zajic, Trolda, Amrhein, Proks, Heckenberger, Manger, Grüner, Rabs. Haupt-Schiedsrichter: Wittmann. Zuschauer: 626. Tore: 1:0 (17.) Kohl (Knaup, Campbell 5-4), 2:0 (33.) Campbell (Knaup), 3:0 (39.) Campbell (Marquardt), 4:0 (51.) Adam (Trolda 5-4), 5:0 (53.) Trolda, 6:0 (54.) Kleider (Proks, Manger).Strafminuten: 16 + 10 Zajic/10 + 10 Heilman.

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