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    HAßFURT

    Drei Punkte für Petr Krepelka

    „Hawks“: Die Partie in Freising wird zum Benefizspiel für Petr Krepelka

    Petr Krepelka absolviert derzeit in der Unfallklink in Murnau seine Reha nach seinem schweren Unfall Mitte Oktober 2017.... Foto: Ralf Naumann

    Eishockey (rn)

    SE Freising – ESC Haßfurt (Freitag, 20.15 Uhr)

    Schock und Entsetzen: Als Petr Krepelka am 15. Oktober des vergangenen Jahres bei einem Angriff im Auswärtsspiel der Haßfurt „Hawks“ in Freising unmittelbar vor dem Tor ohne Fremdeinwirkung ins Straucheln geriet, mit voller Wucht in die Bande knallte und dort regungslos liegen blieb, herrschte blankes Entsetzen.

    Knapp drei Monate später ist der sofort notoperierte und lange im künstlichen Koma liegende junge Tscheche nach einem Bruch des fünften Halswirbels zwar weiterhin im Murnauer Unfallkrankenhaus, doch es geht Schritt für Schritt etwas bergauf, wie Haßfurts Trainer Martin Reichert kurz vor dem Wiederholungsspiel am Freitagabend um 20.15 Uhr deutlich macht. „Allerdings“, schränkt er im selben Atemzug ein, „ist es noch ein langer Weg für ihn. Im Augenblick geht es aber stetig etwas weiter. Das war auch für uns das schönste Weihnachtsgeschenk.“

    Und auch wenn Krepelka am Freitagabend nicht dabei ist, steht er aufgrund der Solidarität der Freisinger doch im Mittelpunkt. Sie machen die Begegnung zugunsten des 22-Jährigen zu einem „Benefiz-Event“. So hat sich die Führungsmannschaft des BEV angekündigt und übernimmt zusätzlich die anfallenden Schiedsrichterkosten, die normalerweise der Heimverein zahlen muss. Außerdem fließen sämtliche Eintrittsgelder in einen großen Topf für Petr Krepelka, ebenso ein Euro von jedem verkauften Bier am Kiosk sowie der Erlös aus einem Pausen-Puck-Spiel.

    „Eine tolle Aktion“, freut sich nicht nur Martin Reichert, der nach wie vor regen Kontakt mit dem Tschechen und dessen Familie hält und schon mehrmals in Murnau war.

    Aus sportlicher Sicht geht es für die „Hawks“ beim letzten Auswärtsspiel der Vorrunde mindestens noch um die Verteidigung von Platz 2. Dieser wäre ihnen selbst bei einer Verlängerungsniederlage sicher, denn bei möglicher Punktgleichheit am Ende mit Bad Kissingen und Schweinfurt hätten die Haßfurter angesichts des direkten Vergleiches jeweils die Nase vorn.

    Doch an einen Sieg der Gäste auch im zweiten Aufeinandertreffen zweifelt eigentlich niemand im Lager des ESC: „Wir wollen natürlich mit einem weiteren Sieg die Vorrunde beenden, uns die Chancen auf Platz 1 aufrecht erhalten und uns weiteres Selbstvertrauen für die anstehende Verzahnungsrunde holen“, macht Martin Reichert deutlich, dass es sich nicht um ein Freundschaftsspiel handelt.

    Sollten die „Hawks“ die Vorrunde als „Spitzenreiter“ beenden (dafür dürfte Amberg in seinen Partien in Vilshofen sowie gegen Burgau maximal vier Punkte einfahren), hätten die Haßfurter zum Auftakt der Verzahnungsrunde am Freitag, 19. Januar, eine Auswärtspartie beim Tabellenletzten der Bayernliga, derzeit der EV Moosburg. Als Tabellenzweiter würden sie dagegen mit einem Heimspiel gegen Schongau (aktuell Platz 12 in der Bayernliga) starten.

    Aufgebot ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Dietz – Hora, Thebus, Stahl, Marco Hildenbrand, Max Hildenbrand, Bates (?) – Kurz (?), Trübenekr, Lang, Babkovic, Franek, Sramek, Breyer, Hümmer.

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