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    HOCKEY

    Marktbreiter Abstieg ist besiegelt

    Ausgerechnet am letzten Spieltag wurde die Aufholjagd des Oberliga-Aufsteigers abrupt gestoppt. Die deutliche Niederlage in Fürth beendet das Gastspiel nach einem Jahr.

    Mit Neuzugang Christopher Harjo kehrte auch der Erfolg nach Marktbreit zurück. Dennoch muss der Aufsteiger die Oberliga ... Foto: Daniel Götz

    Nach sieben Punkten in Serie und dem Punktgewinn im letzten Saisonheimspiel war beim Marktbreiter Hockeyclub noch Hoffnung auf den Klassenerhalt aufgekeimt, doch seit Samstag ist es amtlich: Der MHC muss nach einer Spielrunde in der Oberliga Bayern wieder runter in die 1. Verbandsliga. Denn beim ihre 5:1-Heimsieg machte die SpVgg Greuther Fürth alle Hoffnungen der Marktbreiter zunichte.

    „Wir hatten uns viel vorgenommen“, schilderte Spielertrainer Alexander Stahl die Ambitionen seiner MHC-Höckerer. Die versuchten zwar alles, mussten aber gegen ein großes Handicap ankämpfen. Denn die Fürther spielten auf einem Kunstrasenplatz ihrer Fußballer-Kollegen, was für die Gäste völlig ungewohnt war. „Wir sind nur schwer damit zurecht gekommen, dass die Bälle auf einem Fußballer-Kunstrasen viel langsamer sind“, sagte Alexander Stahl über das schwierige Timing der Bälle. Die Hitze habe es den Marktbreitern zudem auch nicht einfacher gemacht. Nach einer 2:0-Pausenführung erhöhten die Kleeblättler in der zweiten Hälfte auf 3:0, was die Vorentscheidung bedeutete. Christopher Harjo blieb es vorbehalten, den Ehrentreffer für die Marktbreiter zu markieren, der beim 5:1-Sieg der Gastgeber aber nur statistischen Wert hatte.

    Letztlich war der Auftritt in Fürth ohnehin nur vergebene Liebesmüh für die Marktbreiter. Denn selbst mit einem Auswärtssieg wären sie nicht mehr zu retten gewesen, weil Mitkonkurrent HG Nürnberg II den TSV Gründwald 5:0 abfertigte und somit den Kopf aus der Abstiegsschlinge zog.

    Eine unterirdische Hinrunde ohne jeden Punktgewinn hatte die Marktbreiter in die missliche Lage gebracht, die sie in der Rückrunde noch fast kompensiert hätten. Dass es in Saisonhälfte zwei bedeutend besser lief, lag auch an Christopher Harjo. Der war im April aus dem Heilbronner Raum zu den Höckerern gewechselt, hatte im Mai sein erstes Spiel absolviert und sich für die Mannschaft als belebendes Element erwiesen, das für frischen Wind sorgte. Der 35-Jährige, der sich als Unternehmensberater selbstständig gemacht hat, war zuerst im Angriff eingesetzt, doch dann beorderte ihn Alexander Stahl in die Abwehr, wo er seitdem mit dazu beitrug, den defensiven Laden zusammen zu halten. Dass Christopher Harjo jetzt den Ehrentreffer in Fürth erzielte, offenbarte, dass er auch das Toreschießen beherrscht und der Mannschaft jederzeit helfen kann.

    Nach jetzigem Stand bleiben Marktbreiter Hockeyspieler auch nach dem Abstieg zusammen, so dass sie in der im September beginnenden Saison der 1. Verbandsliga den sofortigen Wiederaufstieg anstreben wollen. „Wären wir nicht so schlecht gestartet, wäre der Abstieg auch kein Thema gewesen“, trauerte Alexander Stahl verpassten Chancen nach. Er selbst werde auch weitermachen, da sich an der Struth keinerlei Alternative aufdränge, denn die Höckerer sind der einzige Hockeyclub weit und breit und daher verbannt dazu, Trainer aus den eigenen Reihen zu rekrutieren.

    Oberliga Bayern Feld, Männer
     
    TV 48 Schwabach – Bayreuther TS 4:1  
    HG Nürnberg II – TSV Grünwald 5:0  
    Münchner SC II – TSG Pasing München 13:0  
    SpVgg Greuther Fürth – Marktbreiter HC 5:1  
     
    1. (1.) Münchner SC II 14 14 0 0 95 : 16 42  
    2. (2.) SpVgg Greuther Fürth 14 8 2 4 41 : 34 26  
    3. (3.) TV 48 Schwabach 14 8 1 5 42 : 28 25  
    4. (4.) TSV Grünwald 14 6 3 5 34 : 33 21  
    5. (6.) HG Nürnberg II 14 4 2 8 37 : 49 14  
    6. (5.) TSG Pasing München 14 4 2 8 25 : 46 14  
    7. (7.) Marktbreiter HC 14 3 1 10 21 : 44 10  
    8. (8.) Bayreuther TS 14 3 1 10 18 : 63 10  

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