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    FUSSBALL: KREISLIGA 1 SCHWEINFURT

    Nordheim deprimiert seinen Trainer

    Nordheim spielt Fußball aus der Wundertüte: Keiner weiß, was als nächstes kommt. Nur eine Woche nach ihrem Coup ergibt sich die Mannschaft in ihr Schicksal.

    Der Nordheimer Florian Troll (rechts) setzt sich gegen Gerolzhofens Markus Stühler durch. Foto: Alexander Rausch

    Der TSV Nordheim/Sommerach hat den erneuten Anschluss an die Tabellenspitze verpasst. Im Verfolgerduell unterlag die Mannschaft von Trainer Udo Braun am Samstag dem FC Gerolzhofen nach einer schwachen Vorstellung mit 0:2 (0:0). Besonders nach dem Seitenwechsel ließen die Nordheimer dabei jegliche Leidenschaft vermissen.

    Überraschend gut war der TSV nach dem Fast-Abstieg der vergangenen Saison in die neue Runde gestartet. Zeitweise stand die Mannschaft aus den beiden Weinorten sogar auf einem der ersten beiden Plätze. Erst in den vergangenen Begegnungen verlor sie etwas an Schwung. Dennoch war ihr vergangene Woche der Überraschungscoup bei Tabellenführer Altbessingen gelungen. Diesem Erfolg wollte sie nun in Gerolzhofen den nächsten Sieg folgen lassen und wieder zum spielfreien Zweiten aus Stammheim aufschließen.

    Allerdings hatten auch die Gerolzhöfer jüngst neues Selbstvertrauen gewonnen. Sie waren gewillt, ihren Lauf fortzusetzen und sich für die 0:2-Hinspielniederlage zu revanchieren. Dafür schickte FC-Coach Julian Göbel, der bis zum Sommer in Rimpar in der Landesliga kickte, die gleiche Elf ins Rennen, die vergangene Woche Hirschfeld geschlagen hatte. Auch Udo Braun vertraute auf die Kicker, die in Altbessingen erfolgreich waren.

    Dennoch waren es von Beginn weg die Gastgeber, die die Partie bestimmten. Gerolzhofen wirkte zielstrebiger und engagierter als die Gäste, die sich zunächst auf die Sicherung des eigenen Tores konzentrierten. Eine Marschroute, die vor allem in der ersten halben Stunde aufgehen sollte. Denn nur selten tauchten die Hausherren gefährlich vor TSV-Schlussmann Peter Straßberger auf. Die gefährlichsten Aktionen blieben lange Zeit eine verunglückte Flanke Julian Zehnders und eine von Martin Bader abgefälschte Hereingabe Zehnders, bei denen Straßberger jeweils auf dem Posten war.

    Erst nach rund dreißig Minuten versuchten die Nordheimer auch offensiv Akzente zu setzen. Das gelang, etwa als Raphael Steffen plötzlich halbrechts im Strafraum freistehend zum Abschluss kam. Doch FC-Torwart Marius Wilhelm war auf dem Posten. Kurz vor der Pause hatte auch Bernd Biedermann die Möglichkeit zu treffen, aber das Leder rutschte im über den Schlappen. Auch die Gastgeber hatten durch Julian Zehnder und Markus Stühler die Chancen zur Führung. Doch erneut hatte Peter Straßberger seine Finger entscheidend im Spiel. Zufrieden war TSV-Coach mit dem Auftritt seiner Elf aber nur bedingt: „Wir waren viel zu passiv und standen viel zu tief. Es geht nun mal nicht mit halber Kraft.“

    Trotz des deutlichen Appells wurden war von Nordheim nach dem Seitenwechsel kaum mehr etwas zu sehen, während sich die Gastgeber Chance um Chance erspielten. Zunächst verfehlten Max Seuferling und Andre Wiemann noch knapp ihr Ziel. Erst Markus Stühler erlöste die Gerolzhöfer, als er einen Pass Max Seuferlings aus sieben Metern in die Maschen jagte. Als nur fünf Minuten später Ingo Willacker nach einem Distanzschuss Timo Jopps zum 2:0 abstaubte, war die Begegnung zeitig entschieden. Die Gäste hatten dem Absteiger nichts mehr entgegenzusetzen. Der FC blieb dominant und hätte sogar weiter erhöhen können, als Andre Wiemann die Oberkante der Latte traf oder Julian Göbel im Fallen das Leder vorbeischoss.

    „Nach dem Seitenwechsel waren sie aggressiver, so dass die Tore zwangsläufig fielen. Die zweite Halbzeit war schon deprimierend. Uns hat es an der nötigen Einstellung gemangelt“, sagte Braun maßlos enttäuscht. Mit diesem Sieg sind die Gerolzhöfer auf Platz vier geklettert, während Nordheim/Sommerach bis auf Rang neun durchgereicht wurden.

    Die Statistik des Spiels

    FC Gerolzhofen – TSV Nordheim/Sommerach 2:0 (0:0)

    Gerolzhofen: Marius Wilhelm – Kraus, Willacker, Herbig, Jonas Göbel, Seuferling (72. Bergmann), Weimann, Stühler, Niklas Wilhelm (46. Jopp), Zehnder (82. Julian Göbel), Mack.

    Nordheim/Sommerach: Straßberger – Finster, Pfeufer, Herget, Bader, André Schmidt, Steffen, Heinrich, Biedermann (46. Pfaff), Rene Braun (46. Then), Troll.

    Schiedsrichter: Geis (Unterpleichfeld).

    Zuschauer: 200.

    Tore: 1:0 Markus Stühler (58.), 2:0 Ingo Willacker (63.).

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