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    GEWICHTHEBEN: FRANKENLIGA

    Zu schwere Last für die Kitzinger

    Am letzten Spieltag ist der Traum von der Bayernliga geplatzt. Kitzingens Heber legen sich mächtig ins Zeug, aber der Gegner ist immer noch ein bisschen stärker.

    Julian Seuffert erzielte im Reißen und im Stoßen neue Bestleistungen. Zum Erfolg konnte er den KSV Kitzingen damit nicht... Foto: Hartmut Hess

    Frankenliga

     

    KSV Kitzingen – AC Bayreuth 1093,9:1223,6  

     

     

    1. (1.) TSV Röthenbach 4 3 0 1 4193,0 : 3724,4 9  
    2. (2.) KSV Kitzingen 4 3 0 1 4215,4 : 3992,6 9  
    3. (3.) AC Bayreuth 3 2 0 1 3156,4 : 3001,9 6  
    4. (4.) TSV Röthenbach II 2 0 0 2 1799,0 : 2027,3 0  
    5. (5.) AC 82 Schweinfurt 3 0 0 3 2494,7 : 3112,3 0  

     

    Der Traum von der Bayernliga ist für die Kitzinger so gut wie geplatzt. Mit der klaren Niederlage gegen Konkurrent Bayreuth bleiben sie vermutlich Tabellenzweiter und der Frankenliga erhalten. Der KSV hatte bisher ohne Punktverlust dagestanden, dicht vor den Oberfranken, die ebenfalls ungeschlagen waren, aber einen Wettkampf ausgetragen hatten. Die Sache in heimischer Halle versprach spannend zu werden, da der AC Bayreuth eine geringfügig höhere Maximalleistung aufwies. Auf Seite des KSV stand bis auf Raphael Zink der beste Kader bereit.

    Im Reißen lief für den KSV alles wie am Schnürchen. Bis auf den letzten Versuch Thomas Stöhrs hatten alle Athleten, die in die Wertung kamen, gültige Versuche hingelegt. Nicole Winterholler trumpfte diesmal mit 73 Kilogramm auf. Julian Seuffert schaffte eine neue Bestleistung mit 95 Kilo. Der genesene Benjamin Uhl riss starke 98 Kilogramm. Insgesamt erreichte der KSV mit diesen Leistungen 15 Punkte mehr als bei seiner bisherigen Saisonbestmarke. Doch die Kitzinger hatten die Rechnung ohne die Bayreuther gemacht. Auch die Oberfranken waren mit ihrem besten Kader angetreten und wiesen mit drei bärenstarken Frauen und drei Männern die Heber vom Main klar in die Schranken. Mit 485,2:544,3 Sinclairpunkten (ScP) sicherten sie sich den Punkt im Reißen deutlich. Gewertet werden hier immer nur die besten vier der sechs Heber je Verein.

    Im Stoßen wollten die Kitzinger Boden gutmachen. Auch hier legten sie eigenen Angaben zufolge wieder eine Glanzserie ohne viele Fehlversuche hin. Nicole Winterholler wiederholte mit 92 Kilo ganz knapp ihre Rekordleistung von 313 ScP von den deutschen Meisterschaften. Seuffert erreichte mit 118 Kilo auch hier neue Bestleistung, und Uhl stemmte mit 128 Kilo Kitzingens größte Last. Lediglich Thomas Stöhr scheiterte an den 110 Kilo und musste sich mit 105 zufrieden geben. Bayreuth ließ sich auch in dieser Teildisziplin nicht aus der Ruhe bringen. Mit Ellen Neumann, die 100 Kilo schaffte, und Mannschaftsführer Arthur Enns, der bei 78,5 Kilo Körpergewicht 143 Kilo stieß, war auch dieser Punkt für die Oberfranken nie in Gefahr. Damit stellten beide Vereine eine neue Saisonbestleistung auf.

    Für Kitzingen bedeutet dieser Verlust von 0:3 Punkten am letzten Wettkampftag einen fast sicheren zweiten Platz in der Tabelle. Da noch der Wettkampf zwischen dem AC Bayreuth und dem TSV Röthenbach aussteht, hat der KSV nur noch eine theoretische Chance, den Tabellenplatz nach unten oder oben zu wechseln. Die Kitzinger sehen die Leistungen der einzelnen Heber sowie den zweiten Tabellenplatz im ersten Jahr der Bezirksliga als „sehr gute Leistung“ und haben sich vorgenommen, „über kurz oder lang wieder in der Bayernliga“ zu heben.

    Die Statistik des Wettkampfs

    Gewichtheben: Frankenliga KSV Kitzingen – 1. AC Bayreuth 1093,9:1223,6
    Bearbeitet von Wilhelm Roos

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