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    FUßBALL: LANDESLIGA NORDWEST

    Favorit Abtswind gibt sich selbstbewusst

    Für die Konkurrenten zählen die Kicker aus dem Kräuterdorf schon seit Jahren zu den Aufstiegsfavoriten. In dieser Saison wollen sie auch selbst!

    Mit diesem Kader unternimmt der TSV Abtswind den nächsten Anlauf zum Aufstieg in die Bayernliga (hintere Reihe von links... Foto: Michael Kämmerer/TSV Abtswind

    Mannschaft und Trainer sind bereit. „Was wir zuletzt gezeigt haben, war gut bis sehr gut. Der erste Spieltag kann kommen“, befand Abtswinds Trainer Petr Škarabela nach dem letzten Testspiel gegen den Landesligisten ATSV Erlangen. Zwar endete die Begegnung mit 2:2 nur unentschieden, doch bewertete der 49-Jährige diese Generalprobe als gelungen, nachdem ihn der Vortrag seiner ambitionierten Mannschaft spielerisch überzeugt hatte.

    Von den Ergebnissen einer Vorbereitung auf den Saisonstart oder gar den Verlauf einer gesamten Runde zu schließen, ist stets eine heikle Sache, doch geben die erzielten Resultate und vor allem das gezeigte Potenzial berechtigten Grund zur Hoffnung, dass es für die Abtswinder in dieser Saison nach zwei vierten und drei dritten Plätzen endlich zum großen Sprung auf den zweiten, vielleicht sogar auf den ersten Platz reichen könnte. Neben dem Zutrauen in die eigene Stärke darf festgestellt werden, dass die Konkurrenz um sie herum geringer geworden ist. Denn Gegner wie Forchheim oder Schweinfurt, die sich in der vergangenen Saison vor ihnen platziert hatten, stehen dieses Jahr in der aus sechzehn Mannschaften bestehenden Liga nicht im Weg.

    Auch Alemannia Haibach als einziger Absteiger aus der Bayernliga stapelt nach einem personellen Umbruch lieber tief und möchte sich vorrangig auf den Klassenerhalt konzentrieren. Haibachs Meistertipp heißt deshalb Abtswind und ist in dieser Saison weit verbreitet. Auf weiteren Zetteln steht Škarabelas Mannschaft im Vorfeld als Favorit geschrieben. Als wolle sie diesem Vorschuss von Anfang an gerecht werden, verlor sie kein einziges Vorbereitungsspiel und erreichte mit zwei Siegen in der Qualifikation die BFV-Hauptrunde im Toto-Pokal. „Aber die Vorbereitung zählt nicht mehr. Wir müssen unsere Leistung neu bestätigten“, entgegnet Skarabela.

    Zum Saisonstart kann er personell fast aus dem Vollen schöpfen. Jonas Wirth fällt allerdings nach einer Operation am Sprunggelenk wahrscheinlich bis zum Ende der Vorrunde aus. Auch Daniel Hämmerlein fehle noch einen bis zwei Monate, konstatiert der Trainer. Peter Mrugalla zog sich in einem Testspiel eine Zerrung zu und begann in diesen Tagen mit leichten Laufeinheiten. „Diese drei werden noch nicht dabei sein“, sagt Škarabela, sieht seine Mannschaft aber nichtsdestotrotz in der Breite und Tiefe gut aufgestellt. „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit unserer besten Elf starten können.“ Mit Julian Schneider als Torhüter, Adrian Dußler im Mittelfeld und Daniel Endres im Sturm gewannen die Abtswinder auf drei Positionen individuelle Klasse hinzu. Nach einer Pause von anderthalb Jahren schloss sich auch Mathias Brunsch wieder der Mannschaft an. „Er wird von Tag zu Tag besser“, berichtet sein Trainer über dessen Fortschritte.

    „Wir haben uns sehr gut verstärkt und gehen in bester Stimmung in die Saison“, weiß Skarabela vor dem Beginn seiner zweiten Saison in Abtswind. Er habe seine Mannschaft besser kennengelernt und es habe nach der Winterpause kaum mehr wesentliche Abgänge gegeben, so dass nun die Zeit für den nächsten Schritt reif sei: „Wir haben unser Ziel ausgesprochen und werden jetzt alles dafür tun, dass es wir es in dieser Saison erreichen.“ Neben einer starken Offensive müsse vor allem eine stabile Defensive der Schlüssel zum Erfolg sein. „Wir haben keine Angst vor einer Favoritenrolle. Die Spieler wissen, woran sie sich orientieren müssen. Wenn wir in diesem Jahr nicht aufsteigen, wann wollen wir dann aufsteigen“, antwortet Škarabela mit einer Frage.

    „Wir wollen selbstbewusst auftreten, die Spiele bestimmen und werden von der ersten Minute alles versuchen, um die Spiele auch zu gewinnen“, erklärt er das Spielverständnis Abtswinds. Aufgrund des großen personellen Angebots auf einigen Positionen könne es schwierig werden, alle bei Laune zu halten. „Es muss allen klar sein, dass wir die Saison nicht mit nur elf Leuten durchhalten werden. Daher wird jeder zum Zug kommen, ohne dass ich aber groß rotieren möchte“, erklärt Škarabela. Röllbach zum Start bezeichnet er zwar als „einen unangenehmen Gegner“, ist sich aber dennoch sicher, dass sich die Qualität seiner Mannschaft durchsetzen werde. Diese Feststellung soll jedoch nicht nur für ein Spiel, sondern diesmal für die gesamte Saison gelten.

    TSV Abtswind

    Abgänge: Irnes Husic (SV Euerbach/Kützberg), Jörg Otto (VfL Volkach), Florian Warschecha (TSV Jahn Repperndorf). Zugänge: Mathias Brunsch (Comeback nach Pause), Adrian Dußler (FC Würzburger Kickers II), Daniel Endres (FG Marktbreit-Martinsheim), Damian Rzedkowski (TSV Schlüsselfeld), Julian Schneider (FC Schweinfurt 05), Lukas Wirth (DJK Don Bosco Bamberg, U19).

    Spielerkader, Tor: Julian Schneider, Patrick Hefner. Abwehr: Mathias Brunsch, Sven Gibfried, Adrian Graf, Daniel Hämmerlein (aktuell verletzt), Michael Herrmann, Carl Murphy, Damian Rzedkowski, Przemyslaw Szuszkiewicz. Mittelfeld: Steffen Barthel, Adrian Dußler, Jürgen Endres, Nicolas Wirsching, Jonas Wirth (aktuell verletzt), Lukas Wirth. Angriff: Daniel Endres, Frank Hartlehnert, Philipp Hummel, Pascal Kamolz, Peter Mrugalla, Jona Riedel.

    Trainer: Petr Skarabela (seit 2016). Saisonziel: Aufstieg. Meistertipp: ASV Vach.

    Internet: www.tsv-abtswind.de.

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